SC Nidderau - VSG 1880 Offenbach 3 2,5:5,5
Es gibt Tage, da sollte man lieber im Bett bleiben. Selten waren die Rollen klarer verteilt. Es gelang den Nidderauern erstmalig (und vielleicht auch letztmalig) eine Mannschaft mit einem DWZ-Schnitt von 1900 an den Start zu bringen. Die Offenbacher kamen gerade mal auf einen Schnitt von 1600. Der Nidderauer mit der geringsten DWZ hatte immer noch deutlich mehr Punkte als der beste Offenbacher. Mir klingt noch der Ausspruch in den Ohren: Wenn wir mit der Mannschaft nicht gewinnen, haben wir in der Bezirksoberliga nichts zu suchen. Trotzdem bleibt nach der Blamage noch die Hoffnung auf die zweite Offenbacher Mannschaft, die uns mit einem Sieg gegen Oberursel 3 noch vor dem Abstieg bewahren könnte. Der Reihe nach: Ich (Ralf M) hatte einen Veteranen als Gegner, der sehr schnell spielte und zudem eine Eröffnung, in der ich mich nicht wohl fühle. Das schnelle Ziehen hatte mich etwas angesteckt, so dass mir mehrere ungenaue Züge unterliefen. Ich vertraute auf meinen besseren Läufer im Endspiel, aber dazu kam es nicht. Nachdem wir die Stellung in der Mitte und am Damenflügel zugeschoben hatten, konnte ich auch ein Zuschieben am Königsflügel nicht verhindern und so kam es zum Remis. Marco bekam zum gleichen Zeitpunkt ein Remisangebot. Wir wussten nicht, wie stark sein Gegner ist. Der machte mit seiner Gestik einen selbstbewussten Eindruck, außerdem waren wir ja auch an den restlichen 6 Brettern deutlich stärker besetzt, also willigte Marco ein. Klaus gab sich dagegen kämpferisch und lehnte ein frühes Remis ab. Alle Partien sahen zunächst lange ausgeglichen aus, nur Axel hatte für Initiative am Damenflügel einen Bauern geopfert. Die Initiative erwies sich aber als nicht ausreichend. Einen drohenden Partieverlust hätten wir aber immer noch mit einem Sieg von Ralf Garbe ausgleichen können. Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf. Gero hatte seine Stellung etwas überschätzt und einen Läuferspieß übersehen, wodurch er eine Figur und wenig später die Partie verlor. Ralf Garbe glich dann zum 2:2 aus. Dabei zelebrierte er das Endspiel. Sein junger Gegner hatte noch eine Pattfalle gestellt, die bei der Umwandlung des c-Bauern in Dame oder Turm zugeschnappt hätte. Als Ralf den Bauern einzog, bekamen wir schon einen Schreck und sein Gegner leuchtende Augen, aber Ralf wandelte in einen Läufer um. Er holte sich dann auch noch einen Springer (diesmal hätte es eine Dame auch getan) und setzte schließlich mit zwei Springern matt. Axels Gegner konnte mit dem starken Befreiungszug b5 seinen materiellen Vorteil zementieren. Klaus bekam in etwas schlechterer Stellung ein erneutes Remisangebot. Da Tills Stellung immer noch ausgeglichen war und Günthers Zeit wieder knapp wurde, spielte Klaus aber weiter und verlor nach einer taktischen Wendung recht schnell. Nach Axels Verlust stand es jetzt 2:4 und die Partien von Günther und Till mussten gewonnen werden. Günther hatte sich dann auch eine Gewinnstellung erarbeitet, aber sie war zu kompliziert, um sie nur mit der Bonuszeit zum Sieg führen zu können. Kurz vor der Zeitkontrolle war die Stellung verloren und Günther überschritt die Zeit. Obwohl die Mannschaftsniederlage feststand mühte sich Till danach noch um Vorteil. Es hätte auch die Brettpunktbilanz am Ende wichtig sein können. Schließlich einigte man sich aber doch auf Remis.
