Saison 2018/19

SG Wächtersbach/Sotzbach - SC Nidderau 4,5:3,5

 

Die Kuriosität gab es schon vor Beginn der Begegnung. Wir reisten mit 4 Autos an, von denen 2 unabhängig voneinander an der Ausfahrt Wächtersbach vorbeifuhren. Während der Gegner in Stammbesetzung antrat, fehlten bei uns Günther und Robin. Wir hatten aber mit Ralf Garbe und Ole starken Ersatz. Am Spitzenbrett gab es schon nach wenigen Zügen ein Remisangebot. Gero spielte zunächst noch weiter, aber die Stellung war so ausgeglichen, dass es kurz danach doch zum Friedensschluss kam. Dann schlug unser Topscorer zu. Sein Gegenüber öffnete mit f4 die Königsstellung und damit hat Klaus ja Erfahrung, gewann einen wichtigen Bauern und wenig später auch die Partie. Da Marco auf Gewinn und Axel etwas besser stand, sah es nach einem Mannschaftssieg für uns aus, zumal wir ja auch noch Ralf Garbe dabei hatten. Ole konnte ein etwas schlechteres Turmendspiel remis halten. Dann wendete sich leider das Blatt. Marco hatte etwas wenig Zeit und versäumte es, seinen angegriffenen Springer mit Schach auf e7 zu retten, stattdessen überstürzte er den Königsangriff und verlor kurz vor der Zeitkontrolle. Ralf Garbe brachte uns wieder in Führung. Sein Gegner hatte für gutes Spiel eine Figur geopfert, aber Ralf verteidigte sich souverän. Axel hätte mit e5 in Vorteil kommen können, tauschte stattdessen aber den Zentrumsbauern und spielte später gegen das Läuferpaar, verlor einen Bauern und schließlich auch die Partie. Ich (Ralf) hatte im Vorjahr mit dem Marschallangriff gegen Wächtersbach eine Gewinnposition erreicht. Mein Gegner schien sich darauf vorbereitet zu haben. So vermied ich das Risiko und spielte den Spanier klassisch. An einer Stelle hätte ich mit Spiel auf der Grundreihe die Initiative übernehmen können. Stattdessen wollte ich mit g6 meinen Läufer ins Spiel bringen, um Mattdrohungen aufzustellen. Das war aber zu langsam und so geriet ich in Nachteil, konnte mich aber in ein Endspiel mit Minusqualität gegen Mehrbauern retten, dass tot remis war. So musste die Entscheidung am zweiten Brett fallen. Till hatte zwar einen Bauern weniger, aber starke Drohungen auf den schwarzen Feldern. Till verpasste an einer Stelle den Ausgleich und danach spielte sein Gegner seinen Vorteil gekonnt aus. Erst nach Mitternacht fiel schließlich die Entscheidung für Wächtersbach.

SC Nidderau - SC 1952 Obertshausen 5:3

 

SC Nidderau 2 - SF Schöneck 4 1,5:6,5

Bei der ersten Mannschaft fehlten Gero und Axel. Dafür hatten wir aber mit Ole und Ralf Garbe für dieses wichtige Spiel starke Ersatzspieler an Bord. Ziel war es, an den hinteren Brettern unsere Überlegenheit auszuspielen und vorne möglichst Remis halten. Der Plan ging auf. Ralf Garbe überspielte seinen Gegner mühelos und brachte uns in Führung. Klaus gewann eine Figur und Till erarbeitete sich ein vorteilhafte Stellung. Robin und ich (Ralf Mahnke) hatten im Vorjahr gegen die Gegner jeweils verloren. Deshalb entschieden wir uns dafür, die Bretter zu tauschen. Das zahlte sich aus. Robin gab in der Eröffnung einen Bauern für gutes Spiel und gewann diesen später mühelos zurück und erreichte Remis. Ich hatte eine gute Stellung mit Läuferpaar und etwas Druck gegen den d-Bauern. Objektiv war es aber völlig ausgeglichen und ich machte auch Remis. Günther hatte zwischenzeitlich leichten Vorteil aber etwas wenig Zeit, sein Gegner konnte das Remisangebot schwerlich ablehnen. Schließlich kam auch Ole ohne Mühe in einem Turmendspiel zum halben Punkt. Bei den weiterhin guten Stellungen von Klaus und Till war der Mannschaftssieg sehr nahe. Marco hatte in unklarer Stellung sehr viel Zeit verbraucht, spielte dann aber seine Überlegenheit aus und konnte sogar mattsetzen. Der Gegner von Klaus überschritt in hoffnungsloser Lage die Zeit. So roch es sogar nach einem Kantersieg. Till packte einen spektakulären Springerzug auf ein Feld aus, dass von zwei gegnerischen Bauern angegeriffen war. Trotzdem war der Springer tabu. Mit zwei ungenauen Zügen lud er dann aber seinen Gegner zum Kontern ein und verlor sogar noch.

Die zweite Mannschaft hatte nur 3 Stammspieler an Bord. Von den 3 Nachwuchsspielern hielt Lasse am besten dagegen und hatte zwischenzeitlich sogar etwas Vorteil. Am Ende unterlagen sie aber alle. Tobias, Markus und Gerhard machten dann in guten bzw. gewonnenen Stellungen remis. Gerd und Wolfgang kämpften noch lange, konnten aber den Punktestand nicht mehr erhöhen.

SF Neuberg 3 - SC Nidderau 3-5

 

Robin konnte diesmal nicht spielen, dafür kam Volker zum Einsatz. Die Neuberger waren zwar nicht hochkarätig, aber sehr ausgeglichen besetzt. An den vorderen Brettern konnte nur Till einen deutlichen Vorteil aus der Eröffnung holen. Sein Gegner gestattete ihm sogar per Bauerngabel einen Figurengewinn, aber Till nahm das Geschenk nicht an. Till stellte sich solide auf und belästigte die schwarze Dame. Als sein Gegner aufgab, roch es nach Damen- oder Figurengewinn, aber die Aufgabe war etwas voreilig. Verlustgefahr gab es bei Klaus. Sein Gegenüber nahm statt der Qualität lieber einen Bauern und hatte auch in der Folge Chancen, seinen Vorteil zu vergrößern. Irgendwie wurschtelte sich Klaus aber wieder raus und bekam sogar seinen Bauern zurück. So gab es keinen Grund, an den vorderen Brettern zuviel zu riskieren. Gero machte als Erster Remis. Dann folgten Klaus und Axel. Axel ärgerte sich im Nachhinein darüber, statt des ruhigen b6 nicht den Turm aktiv nach d2 gestellt zu haben. In der Tat hätte er damit etwas Initiative gehabt. Als Günther in leicht schlechterer Stellung in eine Zugwiederholung einwilligte, musste die Entscheidung an den hinteren Brettern fallen. Volker hatte sehr solide gespielt und entschied sich, den b-Bauern für den g-Bauern zu geben. Damit hätte er in Vorteil kommen können, allerdings verpasste er es, als Zwischenzug vorher auf f4 zu nehmen. So blieb der weiße f-Bauer auf dem Brett, der bald auf f6 auftauchte und Volker aus dem Konzept brachte. So konnte Neuberg zum 3:3 ausgleichen. Ich (Ralf) hatte mir beim Turnier in Paderborn wieder meine Sicherheit mit Weiß zurückgeholt. Ich hatte dauerhaft die Initiative, weil mein Gegner mit dem Abspiel der königsindischen Verteidigung offenbar nicht ganz vertraut war und konnte über die b-Linie in die schwarze Stellung eindringen und den a-Bauern gewinnen, was dann schnell den vollen Punkt brachte. So brauchte Marco nur noch ein Remis zum Mannschaftssieg. Sein Gegenüber hatte seinen Turm in eine Fesselung gestellt. Weil Marcos Zeit knapp war, begnügte er sich mit dem Qualitätsgewinn. Er hätte auch den Turm umsonst haben können. Danach verschenkte Marco noch einen Bauern und gab Weiß zweimal die Gelegenheit zum Remis. Der Zug zur Zeitkontrolle gewann dann aber den Springer und damit die Partie.

Pokal: SV Bergwinkel - SC Nidderau 2:2

 

Da es haufenweise Absagen gab, waren wir froh, mit 4 Spielern antreten zu können. An allen Brettern hatten unsere Gegner eine höhere DWZ, insofern waren unsere Ambitionen auf ein Weiterkommen überschaubar. Till nahm recht früh ein Remisangebot an. Er stand etwas besser, fand aber keinen Gewinnplan. Vielleicht hätte er noch weitergespielt, wenn er gewusst hätte, dass er noch 5 Stunden zugucken muss. Auch Simon hatte eine gute Stellung, aber seine Zeit wurde knapp und so machte er auch Remis. An unseren Schwarzbrettern war der DWZ-Unterschied besonders groß und deshalb suchte Bergwinkel dort die Entscheidung. Ich (Ralf) hatte einen Bauern weniger, aber nur Bauern auf einem Flügel. Gero stand zwischenzeitlich deutlich schlechter. Ihm gelang es aber immer wieder, den Ausgleich herzustellen. So spielten wir jeweils bis zum letzten Bauern und fast bis Mitternacht, ehe das 2:2 feststand. Im anschließenden Blitzkampf mit vertauschten Farben waren wir dann chancenlos.

SC Nidderau - SF Dettingen 1950 2 3:5

SC Nidderau 2 - SV Kinzigtal Erlensee / Langenselbold 2 1,5:5,5

Der Gegner der Ersten ist mit Abstand die DWZ-stärkste Mannschaft der Liga, allerdings werden sich die Spitzenspieler bald in der ersten Mannschaft festspielen. Insofern war es schade, dass wir schon sehr früh in der Saison auf diesen Gegner trafen. Zudem fiel Marco kurzfristig aus, so dass wir als Außenseiter in die Begegnung gingen. Gero verwechselte im Franzosen zwei Varianten und büßte bereits nach 13 Zügen seine Dame ein und gab kurz danach auf. Die anderen Partien waren aber sehr spannend. Klaus war der Einzige von uns, dessen Gegner eine geringere Wertzahl hatte und diese Überlegenheit spielte er routiniert aus und schaffte den Ausgleich. Während Till und Robin etwas Vorteil hatten, sah es bei Günther und Georg schwierig aus. Axel und ich (Ralf) hatten ausgeglichene Stellungen. Meine Partie endete mit Zugwiederholung. Kurz darauf gab es auch bei Axel das erwartete Remis. Till verdarb mit dem Vorziehen des e-Bauern seine vorteilhafte Stellung und musste dann mit Remis zufrieden sein. Bei Günther gab es bei ungleichen Rochaden jeweils Drohungen gegen den gegnerischen König. Schließlich setzte sich Günthers Gegner durch. Damit war praktisch die Entscheidung gefallen. Georgs rückständiger Bauer in der e-Linie gab dem Gegenüber eine Angriffsmarke. Schließlich ging der Bauer verloren. Georg konnte weiteren Abtausch nicht gut verhindern und war im Bauernendspiel chancenlos und unsere Niederlage stand fest. Robin hatte trotz ungleichfarbiger Läufer Gewinnchancen, hätte aber die Türme nicht tauschen dürfen. So gab es auch dort ein Remis. Bei der Zweiten gab es die Kuriosität, dass das zweite Brett komplett frei blieb. Volker hatte kurzfristig abgesagt. Ralf Garbe erschien auch nicht. Markus kam ganz gut aus der Eröffnung, bekam aber dann Probleme in der c-Linie. Tobias führte erfolgreich einen königsindischen Angriff. Hendrik gewann die Qualität und hatte klare Gewinnstellung, verhaspelte sich dann aber im Kampf gegen verbundene Zentrumsbauern und verlor sogar noch. Gerhards Gegnerin kam mit einem sehenswerten Königsangriff zum Erfolg. Lasse verlor in der Eröffnung einen Bauern, ließ später die gegnerischen Schwerfiguren in seine Stellung eindringen und verlor auch. Wolfgang kämpfte in schlechter Stellung verbissen und kam noch zum Remis.