SV Königsspringer 1929 Großauheim - SC Nidderau 4:4
Fast wäre es zum Deja Vu gekommen. Zwei Wochen nach unserer vermeidbaren Niederlage beim Spitzenreiter ging es wieder zu einem Aufstiegskandidaten. Wieder fehlte neben Günther noch ein weiterer Stammspieler. Diesmal war es Marco. Wieder sprangen Ralf Garbe und Ole als Ersatz ein und wieder spielte Till beim Stand von 3,5:3,5 ein Endspiel mit Minusbauern bis zum bitteren Ende. Aber der Reihe nach. Dass Klaus unser Topscorer ist, hatte sich offenbar auch nach Hanau rumgesprochen. Ansonsten hätte sein Gegner, der eine höhere Wertzahl als Klaus hat und mit Weiß mit etwas Vorteil aus der Eröffnung kam, wohl kaum Remis geboten. Es gab keinen Grund, dieses Angebot auszuschlagen. Axel hatte sich solide hingestellt und mit Db3 ein Auge auf den ungedeckten b7-Läufer geworfen. Mit einem unvorsichtigen Turmzug gestattete sein Gegner ihm den Vorstoß des c-Bauern, mit dem Axel eine Figur gegen zwei Bauern gewann. Wenige Züge später konnte Axel seine Partie mit einer Springergabel auf einem scheinbar gedeckten Feld krönen. Ralf Garbe hatte diesmal mit dem bisherigen Topscorer der Großauheimer einen starken Gegner, investierte viel Bedenkzeit und kam zu einem sicheren Sieg. Ich (Ralf M) hatte durch eine Kombination einen Bauern eingebüßt und riskierte ein Öffnen meiner Königsstellung, um etwas Gegenspiel zu bekommen. Einige Züge vor der Zeitkontrolle war mein König einem bedrohlichen Angriff von Türmen und einem Läufer ausgesetzt. Allerdings musste Weiß bei knapper Zeit den Gewinnplan finden, weil ich mir inzwischen einen gedeckten Freibauern gebildet hatte. Das nutzte ich zu einem Remisangebot und so kam ich in klar verlorener Stellung zu einem halben Punkt. Damit war unser Glück aber aufgebraucht. Ole konnte in zugeschobener Stellung mit schwarzfeldrigen Läufern hinundher ziehen, um das Remis zu sichern. So brauchten wir scheinbar nur noch einen halben Punkt zum Unentschieden und bei 3 weiteren laufenden Partien sah es ganz nach einem Mannschaftssieg aus. Robin hatte seinen Gegner überspielt und für einen Königsangriff eine Figur gegen 3 Bauern geopfert. Statt einen vierten Bauern zu nehmen, forcierte er den Angriff und opferte auch noch einen Turm. Das war zwar objektiv richtig, aber als er nach der Zeitkontrolle ein Dauerschach hatte, nahm er aufgrund des Spielstandes lieber diesen Spatz in der Hand. Doch plötzlich schien die Begegnung zu kippen. Ole hatte König und Läufer zu weit vom Damenflügel entfernt, so dass Weiß seinen Läufer opfern konnte und der damit entstehende Freibauer durchlief. Dabei hatte Ole noch fast seine gesamte Bedenkzeit. Auch die beiden restlichen Partien sahen nicht mehr gut aus. Tills Opfer des b-Bauern erwies sich als Bummerang. Im Turmendspiel mit zwei Minusbauern konnte er aber wenigstens einen zurückgewinnen. Gero hatte einen vermeintlichen Mehrbauern, aber der Eindruck täuschte. Er stand die ganze Partie über leicht schlechter und das galt dann auch für das Endspiel. Der entstehende 6-Steiner mit Läufer gegen Turm und je einem Bauern auf verschiedenen Flügeln war zwar verloren, aber mit einem ungenauen Königszug des Gegners kam Gero zu einer Remisstellung. Er revanchierte sich aber mit einem ungenauen Königszug und verlor. So kam es zu der eingangs beschriebenen Konstellation, aber diesmal hielt Till das Remis.
SG Wächtersbach/Sotzbach - SC Nidderau 4,5:3,5
Die Kuriosität gab es schon vor Beginn der Begegnung. Wir reisten mit 4 Autos an, von denen 2 unabhängig voneinander an der Ausfahrt Wächtersbach vorbeifuhren. Während der Gegner in Stammbesetzung antrat, fehlten bei uns Günther und Robin. Wir hatten aber mit Ralf Garbe und Ole starken Ersatz. Am Spitzenbrett gab es schon nach wenigen Zügen ein Remisangebot. Gero spielte zunächst noch weiter, aber die Stellung war so ausgeglichen, dass es kurz danach doch zum Friedensschluss kam. Dann schlug unser Topscorer zu. Sein Gegenüber öffnete mit f4 die Königsstellung und damit hat Klaus ja Erfahrung, gewann einen wichtigen Bauern und wenig später auch die Partie. Da Marco auf Gewinn und Axel etwas besser stand, sah es nach einem Mannschaftssieg für uns aus, zumal wir ja auch noch Ralf Garbe dabei hatten. Ole konnte ein etwas schlechteres Turmendspiel remis halten. Dann wendete sich leider das Blatt. Marco hatte etwas wenig Zeit und versäumte es, seinen angegriffenen Springer mit Schach auf e7 zu retten, stattdessen überstürzte er den Königsangriff und verlor kurz vor der Zeitkontrolle. Ralf Garbe brachte uns wieder in Führung. Sein Gegner hatte für gutes Spiel eine Figur geopfert, aber Ralf verteidigte sich souverän. Axel hätte mit e5 in Vorteil kommen können, tauschte stattdessen aber den Zentrumsbauern und spielte später gegen das Läuferpaar, verlor einen Bauern und schließlich auch die Partie. Ich (Ralf) hatte im Vorjahr mit dem Marschallangriff gegen Wächtersbach eine Gewinnposition erreicht. Mein Gegner schien sich darauf vorbereitet zu haben. So vermied ich das Risiko und spielte den Spanier klassisch. An einer Stelle hätte ich mit Spiel auf der Grundreihe die Initiative übernehmen können. Stattdessen wollte ich mit g6 meinen Läufer ins Spiel bringen, um Mattdrohungen aufzustellen. Das war aber zu langsam und so geriet ich in Nachteil, konnte mich aber in ein Endspiel mit Minusqualität gegen Mehrbauern retten, dass tot remis war. So musste die Entscheidung am zweiten Brett fallen. Till hatte zwar einen Bauern weniger, aber starke Drohungen auf den schwarzen Feldern. Till verpasste an einer Stelle den Ausgleich und danach spielte sein Gegner seinen Vorteil gekonnt aus. Erst nach Mitternacht fiel schließlich die Entscheidung für Wächtersbach.
SC Nidderau - SC 1952 Obertshausen 5:3
SC Nidderau 2 - SF Schöneck 4 1,5:6,5
Bei der ersten Mannschaft fehlten Gero und Axel. Dafür hatten wir aber mit Ole und Ralf Garbe für dieses wichtige Spiel starke Ersatzspieler an Bord. Ziel war es, an den hinteren Brettern unsere Überlegenheit auszuspielen und vorne möglichst Remis halten. Der Plan ging auf. Ralf Garbe überspielte seinen Gegner mühelos und brachte uns in Führung. Klaus gewann eine Figur und Till erarbeitete sich ein vorteilhafte Stellung. Robin und ich (Ralf Mahnke) hatten im Vorjahr gegen die Gegner jeweils verloren. Deshalb entschieden wir uns dafür, die Bretter zu tauschen. Das zahlte sich aus. Robin gab in der Eröffnung einen Bauern für gutes Spiel und gewann diesen später mühelos zurück und erreichte Remis. Ich hatte eine gute Stellung mit Läuferpaar und etwas Druck gegen den d-Bauern. Objektiv war es aber völlig ausgeglichen und ich machte auch Remis. Günther hatte zwischenzeitlich leichten Vorteil aber etwas wenig Zeit, sein Gegner konnte das Remisangebot schwerlich ablehnen. Schließlich kam auch Ole ohne Mühe in einem Turmendspiel zum halben Punkt. Bei den weiterhin guten Stellungen von Klaus und Till war der Mannschaftssieg sehr nahe. Marco hatte in unklarer Stellung sehr viel Zeit verbraucht, spielte dann aber seine Überlegenheit aus und konnte sogar mattsetzen. Der Gegner von Klaus überschritt in hoffnungsloser Lage die Zeit. So roch es sogar nach einem Kantersieg. Till packte einen spektakulären Springerzug auf ein Feld aus, dass von zwei gegnerischen Bauern angegeriffen war. Trotzdem war der Springer tabu. Mit zwei ungenauen Zügen lud er dann aber seinen Gegner zum Kontern ein und verlor sogar noch.