Pokal: SC Nidderau - SV Büdingen-Ortenberg 3:1

  Die Gäste kamen nur zu dritt und ließen das erste Brett frei, im Pokal eine sehr merkwürdige Entscheidung, zumal sie an diesem Brett Weiß hatten. Vielleicht hatten sie Angst vor Ralf Garbe, der aber leider nicht mitspielen konnte. So hatte Gero kampflos gewonnen. In den anderen Partien entwickelte sich ein harter Kampf. Till hatte die Möglichkeit zu einem Königsangriff, der mit h5 vermutlich durchgeschlagen hätte, aber er entschied sich dazu, den g-Bauern vorzuziehen und auf den rückständigen f-Bauern zu spielen. Klaus hatte sich solide aufgebaut und hätte ausgerechnet mit seinem Lieblingszug f4 entscheidenden Vorteil erlangen können, aber wir reden ihm f4 ja immer aus ;-) Mit dem Zug e4 beging er dann einen groben strategischen Fehler, der den Gegner in Vorteil brachte. Ich (Ralf) opferte in der Eröffnung einen Bauern für gutes Spiel und stellte starke Drohungen gegen seinen König auf. Mein Gegner verteidigte sich aber sehr geschickt. Mit einem Turmzug nach c4 hätte ich Ausgleich haben können, stattdessen sah ich eine Chance mit der Dame über d8-h8 meine Drohungen gegen den König zu verstärken und übersah ein Zwischenschach. Dadurch kam es zum Damentausch und ich blieb mit meinem Minusbauern und schlechterer Stellung zurück. Klaus fing an zu fummeln und erreichte tatsächlich wieder Ausgleich, was seinem Gegenüber so zusetzte, dass er eine verdeckte Springergabel übersah. Damit war der Pokalkampf schon entschieden. Ich hätte aufgeben können, wollte aber Till noch etwas Gesellschaft leisten und spielte bis zum 60. Zug und gab auf. Till stellte immer neue Drohungen auf und zermürbte den Gegner. Als dieser mit einem Turmzug Gegenspiel suchte, sah es so aus, als sollte Till mit einem Zwischenschach den Turm gewinnen können. Plötzlich hing aber auch sein eigener Turm. Die Kombination ging aber trotzdem, weil Tills Bauer nicht mehr aufzuhalten war und so gewannen wir deutlich mit 3:1.

1.Hainstädter SC 1950 - SC Nidderau 5:3

SC Heusenstamm 3 - SC Nidderau 2 5:3

Bei der ersten Mannschaft fehlte Marco, dafür spielte Gerhard. Leider fiel unser Topscorer Klaus kurzfristig aus, so dass wir keinen Ersatz mehr suchen konnten. Das erwies sich als zu große Hypothek. Zwar tauchte mein Gegner zunächst auch nicht auf, aber kurz vor 19 Uhr kam er dann doch noch. Robin sorgte zunächst mit einem schönen Angriff am Königsflügel für den Ausgleich und auch Till hatte die Initiative. Bei Gero, Günther und Axel sah es dagegen nicht so gut aus. Günthers lange Rochade war etwas riskant, aber es gelang ihm trotz Zeitnot in schwieriger Stellung Gegenspiel zu finden, so dass sich sein Gegner letztlich mit Remis durch Dauerschach zufrieden gab. Gerhard spielte sehr solide, hatte zwischendurch sogar einen Bauern mehr. Am Ende war es aber doch ausgeglichen und man einigte sich auf Remis. Tills Angriff schlug durch und wir gingen in Führung, aber die restlichen Stellungen versprachen nichts Gutes. Axel musste einen Bauern hergeben, hätte dafür aber Kompensation gehabt. Der Vorstoß seines d-Bauern als Zwischenzug war aber ungenau und so geriet er in Nachteil und konnte schließlich die Niederlage auch mit großem Kampfgeist nicht verhindern. Gero hatte in der Eröffnung auf b3 die Damen getauscht und hätte gleich mit Schlagen des d-Bauern den Doppelbauern vereinzeln sollen. Dass er dies versäumte, rächte sich, weil er dem einfachen weißen Plan, auf der a-Linie die Türme zu verdoppeln und den a-Bauern zu gewinnen, nichts entgegensetzen konnte. Letztlich ging auch die Partie verloren. Ich (Ralf) hätte mit einem Sieg noch ausgleichen können, hatte auch die prinzipiell die richtige Idee, um in Vorteil zu kommen. Den Plan hätte ich mit einem genaueren Damenzug aber umsetzen können, ohne einen Bauern zu opfern. Den Bauern bekam ich zwar zurück, aber nicht mehr als Ausgleich. Der Versuch, noch auf Gewinn zu spielen, ging dann nach hinten los. Ein vermeintlicher Figurengewinn scheiterte an einem Zwischenschach. Der Fehler beschleunigte die Niederlage. Die Zweite schlug sich zwar achtbar gegen den Favoriten aus Heusenstamm, aber am Ende stand auch eine 3:5-Niederlage. Ole musste kurzfristig durch Benedikt ersetzt werden. Ralf Garbe, Tobias und Stefan kamen zu sicheren Siegen, aber an den anderen Brettern kam am Ende nichts Zählbares mehr dazu.

SC Nidderau - SAbt SU Mühlheim 4,5:3,5

 SC Nidderau 2 - VSG 1880 Offenbach 4 7,5:0,5

Die erste Mannschaft trat in Stammbesetzung an. Günther machte ein schnelles Remis. Till, Axel und Klaus gewannen recht schnell einen Bauern, Robin sogar eine Figur. Nur ich (Ralf) patzte schon wieder in der Eröffnung und musste einen Bauern hergeben. Gero griff am Königsflügel an, gestattete dem Gegner aber gute Gegenchancen. Marco verbrauchte viel Zeit und stand etwas gedrückt. Die gute Ausgangsposition ging verloren, als Robin sich bei einem Generalabtausch verrechnete. Mit Mehrfigur forcierte er den Abtausch, stellte dann aber mit Schrecken fest, dass dabei die Mehrfigur wieder verloren ging. Im Endspiel hatte er sogar eine deutlich schlechtere Position. Ich konnte meine Stellung etwas konsolidieren, den Bauern wieder zurückgewinnen, verpasste eine Gelegenheit, in Vorteil zu kommen und willigte in völlig ausgeglichener Stellung ins Remis ein. Marco verlor einen Bauern, konnte diesen aber noch vor der Zeitkontrolle zurückgewinnen und machte auch Remis. Robin konnte das Endspiel nicht halten und wir gerieten in Rückstand. Gero bot in unklarer Stellung Remis, sein Gegner lehnte ab, bot seinerseits zwei Züge später Remis. Weil Gero nun in ein Endspiel mit Mehrbauer abwickeln konnte, lehnte Gero nun ab. Der Mehrbauer war aber nicht verwertbar. Auch Tills Mehrbauer reichte im Springerendspiel nicht zum Sieg, so dass nach den beiden Remisen Axel und Klaus die Entscheidung bringen mussten. Axel gelang das ganz souverän. Er stellte so viele Drohungen auf, dass sein Gegenüber nicht alle parieren konnte. Klaus blieb es vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. Mit einem starken Bauernzug gewann er eine Figur und setzte am Ende sogar Matt.

Die zweite Mannschaft spielte nahezu in Bestbesetzung und ließ dem Gegner keine Chance, obwohl dieser in Stammbesetzung antrat. Es begann mit 3 schnellen Punkten durch Benedikt, Stefan und Wolfgang an den hinteren Brettern. Dann folgten 3 weitere volle Punkte durch Ralf Garbe, Volker und Simon an den vorderen. Als dann auch Markus sein Endspiel gewann, war nur noch die Partie am Spitzenbrett offen. Ole konnte schließlich das etwas schlechtere Endspiel remis halten.

SV Büdingen-Ortenberg - SC Nidderau 4,5:3,5

Am ersten Spieltag mussten wir gleich bei einem Aufstiegsfavoriten antreten. Beide Teams waren mit je einem Ersatzmann am Start. Bei uns spielte Simon für Marco. Leider verpatzte ich (Ralf) gleich die Eröffnung. Im 8. Zug gefiel mir plötzlich der Theoriezug nicht mehr und ich machte den Zug b3, der in ähnlichen Abspielen Standard ist. Als ich den Bauern losließ, sah ich das Malheur. Sein Mehrbauer tauchte als gedeckter Freibauer auf c3 auf und ich hätte gleich aufgeben können, quälte mich aber noch einige Stunden, ohne eine Schummelchance zu bekommen. Besser machten es Klaus und Robin. Die Partie von Klaus war eher unspektakulär. Sein Gegner gestattete ihm, einen Freibauern zu bilden und als dieser auf d6 auftauchte, war die Partie gewonnen. Bei Robin war wesentlich mehr Pfeffer in der Stellung. Er übte starken Druck auf die weiße Königsstellung aus und schloß mit einem hübschen Springerzug ab. Auch bei Gero brannte in der Eröffnung das Brett, überraschenderweise verflachte die Partie dann schnell zu einem Remis. Simon gewann einen Bauern, dann opferte sein Gegner die Qualität für einen Bauern. Nach Überstehen der Zeitnotphase hatte Simon zwar noch die Qualität mehr, aber Weiß hatte sich eine Festung aufgebaut, wo Simon keine Gewinnidee mehr hatte. Da wir da noch mit 2 Punkten führten, machte er Remis. Axel hatte die Qualität für einen Bauern verloren, aber zwei verbundene Freibauern am Damenflügel, so dass sogar ein Sieg möglich schien. Sein Gegner verteidigte sich aber sehr geschickt und konnte mit einem Turmopfer in ein besseres Turmendspiel überleiten und gewinnen. Till ging es ähnlich wie mir. Er verlor in der Eröffnung einen Bauern und kam nie richtig ins Spiel. Nach langem Kampf mussten Till und ich die Segel streichen und wir gerieten erstmals in Rückstand. Günther hatte auch einen Bauern weniger und nach überstandener Zeitkontrolle keinerlei Gewinnchance mehr, so dass man sich am Spitzenbrett auf Remis einigte. Einige der Partien haben wir uns danach bei einem Bier im Hessischen Hof noch angesehen.