Die zweite Mannschaft hatte nur 3 Stammspieler an Bord. Von den 3 Nachwuchsspielern hielt Lasse am besten dagegen und hatte zwischenzeitlich sogar etwas Vorteil. Am Ende unterlagen sie aber alle. Tobias, Markus und Gerhard machten dann in guten bzw. gewonnenen Stellungen remis. Gerd und Wolfgang kämpften noch lange, konnten aber den Punktestand nicht mehr erhöhen.
SF Neuberg 3 - SC Nidderau 3-5
Robin konnte diesmal nicht spielen, dafür kam Volker zum Einsatz. Die Neuberger waren zwar nicht hochkarätig, aber sehr ausgeglichen besetzt. An den vorderen Brettern konnte nur Till einen deutlichen Vorteil aus der Eröffnung holen. Sein Gegner gestattete ihm sogar per Bauerngabel einen Figurengewinn, aber Till nahm das Geschenk nicht an. Till stellte sich solide auf und belästigte die schwarze Dame. Als sein Gegner aufgab, roch es nach Damen- oder Figurengewinn, aber die Aufgabe war etwas voreilig. Verlustgefahr gab es bei Klaus. Sein Gegenüber nahm statt der Qualität lieber einen Bauern und hatte auch in der Folge Chancen, seinen Vorteil zu vergrößern. Irgendwie wurschtelte sich Klaus aber wieder raus und bekam sogar seinen Bauern zurück. So gab es keinen Grund, an den vorderen Brettern zuviel zu riskieren. Gero machte als Erster Remis. Dann folgten Klaus und Axel. Axel ärgerte sich im Nachhinein darüber, statt des ruhigen b6 nicht den Turm aktiv nach d2 gestellt zu haben. In der Tat hätte er damit etwas Initiative gehabt. Als Günther in leicht schlechterer Stellung in eine Zugwiederholung einwilligte, musste die Entscheidung an den hinteren Brettern fallen. Volker hatte sehr solide gespielt und entschied sich, den b-Bauern für den g-Bauern zu geben. Damit hätte er in Vorteil kommen können, allerdings verpasste er es, als Zwischenzug vorher auf f4 zu nehmen. So blieb der weiße f-Bauer auf dem Brett, der bald auf f6 auftauchte und Volker aus dem Konzept brachte. So konnte Neuberg zum 3:3 ausgleichen. Ich (Ralf) hatte mir beim Turnier in Paderborn wieder meine Sicherheit mit Weiß zurückgeholt. Ich hatte dauerhaft die Initiative, weil mein Gegner mit dem Abspiel der königsindischen Verteidigung offenbar nicht ganz vertraut war und konnte über die b-Linie in die schwarze Stellung eindringen und den a-Bauern gewinnen, was dann schnell den vollen Punkt brachte. So brauchte Marco nur noch ein Remis zum Mannschaftssieg. Sein Gegenüber hatte seinen Turm in eine Fesselung gestellt. Weil Marcos Zeit knapp war, begnügte er sich mit dem Qualitätsgewinn. Er hätte auch den Turm umsonst haben können. Danach verschenkte Marco noch einen Bauern und gab Weiß zweimal die Gelegenheit zum Remis. Der Zug zur Zeitkontrolle gewann dann aber den Springer und damit die Partie.
Pokal: SV Bergwinkel - SC Nidderau 2:2
Da es haufenweise Absagen gab, waren wir froh, mit 4 Spielern antreten zu können. An allen Brettern hatten unsere Gegner eine höhere DWZ, insofern waren unsere Ambitionen auf ein Weiterkommen überschaubar. Till nahm recht früh ein Remisangebot an. Er stand etwas besser, fand aber keinen Gewinnplan. Vielleicht hätte er noch weitergespielt, wenn er gewusst hätte, dass er noch 5 Stunden zugucken muss. Auch Simon hatte eine gute Stellung, aber seine Zeit wurde knapp und so machte er auch Remis. An unseren Schwarzbrettern war der DWZ-Unterschied besonders groß und deshalb suchte Bergwinkel dort die Entscheidung. Ich (Ralf) hatte einen Bauern weniger, aber nur Bauern auf einem Flügel. Gero stand zwischenzeitlich deutlich schlechter. Ihm gelang es aber immer wieder, den Ausgleich herzustellen. So spielten wir jeweils bis zum letzten Bauern und fast bis Mitternacht, ehe das 2:2 feststand. Im anschließenden Blitzkampf mit vertauschten Farben waren wir dann chancenlos.