Saison 2017/18

SG Wächtersbach/Sotzbach - SC Nidderau 3,5:4,5

SG Wächtersbach/Sotzbach 2 - SC Nidderau 2 3,5:4,5

Der letzte Spieltag der Saison war für uns ein ungünstiger Termin. Mehrere Stammspieler standen nicht zur Verfügung und wegen eines gleichzeitig stattfindenden Jugendturniers konnten wir auch nicht mit Jugendspielern auffüllen. Zwischenzeitlich zogen wir schon in Erwägung, das Spiel der Zweiten abzusagen. Zum Glück taten wir das nicht. Um die Zweite nicht zu sehr zu schwächen, spielte die Erste ohne Ersatzspieler und gab am zweiten Brett einen kampflosen Punkt ab. Axel hatte auch keinen Gegner, so dass wir beim Stande von 1:1 starteten. Klaus hatte sich daran erinnert, dass man eine Schachpatie auch gewinnen kann, wenn man den f-Bauern nicht anfasst und erspielte sich ganz souverän Raumvorteil, einen Bauern und schließlich den vollen Punkt. Ich (Ralf) riskierte den Marschallangriff, weil es ja nicht mehr um den Klassenerhalt ging und wir folgten einer Partie, die ich vor 32 Jahren auf dem Brett hatte. Als ich mit meinem 19. Zug Te6 eine Mattdrohung aufstellte, fiel mir ein, dass ich damals mit dem prosaischen Zug Te1 fortsetzte. Wenn Weiß den Turm mit Dame nimmt, gibt es ein Matt auf h5 und beim Schlagen mit dem Turm auf g2. Das Auslassen dieser Chance beschäftigte mich, so dass ich in der Folge noch weitere Ungenauigkeiten folgen ließ und am Ende mit einem Remis zufrieden sein musste. Robin spielte sehr stark und nutzte eine Ungenauigkeit des Gegners in der Eröffnung konsequent aus, gewann einen Bauern, dann einen zweiten und beim dritten gab sein Gegner auf. Den Zweipunktevorsprung büssten wir aber wieder ein, weil Simon in völlig ausgeglichener Stellung aber knapper werdender Bedenkzeit eine Abwicklung falsch ausführte und dabei einen Turm einbüßte. Till hatte etwas Probleme mit einem rückständigen Bauern, ließ sich nach einer Unaufmerksamkeit einen Bauern abnehmen, wollte dann in der Zeitnotphase noch etwas verwickeln, verlor dabei aber den zweiten Bauern und auch die Partie. So musste Marcos Partie die Entscheidung bringen. Sein Gegner kombinierte ihm die Qualität ab, um kurz darauf mit einem schwachen Zuge Material zurückzugeben. Plötzlich hatte Marco eine Qualität mehr, allerdings einen Minusbauern. Er sicherte sich aber auf der a-Linie einen Freibauern, der am Ende die Entscheidung brachte. Das Spiel der Zweiten war noch bemerkenswerter. Es ging für den Gegner aus Wächtersbach um den Aufstieg, der mit einem deutlichen Sieg hätte erreicht werden können. Benedikt hatte den Termin verschlafen und musste abgeholt werden. So sah man den als ruhigen Fahrer bekannten Georg etwas mehr Gas geben. Mit zwei kampflos verlorenen Partien ging es eigentlich nur um Schadensbegrenzung und das schien mit einigen Remisen von Hendrik und Markus zu gelingen. Bei Georg stand das Brett in Flammen. Schließlich einigte man sich auch auf Remis. Dann kamen Gerhard und Tobis sogar zu vollen Punkten und es roch nach einer knappen Mannschaftsniederlage. Benedikt hatte eine Figur weniger, aber kämpfte verbissen. Nach einem Fehler des Gegners bekam er die Figur zurück. In dem Endspiel mit gleicher Bauernanzahl spielte er stark auf. Sein Freibauer war schneller als der des Gegners und so wurde Benedikt sogar zum Matchwinner für das Team.

SC Nidderau - SF Neuberg 3 4,5:3,5

Um am letzten Spieltag gegen die starken Wächtersbacher nicht zittern zu müssen, wollten wir im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt gegen die Neuberger gewinnen. Die Vorzeichen waren allerdings ungünstig. Während die Neuberger in Stammbesetzung antraten, mussten wir auf 3 Stammspieler verzichten. Aber gerade unsere Ersatzspieler wurden zum Matchwinner. Wir kamen alle ganz gut aus der Eröffnung. Volker hatte gegen den wertzahlstärkeren Gegner früh die Chance auf Zugwiederholung und nutzte diese zum Remis. Dann hatte aber Marco einen Blackout und verlor. In guter Stellung witterte er eine Springergabel, hatte aber übersehen, dass der Springer nach Zwischenschach verlorengeht. Günther griff wie immer am Königsflügel an und kam souverän zum Sieg. Tobias baute sich solide auf und nutzte eine Ungenauigkeit des Gegners und brachte uns in Führung. Klaus lehnte ein Remisangebot ab und überzog. Das Zusehen bei Simons Partie war nichts für schwache Nerven. Er hatte seinen Gegner völlig überspielt, aber kaum noch Zeit auf der Uhr. Immer wieder waren nur noch Sekunden auf der Uhr, aber letztendlich reichte der Zeitbonus. Das war praktisch die Entscheidung im Mannschaftskampf, weil Till und ich (Ralf) jeweils einen soliden Mehrbauern hatten. Mein Gegner hatte in der Eröffnung ein Schlagen der Dame auf b7 geplant und erst spät gesehen, dass der Bauer vergiftet war. So trat er den Rückzug an und verlor einige Tempi. Er rettete sich in ein Endspiel mit Minusbauer, was ich hätte gewinnen können. Da ich gegen Kinzigtal ein Endspiel mit Mehrbauern überzog, ging ich diesmal auf Nummer sicher und machte Remis. Till spielte fast noch bis Mitternacht, hatte aber nur noch einen Bauern, so dass sich sein Gegner in ein Endspiel mit Turm gegen Turm und Springer hätte retten können. Schließlich machte Till dann auch Remis.

SV Kinzigtal Erlensee / Langenselbold - SC Nidderau 4,5:3,5

Wir hätten fast wieder unserem Image als Angstgegner des Tabellenführers entsprochen. Obwohl wir ersatzgeschwächt waren, ging es gut los. Es gab zwei Kurzremisen von Till und Georg. Die waren zwar beide mit Weiß, aber Till fühlte sich nicht gut und Georg war eingesprungen, weil Robin kurzfristig absagen musste. Axel gewann mit einem taktischen Einschlag zwei Bauern, Günther, Klaus und ich (Ralf) standen gut und die anderen recht sicher. Doch dann gab es Rückschläge. Stefan hatte sich veropfert und gab auf und Axel hatte etwas den Faden verloren. Vor zwei Jahren hatte Axel gegen den gleichen Gegner in klarer Verluststellung einen Konter ausgepackt. Diesmal revanchierte er sich. Erst nahm er einen Figureneinsteller nicht an und dann nahm er die Figur, als es nicht ging. Jetzt mussten wir unsere vorteilhaften Stellungen durchbringen. Klaus gelang das mal wieder souverän. Wolfgang stand etwas schlechter, aber konnte das Turmendspiel remis halten. Ich hätte im Endspiel mit schlechtem Läufer gegen Springer und Mehrbauern den Springer fangen können. Das übersah ich und hatte bald ein totes Remis auf dem Brett. Weil einerseits Günther noch nicht die Zeitkontrolle erreicht hatte und ich andererseits noch die Chance auf den Mannschaftssieg witterte, mein Gegner zudem in Zeitnot war, spielte ich weiter und agierte zu sorglos. Ich verlor zwei Bauern und kämpfte noch bis weit nach Mitternacht bei mehr als 100 Zügen. Zwischendurch hätte ich sogar Remis halten können, übersah aber auch diese Chance. Günther hatte in der Zwischenzeit sicher gewonnen. Da wurden wir Opfer der neuen Zeitregelung. Ohne den Bonus hätte mein Gegner niemals die Zeitkontrolle geschafft und hätte ins Remis einwilligen müssen. Kinzigtal erwies sich als nicht sonderlich regelfest. Erst waren die Uhren falsch gestellt, dann schrieb Stefans Gegner die Züge immer vor dem Ziehen auf und als Krönung wurde meine laufende Partie im Nebenzimmer analysiert.

SC Nidderau - SV Königsspringer 1929 Großauheim 4:4

SC Nidderau 2 - SV Bergwinkel 2 2,5:5,5

Für die Weltreise aus Hanau brauchten unsere Gäste etwas länger. Bis kurz vor 7 tröpfelten dann aber alle Gegner ein und sie waren sogar in Stammbesetzung. Wir mussten Axel und Stefan ersetzen. Dafür spielten Simon und Markus. Insgesamt kamen wir recht gut aus der Eröffnung. Nach meinen zwei Niederlagen in Folge wollte ich (Ralf) nichts riskieren, zumal ich mit Schwarz einen sehr starken Gegner hatte. So machte ich früh remis. Marco hatte bald eine Figur mehr, weil ein Opfer seines Gegners nicht korrekt war. Vorher hatte er aber sehr viel Glück, weil er zweizügig die Dame hätte verlieren können. Klaus hatte die einzige offene Linie in Besitz genommen und gewann dadurch einen Bauern am Damenflügel. Den Vorteil brachte er sicher nach Hause. Bei Günther musste man nur wegen der knappen Zeit Sorge haben. Sein Gegner wollte die Zeitnot ausnutzen und opferte eine Figur, um die Stellung zu verkomplizieren. Günther meisterte aber die Situation und kam noch vor der Zeitkontrolle zum Sieg. Dann hatten wir aber das Gefühl eines Deja-vu. Auch gegen Mühlheim hatten wir eine 3-Punkte-Führung aus der Hand gegeben. Simon kämpfte in einer schlechten Stellung gegen einen gedeckten Freibauern, kam in Zeitnot und konnte die Stellung nicht mehr halten. Till hatte sich solide aufgebaut, lockerte aber mit f6 die Königsstellung und konnte den folgenden Königsangriff nicht parieren. Robin hatte sich eine gute Position erspielt, aber sein bärenstarker Gegner lauert auf jede Ungenauigkeit. So schlug Robins Angriff am Damenflügel nicht durch, es endstand ein Endspiel mit Turm gegen Läufer und Springer. Nachdem Robin zweimal seinen Turm auf die Farbe des Läufers gestellt und damit je einen Bauern einbüßte, war die Partie verloren. So blieb es Markus vorbehalten, für den Endstand zu sorgen. Er hatte einen soliden Mehrbauern, fand aber keinen Plan, seinen Vorteil umzusetzen. Nachdem er gute Chancen ausgelassen hatte und die Position seines Gegners besser wurde, willigte er ins Remis ein. Der Spatz in der Hand ...