SC Nidderau - SF Dettingen 1950 2 3:5
SC Nidderau 2 - SV Kinzigtal Erlensee / Langenselbold 2 1,5:5,5
Der Gegner der Ersten ist mit Abstand die DWZ-stärkste Mannschaft der Liga, allerdings werden sich die Spitzenspieler bald in der ersten Mannschaft festspielen. Insofern war es schade, dass wir schon sehr früh in der Saison auf diesen Gegner trafen. Zudem fiel Marco kurzfristig aus, so dass wir als Außenseiter in die Begegnung gingen. Gero verwechselte im Franzosen zwei Varianten und büßte bereits nach 13 Zügen seine Dame ein und gab kurz danach auf. Die anderen Partien waren aber sehr spannend. Klaus war der Einzige von uns, dessen Gegner eine geringere Wertzahl hatte und diese Überlegenheit spielte er routiniert aus und schaffte den Ausgleich. Während Till und Robin etwas Vorteil hatten, sah es bei Günther und Georg schwierig aus. Axel und ich (Ralf) hatten ausgeglichene Stellungen. Meine Partie endete mit Zugwiederholung. Kurz darauf gab es auch bei Axel das erwartete Remis. Till verdarb mit dem Vorziehen des e-Bauern seine vorteilhafte Stellung und musste dann mit Remis zufrieden sein. Bei Günther gab es bei ungleichen Rochaden jeweils Drohungen gegen den gegnerischen König. Schließlich setzte sich Günthers Gegner durch. Damit war praktisch die Entscheidung gefallen. Georgs rückständiger Bauer in der e-Linie gab dem Gegenüber eine Angriffsmarke. Schließlich ging der Bauer verloren. Georg konnte weiteren Abtausch nicht gut verhindern und war im Bauernendspiel chancenlos und unsere Niederlage stand fest. Robin hatte trotz ungleichfarbiger Läufer Gewinnchancen, hätte aber die Türme nicht tauschen dürfen. So gab es auch dort ein Remis. Bei der Zweiten gab es die Kuriosität, dass das zweite Brett komplett frei blieb. Volker hatte kurzfristig abgesagt. Ralf Garbe erschien auch nicht. Markus kam ganz gut aus der Eröffnung, bekam aber dann Probleme in der c-Linie. Tobias führte erfolgreich einen königsindischen Angriff. Hendrik gewann die Qualität und hatte klare Gewinnstellung, verhaspelte sich dann aber im Kampf gegen verbundene Zentrumsbauern und verlor sogar noch. Gerhards Gegnerin kam mit einem sehenswerten Königsangriff zum Erfolg. Lasse verlor in der Eröffnung einen Bauern, ließ später die gegnerischen Schwerfiguren in seine Stellung eindringen und verlor auch. Wolfgang kämpfte in schlechter Stellung verbissen und kam noch zum Remis.
Pokal: SC Nidderau - SV Büdingen-Ortenberg 3:1
Die Gäste kamen nur zu dritt und ließen das erste Brett frei, im Pokal eine sehr merkwürdige Entscheidung, zumal sie an diesem Brett Weiß hatten. Vielleicht hatten sie Angst vor Ralf Garbe, der aber leider nicht mitspielen konnte. So hatte Gero kampflos gewonnen. In den anderen Partien entwickelte sich ein harter Kampf. Till hatte die Möglichkeit zu einem Königsangriff, der mit h5 vermutlich durchgeschlagen hätte, aber er entschied sich dazu, den g-Bauern vorzuziehen und auf den rückständigen f-Bauern zu spielen. Klaus hatte sich solide aufgebaut und hätte ausgerechnet mit seinem Lieblingszug f4 entscheidenden Vorteil erlangen können, aber wir reden ihm f4 ja immer aus ;-) Mit dem Zug e4 beging er dann einen groben strategischen Fehler, der den Gegner in Vorteil brachte. Ich (Ralf) opferte in der Eröffnung einen Bauern für gutes Spiel und stellte starke Drohungen gegen seinen König auf. Mein Gegner verteidigte sich aber sehr geschickt. Mit einem Turmzug nach c4 hätte ich Ausgleich haben können, stattdessen sah ich eine Chance mit der Dame über d8-h8 meine Drohungen gegen den König zu verstärken und übersah ein Zwischenschach. Dadurch kam es zum Damentausch und ich blieb mit meinem Minusbauern und schlechterer Stellung zurück. Klaus fing an zu fummeln und erreichte tatsächlich wieder Ausgleich, was seinem Gegenüber so zusetzte, dass er eine verdeckte Springergabel übersah. Damit war der Pokalkampf schon entschieden. Ich hätte aufgeben können, wollte aber Till noch etwas Gesellschaft leisten und spielte bis zum 60. Zug und gab auf. Till stellte immer neue Drohungen auf und zermürbte den Gegner. Als dieser mit einem Turmzug Gegenspiel suchte, sah es so aus, als sollte Till mit einem Zwischenschach den Turm gewinnen können. Plötzlich hing aber auch sein eigener Turm. Die Kombination ging aber trotzdem, weil Tills Bauer nicht mehr aufzuhalten war und so gewannen wir deutlich mit 3:1.