Die Zweite war stark ersatzgeschwächt, hatte zudem ja zwei Spieler an die Erste abgegeben. Sie schlug sich gegen den Tabellenführer aber achtbar. Fünf Spieler kamen zum Remis und auch unsere beiden Nachwuchsspieler waren nicht chancenlos und lassen für die Zukunft einiges erhoffen.

1. Hainstädter SC - SC Nidderau  4,5:3,5

Wir gingen favorisiert in diese Partie und waren auch gut besetzt. Für den grippekranken Stefan kam Simon zum Einsatz. Fast alle Nidderauer kamen aus der Eröffnung mit Vorteil heraus. Nur ich (Ralf) hatte ein unnötiges Qualitätsopfer gebracht und hatte dafür nicht ausreichende Kompensation. Axel hatte mit druckvollem Spiel gegen den Stonewall deutlichen Vorteil erlangt. Ein scheinbar gewinnbringender Zug brachte doch nicht den erhofften Vorteil und so willigte Axel bei noch je zwei verbliebenen Schwerfiguren ins Remis ein. Till hatte für die Initiative zwei Bauern geopfert. Die Opfer waren zwar korrekt, aber das ständige Ausweichen des Damentausches brachte den Gegner dazu, seine Stellung zu konsolidieren. Dann nahm dieser den 3. Bauern. Dieser war vergiftet, aber Till nahm die Chance nicht wahr und verlor. Robin hatte sich eine gute Angriffstellung erspielt und konnte auf einen rückständigen Bauern spielen. Mit dem Vorrücken der Bauern am Königsflügel hatte er aber wenig Fortune und so wendete sich das Blatt und Robin verlor. Glücklicherweise erwiesen sich unsere hinteren Bretter als Erfolgsgaranten. Ganz souverän führten Simon, Marco und Klaus ihre vorteilhaften Positionen zum vollen Punkt. Die Führung büßten wir wieder ein, weil ich das Endspiel mit Minusqualität nicht halten konnte. So musste Günthers Partie die Entscheidung bringen. Er kam mit Vorteil aus der Eröffnung, hatte aber einen weißen Bauernzug übersehen, mit der die Dame abgelenkt wurde und damit sein Springer verloren ging. Er kämpfte aber großartig weiter und hatte reale Remischancen. Als gegen Mitternacht die Zeit knapp wurde, nahm er den angebotenen Damentausch an, hatte aber bei seiner Berechnung eine Springergabel übersehen und so fehlten im Bauernendspiel ein paar Tempi und er gab auf.

SC Nidderau - SC 1952 Obertshausen 3:5

SC Nidderau  2 - SC Heusenstamm 3 1:7

Es war insgesamt ein verkorkster Abend. Der Hausmeister vermochte es nicht, die Tischtennisspieler aus der Halle zu vertreiben, zudem kam das Spielmaterial erst 20 Minuten nach dem vereinbarten Termin an. Zumindest gelang es uns, noch einigermaßen pünklich mit beiden Teams vollzählig zu starten. Bei der Ersten fehlte Axel. Dafür spielte Markus. Obwohl wir an 7 Brettern eine etwas niedrigere Wertzahl hatten, war der Start vielversprechend. Till, Günther, Robin, Klaus und Markus kamen mit Vorteil aus der Eröffnung. Markus konnte den Vorteil des besseren Läufers aber nicht ausnutzen und man einigte sich schnell auf Remis. Ich (Ralf) hatte nach der Eröffnung Ausgleich, brachte ein Bauernofer, was im Remissinne durchaus korrekt war, aber ein stark aussehender Zwischenzug, mit dem ich seinen Springer fesselte, erwies sich als Bummerang. Ich musste ins Springerendspiel abwickeln, wo ich mit meinem Minusbauern chancenlos war. Günther verpasste den Vorteil, als er auf e5 nicht wiedernahm, sondern den c-Bauern schlug. Danach musste er sich ums Remis bemühen, was ihm auch gelang. Robin hätte auf d6 einen Bauern gewinnen können, verpasste die Möglichkeit und musste sich gegen den königsindischen Angriff wehren, der sich dann aber als zu heftig erwies und Robin das Handtuch werfen musste. Stefan kam bereits mit einem schlechten Bauernzug in der Eröffnung in Nachteil, ließ seinen König recht lange in der Mitte, rochierte auf die falsche Seite und verlor auch. So war maximal noch ein 4:4 drin, aber Till hatte seine gute Position eingebüßt. Mit dem Schlagen des h6-Läufers hätte er seinen Eröffnungsvorteil zementieren können, aber danach konsolidierte der Gegner seine Stellung und nach dem Damentausch erwies sich Tills Läufer als doch nicht so stark wie erhofft. Klaus und Marco sorgten dafür, dass wir nochmal herankamen. Klaus hatte schon früh einen Bauern gewonnen, holte sich noch einen zweiten und kam dann mit dem Vorschieben seiner Zentrumsbauern zum Gewinn. Marco hatte sich solide aufgebaut, wartete auf seine Chance, startete einen Minoritätsangriff am Damenflügel und hatte damit Erfolg. Till verlor einen Bauern, kämpfte noch eine Weile, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern. Bei der zweiten Mannschaft sah es noch schlechter aus. Die 3 letzten Bretter gingen recht schnell verloren. Georg stellte in klarer Gewinnstellung den Turm ein, Hendrik hatte zwischenzeitlich 2 Mehrbauern, es reichte aber nicht zum Gewinn. Schließlich sprangen nur zwei Remisen von Wolfgang und Hendrik heraus.

SAbt SU Mühlheim - SC Nidderau  4:4

Da bei Mühlheim das etatmäßig erste Brett fehlte, während wir in Stammbesetzung antreten konnten, gingen wir leicht favorisiert in die Begegnung. Klaus hatte in der Eröffnung einen Bauern gewonnen, leistete sich aber einen groben strategischen Schnitzer mit einem Bauernzug im Zentrum. So konnte sein Gegner das Läuferpaar ins Spiel bringen und Klaus Dame belästigen. Er konnte einer Zugwiederholung nicht ausweichen und man einigte sich auf Remis. Ich (Ralf) musste mich gegen den Möllerangriff der Italienischen Partie verteidigen, blitzte die ersten 17 Züge runter, verwechselte zwar dann die Zugreihenfolge, aber Weiß nutzte das nicht aus. Ich stellte Drohungen auf der h-Linie auf, konnte die Damen tauschen und mit 2 Mehrbauern den Sieg locker eintüten. Stefan stellte in der Eröffnung einen Bauern ein, bekam Kompensation, verhaspelte sich aber nach einem nicht berechneten Damenzug und es gingen weitere 2 Bauern verloren. Trotzdem sah es für die Mannschaft nicht schlecht aus. Robin konnte gegen den Königsinder durch seine Theoriekenntnisse eine vorteilhafte Stellung erreichen, Till gewann mit einem mutigen Figurenopfer zwei Bauern und Axel konnte auf b7 schlagen, was ausnahmsweise nicht anrüchig war. Bei Marco sah es ausgeglichen aus. Günther kam in der Eröffnung in die Defensive, aber man konnte die Hoffnung haben, dass sein Gegner überzieht. Robin zeigte sich auch taktisch auf der Höhe, mit einem starken Bauernzug leitete er eine Kombination ein, in deren Folge er einen Turm für 2 Bauern gewann und unseren Vorsprung ausbaute. Leider verpasste es Till, seinen c-Bauern zu decken, bevor er seine Königsflügelbauern in Bewegung setzte. So büßte er einen Bauern wieder ein und bei ungleichfarbigen Läufern reichte es nicht zum Gewinn. Marco konnte sich einen gedeckten Freibauern sichern, schob diesen aber bereits im nächsten Zug vor, so dass er zum Angriffsobjekt wurde. Axel überspielte seinen Gegner und erhöhte auf 4:1. Irgendwo sollte doch noch der halbe Punkt drin sein. Stefan hatte sich wieder etwas konsolidiert, aber immer noch gegen 2 Mehrbauern zu kämpfen. Günthers Gegner spielte weiter druckvoll. In schlechter Stellung und knapper werdender Zeit büßte Günther die Dame gegen Turm ein, kämpfte noch ein paar Züge und gab auf. Marco hatte noch eine Figur für 2 Bauern geopfert, hätte aber mit Decken seines vorgerückten Bauern gute Remischancen gehabt. Es entschied sich aber für eine aktivere Spielweise, die völlig nach hinten losging. Da auch in der Begegnung Jäger gegen Wolf, wo im Märchen üblicherweise der Jäger gewinnt, diesmal der Wolf triumphierte, reichte es insgesamt nur zur Punkteteilung.

Mädchen-Grand-Prix

Großer Erfolg für die ganz Kleinen

Beim Mädchen-Grand-Prix vom 08.-10.September in Oberreifenberg nahmen drei Mädchen des SC Nidderau teil. Bei diesem Wochenende ging es nicht nur um das Schachspiel, sondern auch das Rahmenprogamm in der Jugendherberge, nur unter Mädchen, hatte einen hohen Stellenwert. Sophie Rust kam in der stark besetzten U12 bei ihrem ersten Turnier auf einen guten achten Patz und ließ einige erfahrene Spielerinnen hinter sich. Selin Yalta und Viktoria Jäger konnten sich für das Deutschlandfinale der U10 im nächsten Jahr qualifizieren. Und das obwohl beide noch zwei Jahre lang in der U8 startberechtigt sind. Für Selin war es ihr erstes Turnier mit dem sie gleich mit dem Siegerpokal nach Hause kam. Viktoria die hier Zweite wurde hat schon einige Turniere gespielt und im letzten Jahr den Titel der Bezirksmeisterin gewonnen. Das Schachspielen haben die beiden jüngsten in der Schach AG der Struwwelpeterschule in Niederdorfelden gelernt die von Viktorias Vater Stefan Jäger geleitet und vom Schachclub Nidderau unterstützt wird. Beide spielen und trainieren seit diesem Sommer im Schachclub Nidderau.

 

SC Nidderau - SF Schöneck 3  4:4

SC Nidderau 2 - SF Schöneck 4  4,5:3,5

Die Schönecker schaffen es immer wieder trotz zahlreicher Ausfälle, schlagkräftige Teams aufzustellen. So standen ihrer dritten Mannschaft nur zwei Stammspieler zur Verfügung. Aber die Ersatzspieler hatten Qualität. Insbesondere unsere Freunde Gero Poetsch und Brian Everett machten uns das Leben schwer. Axel verunglückte die Eröffnung. Ein Damenausfall kam zu früh. Sie war angreifbar und erleichterte Gero die Entwicklung. Entscheidend war aber erst der natürlich anmutende Läuferzug auf g7, der eine Figur und schnell auch die Partie kostete. Stefan suchte schnell das Endspiel, um dort seine Stärken auszuspielen, verlor aber einen Bauern und konnte die Stellung nicht mehr halten. Till nahm früh ein Remisangebot an. Seine Stellung war etwas verdächtig (eingeklemmter Turm und Doppelbauer), aber er stand sogar etwas besser. Ich (Ralf) hätte in der Eröffnung einen Bauern gewinnen können, zog aber den Abschluss der Entwicklung vor und wollte dann seinen vermeintlich schwachen d-Bauern belagern. Das war aber die falsche Entscheidung. Burhan konnte den Bauern auflösen und hätte bei anderer Schlagreihenfolge auf d4 sogar leichten Vorteil bekommen können. Ich bot Damentausch an, der mir einen Bauern eingebracht hätte, aber Burhan verdoppelte bei knapp werdender Zeit die Türme auf der d-Linie und verlor dabei eine Figur und schnell auch die Partie. Marco konnte ausgleichen. Obwohl er erst kurz vor 7 Uhr von der Arbeit kam, spielte er mit der knappen Zeit ganz solide seine Stärke aus. Robins Partie stand lange auf Messers Schneide. Er hatte die Qualität gewonnen, aber sein Gegner begann einen gefährlichen Bauernmarsch am Damenflügel. Robin hätte mit einem Königsmarsch zum Damenflügel die Stellung halten können, aber er verließ sich auf einen Angriff auf der h-Linie mit Matt- bzw. zumindest Dauerschachdrohungen. Den konnte sein Gegner aber ausweichen und so entschied der durchgelaufene a-Bauer. Mit den beiden Partien von Günther und Klaus hatten wir dennoch noch Hoffnung auf einen Mannschaftserfolg. Günther hatte eine Figur gegen 2 Bauern gewonnen und gute Angriffschancen am Königsflügel. Die Stellung von Klaus war noch unklar. Plötzlich verlor Klaus durch einen Doppelangriff eine Figur und wir sahen alle Felle davon schwimmen. Er hatte zwar Kompensation mit zwei gewonnenen Bauern, aber es war nicht klar, ob sie ausreicht. Sein Gegner bot remis und wir bestärkten Klaus darin, anzunehmen. Allerdings stand Klaus dort besser. Günther musste zwar noch lange spielen, um unseren Punktgewinn zu sichern, das gelang ihm aber souverän und am Ende sogar mit Mattsetzung.

Etwas überraschend gewann unsere zweite Mannschaft. Mittwoch sah es noch so aus, dass wir keine Mannschaft zusammenbekommen würden, aber mit Unterstützung von zwei Jugendlichen bekamen wir doch noch 8 Spieler ans Brett. Bei 3 Remisen an den Brettern 4 bis 6 und zwei Niederlagen unsere Jugendspieler, sah es zwischenzeitlich nicht so gut aus, aber auf unsere Spitzenbretter war Verlass und so drehten Simon, Volker und Wolfgang noch das Spiel.

SV Büdingen-Ortenberg - SC Nidderau 3:5

Gleich am ersten Spieltag wartete ein starker Gegner auf die Aufstiegshelden der Vorsaison. Bei uns fehlte Stefan, dafür spielte Wolfgang. Beim Gegner fehlten zwei Stammspieler. Sie hatten aber starke Ersatzspieler an Bord. So musste Wolfgang gegen einen Spieler mit fast 300 DWZ-Punkten mehr antreten. Zum Hauptthema entwickelte sich ein in der Mitte verbleibender König. Sowohl Wolfgang als auch ich (Ralf) machten damit schlechte Erfahrung. Wolfgang wurde mit einem schlechten Springerzug aktiv, statt zu rochieren und ich versuchte im Königsgambit den Mehrbauern zu klammern und musste dafür den König in der Mitte lassen, was mein Gegner geschickt ausnutzte und mich in eine Verlustposition brachte. Zum Glück nutzte Robin konsequent die Ungenauigkeiten seines Gegenübers und entschied die Partie am Ende mit einer Springergabel. Wolfgang musste bald darauf die Segel streichen. Till und Axel konnten ihrem Anzugsvorteil nicht ausnutzen, hielten aber nach zwischenzeitlich leicht schlechterer Stellung das Gleichgewicht und machten Remis. Mein Gegner verließ sich auf seinen inzwischen gewonnenen Mehrbauern und tauschte alles ab, so dass ich meine schlechte Stellung etwas konsolidieren konnte. Im Turmendspiel mit bis auf c7 vorgerücktem Bauern, fand er nicht den Weg, meinen Schachgeboten auszuweichen, so dass ich noch glücklich zum Remis kam. Inzwischen hatte sich Marco eine Mehrfigur erspielt, Klaus eine zugeschobene Stellung und Günthers Gegner noch den König in der Mitte. So war am Ende unser Mannschaftssieg ungefährdet. Marco knüpfte sogar noch ein Mattnetz. Günther spielte trotz geringer werdender Zeit groß auf. Die neue Zeitregel dürfte ihm entgegenkommen. Insbesondere der Zug Kh8 als Vorbereitung seines Angriffs war meisterlich. Nach Damenverlust gab sein Gegner schließlich auf. Klaus machte daraufhin sofort Remis.

Saison 2016/17

SC Nidderau - SF Schöneck 4 5,5:2,5

SC Nidderau 2 - SC 1952 Obertshausen 3 2,5:5,5

Trotz des zeitgleichen Antretens beider Mannschaften und des Ausfalls der 3 Spitzenbretter der Ersten hatten wir wenig Mühe, 16 Spieler zusammenzubekommen. Wir konnten uns sogar den Luxus leisten, Tobias zuschauen zu lassen. Obwohl unser Topscorer Klaus verschlafen hatte und etwas später kam, sorgte er wieder für den ersten vollen Punkt für die Erste. Ein Doppelangriff gewann eine Figur und in der Folge noch mehr Material. Kurz vorher hatte Benedikt verloren. Er hatte sich gut aufgestellt, aber dann etwas überhastet gezogen und die Qualität eingestellt. Robin gewann am zweiten Brett kampflos. Das war aber erst der Punkt zum 3:1, weil vorher auch noch Stefan mit einem Doppelangriff am Königsflügel zum Erfolg kam. Nikolas veropferte sich bereits zu Beginn auf f7 und bekam dann noch Probleme mit seinem König in der Mitte und wurde schließlich Matt gesetzt. Simon hatte den stärksten Schönecker Gegner und machte in minimal besserer Stellung remis. Auch die restlichen zwei Partien waren noch vor der Zeitkontrolle beendet. Ich (Ralf) hatte einen Bauern gewonnen und mein Gegenüber wollte ihn sich mit Ablenkung der Dame zurückholen, hatte aber übersehen, dass ich den angebotenen Bauern mit Schach nehmen konnte. Durch den Frust über der Fauxpas ließ er auch noch die Dame stehen. Marco setzte den Schlusspunkt mit einer Bauerngabel, wodurch er eine Figur gewann und dann alles abtauschen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie der Zweiten noch in vollem Gange. Erst 3 etwas glückliche Remisen durch Wolfgang, Markus und Holger standen zu Buche. Der Gegner war insgesamt gut besetzt und hochmotiviert. Mit etwas Glück hätte es zu einem 4:4 reichen können. Insbesondere unser Senior Robert Schwarz spielte groß auf, ließ sich auch durch einen Qualitätsverlust nicht beirren und erreichte eine Gewinnstellung, willigte nach kräftezehrendem Spiel ins Remis ein. Gerhard ließ im Schwerfigurenendspiel eine Gewinnchance aus, büßte zwei Bauern ein und verlor. Vorher mussten schon Richard und Gerd Niederlagen hinnehmen. Georg opferte in schwieriger Stellung die Qualität, verlor dazu noch seinen Freibauern und sah sich zwei verbundenen Freibauern gegenüber. Doch plötzlich fing er an zu zaubern, stellte mit Läufer und Dame immer wieder Mattdrohungen auf und sicherte sich das Remis.

SC Ronneburg - SC Nidderau 3,5:4,5

Das Orakel hatte unsere Aufstiegschancen schon vor der Begegnung mit 100 Prozent eingeschätzt. Trotzdem war es rechnerisch noch nicht geschafft und außerdem wollten wir den ersten Platz sicherstellen. Simon ersetzte bei uns Marco. Auch die Ronneburger traten nahezu in stärkster Besetzung an. Auch wenn unser Erfolgsrezept: "Keiner verliert und Klaus gewinnt" am Ende aufging, hing unser Erfolg am seidenen Faden. Axel kam gut aus der Eröffnung, sein Gegner verteidigte sich aber geschickt und so musste Axel ins Remis einwilligen. Robin gewann einen Bauern, ein potentieller Freibauer am Damenflügel gab seinem Gegner Kompensation und auch da kam es zur Punkteteilung. Schließlich einigte sich auch Simon und sein Gegnüber in ausgeglichener Stellung auf Remis. Klaus sicherte nach langer Rochade erst seine Königsstellung und griff dann am Königsflügel entscheidend an. Seinen Status als Topscorer der Liga konnte er damit zementieren. Mit etwas Glück kam Stefan zum Remis. Er opferte in guter Stellung einen Bauern, hatte dafür aber nicht genung Kompensation. Sein Gegner traute sich aber nicht, die Stellung auf Sieg zu spielen. Ich (Ralf) stand im Italiener etwas passiv, lauerte aber auf meine Chance, die dann auch kam. Nach einer Zugwiederholung war ich in der komplizierten Stellung fast geneigt, das dritte Remisangebot meines Gegners anzunehmen, als ich sah, dass Till eine Figur verliert. Mit einem schwachen Läuferzug büsste ich meinen Vorteil ein, um nach einem weiteren Fehler sogar auf Verlust zu stehen. Günther hatte sich wie gewohnt gut aufgebaut und einen Angriff am Königsflügel vorbereitet. Mit einem Springeropfer auf g6 hätte er in Vorteil kommen können, aber die Zeit wurde wieder knapp. Mit Erreichen der Zeitkontrolle war die Stellung ausgeglichen. Till hatte zwar die Figur eingebüßt, aber sein Gegner konnte den Schachgeboten der Dame nicht entfliehen. So reklamierte Till erfolgreich dreimalige Stellungswiederholung. Ich wollte nicht als einziger Stammspieler in der Saison eine Partie verlieren und bemühte mich um Schummelchancen, stellte Drohungen auf und mein Gegner willigte schließlich etwas entkräftet ins Remis ein, obwohl die Schlussstellung immer noch verloren war. Günther machte mit seinem Remis den Mannschaftssieg perfekt und wir konnten in Altheldenbergen unseren Aufstieg feiern.