1.Hainstädter SC 1950 - SC Nidderau 5:3
SC Heusenstamm 3 - SC Nidderau 2 5:3
Bei der ersten Mannschaft fehlte Marco, dafür spielte Gerhard. Leider fiel unser Topscorer Klaus kurzfristig aus, so dass wir keinen Ersatz mehr suchen konnten. Das erwies sich als zu große Hypothek. Zwar tauchte mein Gegner zunächst auch nicht auf, aber kurz vor 19 Uhr kam er dann doch noch. Robin sorgte zunächst mit einem schönen Angriff am Königsflügel für den Ausgleich und auch Till hatte die Initiative. Bei Gero, Günther und Axel sah es dagegen nicht so gut aus. Günthers lange Rochade war etwas riskant, aber es gelang ihm trotz Zeitnot in schwieriger Stellung Gegenspiel zu finden, so dass sich sein Gegner letztlich mit Remis durch Dauerschach zufrieden gab. Gerhard spielte sehr solide, hatte zwischendurch sogar einen Bauern mehr. Am Ende war es aber doch ausgeglichen und man einigte sich auf Remis. Tills Angriff schlug durch und wir gingen in Führung, aber die restlichen Stellungen versprachen nichts Gutes. Axel musste einen Bauern hergeben, hätte dafür aber Kompensation gehabt. Der Vorstoß seines d-Bauern als Zwischenzug war aber ungenau und so geriet er in Nachteil und konnte schließlich die Niederlage auch mit großem Kampfgeist nicht verhindern. Gero hatte in der Eröffnung auf b3 die Damen getauscht und hätte gleich mit Schlagen des d-Bauern den Doppelbauern vereinzeln sollen. Dass er dies versäumte, rächte sich, weil er dem einfachen weißen Plan, auf der a-Linie die Türme zu verdoppeln und den a-Bauern zu gewinnen, nichts entgegensetzen konnte. Letztlich ging auch die Partie verloren. Ich (Ralf) hätte mit einem Sieg noch ausgleichen können, hatte auch die prinzipiell die richtige Idee, um in Vorteil zu kommen. Den Plan hätte ich mit einem genaueren Damenzug aber umsetzen können, ohne einen Bauern zu opfern. Den Bauern bekam ich zwar zurück, aber nicht mehr als Ausgleich. Der Versuch, noch auf Gewinn zu spielen, ging dann nach hinten los. Ein vermeintlicher Figurengewinn scheiterte an einem Zwischenschach. Der Fehler beschleunigte die Niederlage. Die Zweite schlug sich zwar achtbar gegen den Favoriten aus Heusenstamm, aber am Ende stand auch eine 3:5-Niederlage. Ole musste kurzfristig durch Benedikt ersetzt werden. Ralf Garbe, Tobias und Stefan kamen zu sicheren Siegen, aber an den anderen Brettern kam am Ende nichts Zählbares mehr dazu.