SC Nidderau - VSG 1880 Offenbach 3 6:2

Der Bedeutung dieses Spiels angemessen spielten beide Mannschaften in Stammbesetzung. Nach einer Stunde hatten Marco und ich (Ralf) deutlichen Stellungsvorteil. Alle anderen Partien waren hart umkämpft. Den Führungstreffer erzielte aber wie immer Klaus, der seinen Status als Topscorer der Liga festigen konnte. Eigentlich hatte er im Endspiel nur einen geringen Vorteil, aber dann ließ sein Gegner einen Bauern stehen, der zweite fiel auch gleich und er gab sofort auf. Ich hatte eine Kombination aufs Brett gebracht, wo ich ein Restabbild hatte und der Figurengewinn nicht wie geplant funktionierte. Trotzdem gab es einen Gewinnzug, den ich übersah. So opferte ich die Qualität. Bei immer noch guter Stellung bot ich Remis, weil ein Offenbacher gerade bei Robin einen Punkt in die Ergebnisliste eingetragen hatte. Es stellte sich aber heraus, dass Robin Remis gemacht hatte. Sein deutlich wertzahlstärkerer Gegner hatte in leicht besserer Stellung etwas überraschend Robins Angebot angenommen. Mein Gegner nahm auch an. Ich musste mich über den verschenkten halben Punkt nur kurz ärgern. Marco hatte bereits in der Eröffnung zwei Bauern gewonnen und Stefan konnte in einer anfangs etwas schlechteren Stellung mit einem geschickten Bauernzug kontern und gewann dabei sogar eine Figur. Der Nimbus, dass in dieser Saison noch kein Stammspieler verloren hat, geriet bei Axels Partie in Gefahr. In scheinbar relativ ausgeglichener Stellung trumpfte plötzlich das Läuferpaar des Gegners auf. Es kam fast zu einem Streitfall, weil Axels Gegner auf c6 einen Bauern nahm, der weiße Läufer zum Teil auf d6 stand und Axel beim Zurechtrücken j'adoube sagte. Der Offenbacher hatte fälschlicherweise Axels Aussage erst nach dem Berühren der Figur wahrgenommen und bestand auf dem Schlagen des Läufers. Das tat Axel aber sowieso. Im Endspiel Springer gegen Läufer verteidigte sich Axel dann sehr geschickt. Günther spielte sehr souverän, konnte Zug für Zug seine Stellung verbessern und gewann schließlich eine Figur und die Partie. Till stand nach der Eröffnung etwa schlechter, konnte dann aber ausgleichen und bot Remis, was sein Gegner annahm. Scheinbar glaubten die Offenbacher nicht wirklich mehr an eine Wende. Axel kam tatsächlich noch zu einer Punkteteilung. Marco blieb es dann überlassen, den Mannschaftssieg einzufahren. Nach dem dritten gewonnenen Bauern gab sein Gegenüber entnervt auf. Stefans Gegner hatte in der Saison bisher genauso viele Punkte wie Klaus geholt und spielte eisern bis zum Ende und gab erst einen Zug vor dem Matt auf.

SC Nidderau 2 - SK Gründau 2 3,5:4,5

Obwohl den Nidderauern 3 Stammspieler fehlten, sah es früh nach einer klaren Angelegenheit aus. Die ersten beiden Bretter mussten die Gründauer frei lassen und an den letzten vier Brettern spielten die Nidderauer groß auf. Zudem waren die Partien von Georg und Holger ausgeglichen. Benedikt war der Erste, der seinen Stellungsvorteil in einen vollen Punkt ummünzen konnte. Erst gewann er die Qualität, dann noch eine Figur und blieb am Drücker bis sein Gegenüber resignierte. Gerhard und Gerd hatten jeweils einen soliden Mehrbauern und Hendrik bekam seinen Gambitbauern mit toller Stellung zurück. Doch plötzlich war der Wurm drin. Holger veropferte sich, Gerhards Gegner bekam Gegenspiel und Hendrik wickelte zum falschen Zeitpunkt ins Bauernendspiel ab. Gerd hätte leicht die Dame erobern können, aber wickelte in ein Turmendspiel ab. Das war zwar immer noch deutlich vorteilhaft, aber im Gefühl des sicheren Vorsprungs machte er lieber Remis. Er setzte auf den Mehrbauern von Holger und hatte übersehen, dass Holger ein Figur weniger hatte. Trotzdem gab es noch genügend Chancen für die Nidderauer. Georg nahm im Turmendspiel bei einem Abtausch den falschen Bauern, so dass der nicht geschlagene d-Bauer die Entscheidung brachte. Hendrik wollte das 4:4 sichern und bot Remis, machte dabei aber in Remisstellung den Verlustzug. Auch Gerhard konnte nicht mehr für den Ausgleich sorgen. In ausgeglichener Stellung hatte er eine Mattdrohung übersehen und musste ins Bauernendspiel abwickeln, wo der gegnerische Freibauer auf der h-Linie die Entscheidung brachte.

SV Königsspringer 1929 Großauheim 2 - SC Nidderau 1,5:6,5

Da mit Axel und Stefan wieder zwei Stammspieler fehlten rechneten wir beim Tabellenvierten mit einem engen Spiel. Unsere Ersatzspieler bauten sich sehr solide auf und kamen nie in Verlustgefahr. An den anderen Brettern deuteten sich Vorteile für uns an. Ich (Ralf) konnte die Qualität gewinnen, Marco hatte einen gedeckten Freibauern, Till einen starken Bauern auf e4 mit der Aussicht, das schwache Feld d3 auszunutzen und Günther startete wie gewohnt seinen Königsangriff. Markus hatte dreimal die gleiche Stellung (sogar hintereinander) und reklamierte das beim Gegner, der gleichzeitig Schiedsrichter der Begegnung war. Hier muss uns Stefan erklären, wie wir uns hätten verhalten sollen, denn Markus Gegner glaubte das nicht und spielte einfach weiter. Es gab von unseren Gegnern einige Remisangebote. Hendrik nahm in ganz ausgeglichener Stellung als erster an. Dann folgte Robin. Er stand zwar etwas besser, aber weil wir alle gut standen, wollte er nichts riskieren. Ausgerechnet Klaus, bei dem nach der Eröffnung kein Vorteil zu erkennen war, gewann die erste Partie, indem er geschickt einen Königsangriff konterte. Till landete im Turmendspiel, wo er mit dem König die Damenflügelbauern einsammeln konnte. Das war der zweite volle Punkt. Günther hatte für die letzten 10 Züge nur noch 2 Minuten, aber das reichte für den Mattangriff, so dass noch vor der Zeitkontrolle die Entscheidung fiel. Schließlich konnte Marco in ein Bauernendspiel abwickeln und der gedeckte Freibauer brachte die Entscheidung. Ich hatte nach meinem deutlichen Vorteil etwas sorglos weitergespielt und musste sogar die Qualität wieder zurückgeben. 3 verbundene Freibauer am Damenflügel reichten aber trotz ungleichfarbiger Läufer zum Sieg. Schließlich willigte auch Markus Gegner endlich in das Remis ein. So hatten wir allen Grund, beim Italiener auf den Sieg anzustoßen.

SK 1959 Bischofsheim - SC Nidderau 4:4

Unserem Senior Robert Schwarz unterlief gleich in der Eröffnung ein falscher Bauernzug, der ihn sofort in eine defensive Position brachte und die Stellung fiel schnell zusammen. Klaus überspielte seinen Gegner auch bereits nach wenigen Zügen und konnte zum 1:1 ausgleichen. Ich (Ralf) büßte nach einem Abwartezug meinen Anzugsvorteil ein, mein Gegner kam zum völligen Ausgleich und bot Remis. Da Volker klar auf Gewinn stand, wollte ich schon einwilligen, als plötzlich ein Geraune im Spiellokal zu hören war. Volker war in eine ungefährliche Springergabel gelaufen und hätte mit einem Zwischenschach seinen Vorteil festhalten können, übersah aber, dass eine zweite Figur angegriffen war. Mit der Minusfigur gab er dann bald auf. Stefan kam mit Vorteil aus der Eröffnung, verzettelte sich im Mittelspiel etwas und bekam in ausgeglichener Stellung ein Remisangebot, das er nach Rücksprache annahm, weil in den noch offenen Partien gute Chancen für uns bestanden. Till demonstrierte eindrucksvoll die Stärke des Philidordoppelbauern und konnte den Mannschaftsstand wieder ausgleichen. An den anderen Brettern lief es aber nicht mehr so gut. Günther griff wie gewohnt am Königsflügel an, sein Gegner schnappte sich einen vergifteten Bauern, aber Günther fand nicht die optimale Fortsetzung, zudem wurde seine Zeit wieder etwas knapp. Nach der Zeitkontrolle hatte er schon mit dem Gedanken gespielt, aufzugeben. Robin hatte sich eine gute Position erarbeitet und suchte mit einem aktiven Läuferzug die Entscheidung. Dabei übersah er einen Zwischenzug und büßte die Qualität ein. In der Folge konnte Robin aber immer wieder Drohungen aufstellen und seinen Gegner trotz des materiellen Nachteils beschäftigen. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, meine immer noch völlig ausgeglichene Stellung bis zum Ende kneten zu müssen und lehnte mehrere Remisangebote ab. Letztlich kamen wir mit einem blauen Auge davon. Günthers Gegner hatte sich verkombiniert und eine Figur verloren, so dass die Stellung für beide nicht mehr zu gewinnen war. Auch Robins Gegner sah ein, dass er seinen Materialvorteil nicht umsetzen konnte. So blieb es mir vorbehalten, ebenfalls mit Remis den 4:4-Endstand zu sichern. Den Abend ließen wir wieder bei Klaus ausklingen, wo bei Bier und leckerem Erbseneintopf die gerade gespielten Partien analysiert wurden.