SC Nidderau - SAbt SU Mühlheim 4,5:3,5
SC Nidderau 2 - VSG 1880 Offenbach 4 7,5:0,5
Die erste Mannschaft trat in Stammbesetzung an. Günther machte ein schnelles Remis. Till, Axel und Klaus gewannen recht schnell einen Bauern, Robin sogar eine Figur. Nur ich (Ralf) patzte schon wieder in der Eröffnung und musste einen Bauern hergeben. Gero griff am Königsflügel an, gestattete dem Gegner aber gute Gegenchancen. Marco verbrauchte viel Zeit und stand etwas gedrückt. Die gute Ausgangsposition ging verloren, als Robin sich bei einem Generalabtausch verrechnete. Mit Mehrfigur forcierte er den Abtausch, stellte dann aber mit Schrecken fest, dass dabei die Mehrfigur wieder verloren ging. Im Endspiel hatte er sogar eine deutlich schlechtere Position. Ich konnte meine Stellung etwas konsolidieren, den Bauern wieder zurückgewinnen, verpasste eine Gelegenheit, in Vorteil zu kommen und willigte in völlig ausgeglichener Stellung ins Remis ein. Marco verlor einen Bauern, konnte diesen aber noch vor der Zeitkontrolle zurückgewinnen und machte auch Remis. Robin konnte das Endspiel nicht halten und wir gerieten in Rückstand. Gero bot in unklarer Stellung Remis, sein Gegner lehnte ab, bot seinerseits zwei Züge später Remis. Weil Gero nun in ein Endspiel mit Mehrbauer abwickeln konnte, lehnte Gero nun ab. Der Mehrbauer war aber nicht verwertbar. Auch Tills Mehrbauer reichte im Springerendspiel nicht zum Sieg, so dass nach den beiden Remisen Axel und Klaus die Entscheidung bringen mussten. Axel gelang das ganz souverän. Er stellte so viele Drohungen auf, dass sein Gegenüber nicht alle parieren konnte. Klaus blieb es vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. Mit einem starken Bauernzug gewann er eine Figur und setzte am Ende sogar Matt.
Die zweite Mannschaft spielte nahezu in Bestbesetzung und ließ dem Gegner keine Chance, obwohl dieser in Stammbesetzung antrat. Es begann mit 3 schnellen Punkten durch Benedikt, Stefan und Wolfgang an den hinteren Brettern. Dann folgten 3 weitere volle Punkte durch Ralf Garbe, Volker und Simon an den vorderen. Als dann auch Markus sein Endspiel gewann, war nur noch die Partie am Spitzenbrett offen. Ole konnte schließlich das etwas schlechtere Endspiel remis halten.
SV Büdingen-Ortenberg - SC Nidderau 4,5:3,5
Am ersten Spieltag mussten wir gleich bei einem Aufstiegsfavoriten antreten. Beide Teams waren mit je einem Ersatzmann am Start. Bei uns spielte Simon für Marco. Leider verpatzte ich (Ralf) gleich die Eröffnung. Im 8. Zug gefiel mir plötzlich der Theoriezug nicht mehr und ich machte den Zug b3, der in ähnlichen Abspielen Standard ist. Als ich den Bauern losließ, sah ich das Malheur. Sein Mehrbauer tauchte als gedeckter Freibauer auf c3 auf und ich hätte gleich aufgeben können, quälte mich aber noch einige Stunden, ohne eine Schummelchance zu bekommen. Besser machten es Klaus und Robin. Die Partie von Klaus war eher unspektakulär. Sein Gegner gestattete ihm, einen Freibauern zu bilden und als dieser auf d6 auftauchte, war die Partie gewonnen. Bei Robin war wesentlich mehr Pfeffer in der Stellung. Er übte starken Druck auf die weiße Königsstellung aus und schloß mit einem hübschen Springerzug ab. Auch bei Gero brannte in der Eröffnung das Brett, überraschenderweise verflachte die Partie dann schnell zu einem Remis. Simon gewann einen Bauern, dann opferte sein Gegner die Qualität für einen Bauern. Nach Überstehen der Zeitnotphase hatte Simon zwar noch die Qualität mehr, aber Weiß hatte sich eine Festung aufgebaut, wo Simon keine Gewinnidee mehr hatte. Da wir da noch mit 2 Punkten führten, machte er Remis. Axel hatte die Qualität für einen Bauern verloren, aber zwei verbundene Freibauern am Damenflügel, so dass sogar ein Sieg möglich schien. Sein Gegner verteidigte sich aber sehr geschickt und konnte mit einem Turmopfer in ein besseres Turmendspiel überleiten und gewinnen. Till ging es ähnlich wie mir. Er verlor in der Eröffnung einen Bauern und kam nie richtig ins Spiel. Nach langem Kampf mussten Till und ich die Segel streichen und wir gerieten erstmals in Rückstand. Günther hatte auch einen Bauern weniger und nach überstandener Zeitkontrolle keinerlei Gewinnchance mehr, so dass man sich am Spitzenbrett auf Remis einigte. Einige der Partien haben wir uns danach bei einem Bier im Hessischen Hof noch angesehen.