SC Nidderau 2 - SC Somborn 1933 3,5:4,5

Die Begegnung begann mit einem Kurzremis am 8. Brett. Gerd konnte nach wenigen Zügen eine Figur gewinnen, wählte aber die falsche Abwicklung und landete in einer ausgeglichenen Position. Bei Gerhard und Holger liefen die Eröffnungen nicht optimal. Gerhard hatte schnell einen Bauern weniger und Holgers König stand nach langer Rochade sehr unglücklich. Aber auch die Nidderauer hatten Chancen. Georg landete in einem Turmendspiel, was zwischendurch mal leicht gewinnbar war, aber wo nie Verlustgefahr drohte. Hendrik gewann im Mittelspiel einen Bauern und auch Simon hätte in Vorteil kommen können. Wolfgang kam nicht so gut aus der Eröffnung, aber sein Gegenüber nahm sein Remisgebot an. Als Georg sich im Endspiel verzettelte und sogar noch verlor, Gerhard mitten auf dem Brett Matt gesetzt wurde und Holger mit einem Läuferspieß seine Dame einbüsste, war die Mannschaftsniederlage so gut wie sicher. Deshalb willigten Markus und Simon in ziemlich ausgeglichenen Stellungen ins Remis ein. Doch plötzlich brannte bei Holger das Brett. Sein Gegner wollte mit einem Springerschach die Fronten schnell klären und verkomplizierte bei knapper Zeit unnötig die Stellung, büsste zwei Leichtfiguren ein und fand sich plötzlich in der Defensive. Holger fand die besten Züge und gewann noch vor der Zeitkontrolle. Leider hatte Hendrik zu diesem Zeitpunkt seine zwischenzeitlich vorteilhafte Position eingebüßt. Im Mannschaftssinne kämpfte er aber bis zum Schluss und lehnte auch in Verluststellung noch Remis ab. Am Ende musste er aber doch in die Punkteteilung einwilligen.

SC Nidderau - SF Hailer-Meerholz 3,5:0,5

Die Nidderauer Spieler gingen sehr konzentriert in die Partien. Robin lud seinen Gegner in einer bekannten Stellung zu einem Läuferopfer auf f7 ein. Das ist zwar inkorrekt, kam aber sogar in Großmeisterpartien vor. Robin verteidigte sich souverän und hatte bald 2 Mehrfiguren. Nach dem Damentausch gab sein Gegner auf. Vorher hatte Klaus ein Remisangebot bekommen. Er hatte auf einen rückständigen Bauern in halboffener Linie spielen wollen, den Bauern aber nicht konsequent blockiert, so dass die Stellung völlig ausgeglichen war. Da alle anderen Nidderauer gut standen, nahm Klaus an. Günther spielte eine Partie wie aus einem Guss und hatte sogar einen deutlichen Zeitvorsprung! Mit dem Sprengungszug e5 stellte er seinen Gegner vor unlösbare Probleme und konnte am Ende sogar Matt setzen. Till hatte sich ebenfalls eine vorteilhafte Stellung herausgearbeitet, verspielte diese aber mit einem ungenauen Läuferzug. Als sein Gegner in völlig ausgeglichener Stellung Remis bot, hatte Till übersehen, dass Günther gerade Schach gegeben hatte und schätzte dessen Stellung als unklar ein und spielte lieber noch weiter. Weiß hätte das Remis mit Blockade von Tills Bauern am Damenflügel leicht erzwingen können, verpasste aber diese Chance und gestattete Till, die Bauernwalze in Bewegung zu setzen. Nach Günthers Sieg bot sein Gegenüber abermals Remis und gab sofort auf, als Till weiterspielte. Diese Geste sollte wohl sein Unverständnis signalisieren, warum man in einer bedeutungslosen Partie eine Remisstellung weiterspielt, aber zu diesem Zeitpunkt war die Stellung für Till trivial gewonnen und die Aufgabe völlig gerechtfertigt.

SV Bergwinkel 2 - SC Nidderau 2 3,5:4,5

Die zweite Mannschaft ist nicht zu stoppen, Bergwinkel 2 wurde gestern mit nur 7 Spielern (Georg musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen) 4,5 : 3,5 besiegt! Volkers Gegner tauschte die Damen im Endspiel, was er sofort mit dem richtigen Zug zum Stellungs- und Partiegewinn nutzte. Ich (Holger) schob meinen Gegner in die Enge und gewann dann mit Angriff am Königsflügel. Tobias, Markus und Hendrik spielten sichere Remis. Beim Stand von 3,5:3,5 hatte Wolfgang ein Remisangebot im Turmendspiel vom Gegner, das er überraschend ablehnte, denn er hatte wohl als einziger den Gewinnzug gesehen, den sein Gegner nicht abwehren konnte. So hatten wir dann Grund unseren überraschenden Sieg im nächsten Lokal zu feiern.

SC 1952 Obertshausen 2 - SC Nidderau 2:6

Bei uns fehlten Till und Marco, dafür spielten Simon und Wolfgang. Beim Gegner fehlte das zweite Brett, sie hatten aber einen Ersatzsspieler parat, der deutlich stärker agierte als seine Wertzahl vermuten ließ. Wir hatten einen guten Auftakt. Der Gegner von Klaus misshandelte ein Gambit und hatte keinerlei Kompensation für die geopferten Bauern. Simon nutzte eine Schwächung am Damenflügel rigoros aus und mein Gegner klammerte beim Damengambit den Mehrbauern, was mir ein starkes Druckspiel ermöglichte. Auch Axel hatte bald einen soliden Mehrbauern. Als Klaus, Simon und ich die Vorteile zu einem 3:0 verwerten konnten, witterte Axels Gegner mit einem Abzugsschach einen Qualitätsgewinn und sah dann mit Schrecken, dass er wegen Damenverlust den Turm gar nicht nehmen konnte. Stefans Gegner hatte einen königsindischen Angriff gekonnt vorgetragen und Stefan hatte Mühe, die gegnerischen Drohungen zu parieren. In immer noch etwas schlechterer Stellung nutzte Stefan eine Zugwiederholung zum Remisgebot, was der Gegner annahm. Damit war der Mannschaftssieg fast eingefahren, den Axel sicher stellte. Das Ende seiner Partie war recht amüsant. Axel nahm die Dame zum Mattsetzen in die Hand, da sah sein Gegner das Übel, wollte aufgeben und schlug Axel dabei versehentlich die Dame aus der Hand. Die restlichen Stellungen waren für uns eher problematisch. Wolfgang war von Beginn an in die Defensive geraten und sein Gegner führte den Mattangriff sehr virtous inklusive Figurenopfer. Auch Robin war im Mittelspiel in Nachteil geraten, setzte aber mit dem Opfer zweier Figuren gegen einen Turm ganz auf seine Schwerfiguren. Die platzierte er zunächst auf der offenen c-Linie und dann auf der zweiten Reihe. Trotz großen materiellen Vorteils gestattete der Gegner Robin ein 4 zügiges Matt inklusive Damenopfer, was er sich aber nicht mehr zeigen ließ. Günther hatte wieder etwas viel Zeit verbraucht und den Plan des Vorstoß des b-Bauern gegen den holländischen Stonewall nicht konsequent verfolgt und so einigte man sich kurz vor der Zeitkontrolle auf Remis. Fast zeitgleich musste Wolfgang die Segel streichen. Den Abend ließen wir dann bei Klaus mit Chili con carne, selbstgebackenem Kuchen und ein paar Bier ausklingen und analysierten die gerade gespielten Partien.

SC Nidderau - SV Kinzigtal Erlensee / Langenselbold 2 5,5:2,5

Wir gingen etwas ersatzgeschwächt in die Begegnung. Axel, Marco und Stefan hatten abgesagt, aber mit Holger, Wolfgang und Robert hatten wir starke Ersatzspieler an Bord. Die Kinzigtaler ließen sogar zwei Bretter frei, so dass Till und Robert kampflos gewannen. Ich (Ralf) hatte im Benoni aus der Eröffnung einen Vorteil herausgeholt, aber mit f3 unnötig meine Stellung geschwächt und meinem Gegenüber Gegenchancen gegeben. In ausgeglichener Stellung erhielt ich ein Remisangebot. Da wir 2:0 führten und Wolfgang eine Figur sowie Robin und Klaus einen Bauern mehr hatten, nahm ich das Remis an. Ich sollte später noch zweifeln, ob das eine gute Entscheidung war. Denn plötzlich drohte die Begegnung zu kippen. Klaus verlor die Qualität und es war etwas unklar, ob er genügend Kompensation hatte. Holger hatte einen Bauern weniger, aber mit einer Springergabel die Chance auszugleichen. Stattdessen brachte er ein spektakuläres, aber unkorrektes Turmopfer, um dem gegnerischen König auf die Pelle zu rücken. Wolfgang hatte inzwischen neben der Figur auch noch einen Bauern mehr. Er verpasste einige Chancen zu vereinfachen und vertiefte sich in die Stellung, wo er wegen eines Königsangriffs noch etwas aufpassen musste. In der Annahme, die 40 Züge bereits absolviert zu haben, überschritt er in klar gewonnener Stellung die Zeit. Da zu diesem Zeitpunkt auch Günthers Zeit etwas knapp wurde und es unklar war, ob Robins Mehrbauer zum vollen Punkt reichen würde, drohte sogar noch eine Mannschaftsniederlage. Aber das Blatt wendete sich wieder zu unseren Gunsten. Holgers Angriff schlug zwar nicht durch und er musste das Handtuch werfen, aber Robin gewann durch einen sehenswerten Mattangriff mit Turm und Springer. Günthers Gegner nahm einen vergifteten Bauern und verlor dabei eine Figur. Nun musste Günther nur noch die Zeitkontrolle schaffen. Aber es blieb Klaus vorbehalten, den Sack zu zu machen. Er stellte immer wieder Drohungen gegen den nackten gegnerischen König auf und konnte schließlich noch weitere 2 Bauern gewinnen. Im Endspiel hatte er trotz Minusqualität einen deutlichen Vorteil. Als auch der letzte weiße Bauer verloren ging, gab sein Gegner auf. Günther schaffte locker die Zeitkontolle und erhöhte zu einem am Ende doch recht deutlichen Erfolg.

SV Königsspringer Großauheim 3 - SC Nidderau 2  4:4

Die Nidderauer konnten nahezu in Stammbesetzung antreten. Gerhard Limberger ersetzte Hendrik Nitschner. Beim Gegner fehlten zwei Stammspieler. Großauheim konnte aber auf zwei starke Ersatzspieler zurückgreifen. Diese sorgten dann auch für eine 2:0-Führung der Gastgeber. Gerhard konnte den weißen Freibauern auf der b-Linie nicht stoppen und Georg verlor recht schnell Haus und Hof. Markus konnte in ein Bauernendspiel mit gleicher Bauernanzahl abwickeln, das er mit der Bauernmajorität am Damenflügel sicher zum Sieg führte. Wolfgang hatte etwas Kompensation für einen eingebüßten Bauern und machte Remis. Die drohende Mannschaftsniederlage wendeten Volker und Holger ab. Volker stand zunächst etwas schlechter aber kam zu einem Konter mit sehenswertem Mattangriff, während Holger von Beginn an das Spiel dominierte und dem in der Mitte stehenden gegnerischen König auf die Pelle rückte und ebenfalls mit Mattangriff gewann. Simon sicherte am Spitzenbrett mit Remis den Mannschaftspunkt. Robert konnte dann sogar noch um den Mannschaftssieg kämpfen, aber die Belagerung seines f2-Bauern entschied schließlich die Partie für seinen Gegner.

Saison 2015/16

SC Nidderau - SC 1952 Obertshausen 2 5,5:2,5

 

 

Schon vor dem Anpfiff erreichte uns die Hiobsbotschaft, dass Gelnhausen das Spiel gegen Schöneck 3 kampflos aufgegeben hat. Die Hoffnung, dass nicht auch noch Heusenstamm solche Wettbewerbsverzerrung begeht, war leider unbegründet. Insofern war unser Sieg gegen Obertshausen 2 völlig wertlos.

 

 

Die Obertshäuser demonstrierten, wie man Fair Play praktiziert. Obwohl ihr Abstieg lange feststand, rückten sie in Bestbesetzung an, allerdings fehlte ihr 4. Brett. Das notwendige 7:1 für den Klassenerhalt war insofern völlig unrealistisch, zumal es unserem Mannschaftleiter offenbar nicht gut ging und er nach 8 Zügen Theorie in leicht vorteilhafter Stellung ins Remis einwilligte.

 

 

Unsere Gegner überhäuften uns mit Remisangeboten, die wir zunächst allesamt ablehnten. Dem kampflosen Punkt durch Axel konnte ich (Ralf M) den nächsten vollen Punkt hinzufügen. Mein Gegner verlor durch einen Doppelangriff einen Bauern und geriet dann völlig aus dem Konzept.

 

 

Tills Gegner verteidigte sich hartnäckig und die Abwicklung zu einer toten Remisstellung ließ sich nicht verhindern. Simon machte auch zum richtigen Zeitpunkt Remis, nachdem sich sein anfänglicher Vorteil verflüchtigt hatte.

 

 

Klaus hatte mit starken Springermaneuvern einen Bauern gewonnen und verwertete seinen Stellungsvorteil zum vollen Punkt und stellte den Mannschaftssieg sicher. Robin hatte sich zwar wie gewohnt gut aufgebaut, verpasste aber die Chance zu e5 und geriet auf die Verliererstraße.

 

 

So blieb Günther der Abschluss vorbehalten. Er hatte eine gute Stellung, aber wieder mit der Zeit zu kämpfen. In der Zeitnotphase hatte er Glück, dass er nur mit geringem Nachteil die Zeitkontrolle erreichte. Sein Gegner nahm ein Remisangebot nicht an und so konnte Günther seine Stärke im Endspiel ausspielen und gewann.

 

 


 

 

SV Büdingen-Ortenberg - SC Nidderau 4:4

Vor dem Spiel war klar, dass uns im Abstiegskampf nur ein Sieg hilft. Durch die Punktverluste der Konkurrenz sind wir totz des 4:4 noch im Rennen, müssen aber auf Schrittmacherdienste von Gelnhausen und Heusenstamm hoffen und selbst gegen Obertshausen gewinnen. Es ging recht gut los. Axel, Till und Klaus hatten aus der Eröffnung einen Vorteil herausgeholt und Axel konnte sein Spiel mit einem spektakulären Figurenopfer mit Mattangriff krönen. Leider glich Büdingen postwendend aus. Robin hatte die Eröffnung zwar super gespielt, aber eine Ungenauigkeit reichte seinem Gegner, um einen starken Königsangriff zu entfachen. Robin konnte die Abwicklung in ein verlorenes Bauernendspiel nicht verhindern. Till brachte uns wieder in Führung, wobei sein Gegenüber in schlechter Stellung mit einem unkorrekten Figurenopfer mithalf. Günther hatte aus der Eröffnung keinen Vorteil herausgeholt und machte Remis. Anschließend verschlechterte sich leider die vorher aussichtsreiche Lage. Marco hatte mit einem schlechten Springerzug einen wichtigen Bauern eingebüsst und kämpfte vergeblich um Gegenspiel, Simon geriet in eine passive Position mit schlechterer Zeit und Klaus sah sich trotz Mehrbauern einem starken Königsangriff ausgesetzt. Zum Glück konnte Simon seine Stellung wieder konsolidieren und sein Gegner willigte ins Remis ein. Marcos Gegner schloss die Partie mit einem nicht zu parierenden Mattangriff ab. Die Stellung von Klaus war sehr schwierig, aber mit e5 hätte er sich befreien können und eine ausgeglichene Stellung erreicht. Stattdessen versuchte er mit einem Turmzug nach h8 den weißen Angriff zu parieren. Dabei übersah er eine Mattkombination. So musste Ralf Garbe versuchen, mit einem Sieg wenigstens noch einen Mannschaftspunkt zu retten. Er stand zwischenzeitlich leicht besser, aber mit Erreichen der Zeitkontrolle war die Stellung ziemlich ausgeglichen. Mit dem Angebot zum Läufertausch geriet Schwarz aber wieder in leichten Nachteil. Ralf behandelte das Turmendspiel exzellent und schaffte doch noch den Sieg zum 4:4-Endstand.

 

SC Nidderau - SV Kinzigtal Erlensee / Langenselbold 4:4

Erstmals hatten wir alle Spieler an Bord. Da sich Simon schon festgespielt hatte und Klaus sich etwas unsicher fühlte, verzichtete er auf seinen Einsatz. Der Plan unserer Aufstellung schien diesmal aufzugehen: vorne Remis spielen und hinten die Punkte holen. An den letzten 3 Brettern standen wir von Beginn an gut, auch Axel kam mit Vorteil aus der Eröffnung. So machten ich (Ralf M) und Ralf Garbe in ausgeglichenen Stellungen remis. Axel hätte ein paar mal mit f4 einen entscheidenden Vorteil erzielen können, verpasste diesen zwar, aber als sein Gegner Remis bot, stand er besser und lehnte zunächst ab. Als Robins Gegner ein Remisgebot annahm, machte Axel dann aus mannschaftstaktischen Gründen doch Remis. Marco hatte mit einer taktischen Finte einen Zentrumsbauern erobert und hatte wenig Mühe, seinen Vorteil rasch auszubauen. So stand es 3:2. Till erhöhte auf 4:2. Er hatte aus der Eröffnung eine gute Stellung herausgeholt, den Vorteil aber mit einem ungenauen Springerzug wieder eingebüsst. Als er sich langsam wieder etwas Vorteil erarbeiten konnte, machte sein Gegner einen scheinbar aktiven Damenzug, doch die Dame saß in der Falle und wurde vom Läuferpaar abgeholt. Simon und Günther boten remis, was Ihre Gegner trotz schlechten Stellungen ablehnen mussten. Es roch nach einem 6:2, doch die Zeit war nicht unser Freund. Erst büsste Simon bei knapper werdender Bedenkzeit mit zwei schlechten Turmzügen seine bessere Position ein. Er konnte die Stellung dann wenigstens ausgeglichen halten, aber im 37. Zug wurde ihm seine knappe Zeit zum Verhängnis. Die Zeitkontrolle schaffte er gerade noch, aber die Partie war verloren. Günther hatte sich diesmal die Zeit besser eingeteilt, hatte sogar stellenweise mehr Zeit als der Gegner. Ihm gelang ein entscheidender Bauerngewinn am Damenflügel, büsste den mit einem falschen Springerzug wieder ein. In beiderseitiger Zeitnot hätte Günthers Gegner Matt setzen können. Als die Zeitkontrolle geschafft war, ergab sich eine Stellung, die völlig ausgeglichen, aber immer noch schwierig war. Günther wählte zunächst den richtigen Weg zum Remis, musste eine Mattdrohung abwehren und nahm dafür die falsche Figur. So geriet er doch noch in die Mattfalle.

 

Pokal: SC Nidderau - SF Neuberg 2 1,5:2,5

DWZ-mäßig gingen wir leicht favorisiert in diesen Wettkampf. Am Spitzenbrett verdarb Ralf Garbe bereits in der Eröffnung seine Stellung, weil er einen vermeintlichen Figurengewinn witterte. So musste er schon nach wenigen Zügen das Remisangebot seines Gegners annehmen. In der Folge wurden auch die anderen Stellungen der Nidderauer immer schlechter. Till geriet nach einem automatischen Rückzug seines angegriffenen Läufers in die Defensive und es lag immer der Sprengungszug d5 mit deutlichem schwarzen Vorteil in der Luft. Günther wollte am Königsflügel angreifen, aber sein Gegner konterte geschickt im Zentrum, so dass Günther neben der schlechteren Zeit auch die leicht schlechtere Stellung bekam. Klaus hatte sich sehr solide aufgebaut und wollte am Damenflügel aktiv werden, während sein Gegenüber am Königsflügel vorging und dort gefährliche Drohungen aufstellte. Eine Wende deutete sich an, als Tills Gegner einen unbedachten Springerzug ausführte und gleich noch ein paar schwache Züge folgen ließ uns schließlich aufgab. Nun brauchten wir nur noch einen halben Punkt an den verbleibenden beiden Brettern. Bei Günther war abzusehen, dass er die Zeitkontrolle schafft und er hatte zwischendurch auch mal etwas Vorteil, gab den aber mit einem Zentrumsvorstoß wieder aus den Händen. 4 Züge vor der Zeitkontrolle gab ihm sein Gegner aber nochmal die Chance zum Ausgleich. Mit dem 40. Zug stellte Günther seinen König auf das falsche Feld, verdarb aber erst mit dem folgenden Zug die Stellung, weil er nicht bemerkt hatte, dass die Zeitkontrolle geschafft war. Der schwarze Freibauer war nicht mehr aufzuhalten und Günther gab auf. So ruhten unsere Hoffnungen auf Klaus. Er hatte die Qualität geopfert, aber gute Gegenchancen und im 36. Zug die Chance auf Remis. Seine Zeit war auch etwas knapp und so übersah er diese Möglichkeit. Schließlich musste er sich dem starken weißen Angriff geschlagen geben.

 

SF Schöneck 3 - SC Nidderau 4:4

Da vermutlich 3 Mannschaften aus der Bezirksoberliga absteigen, stand uns mit erst 3 gewonnenen Punkten das Wasser bis zum Hals. Zudem fehlten mit Ralf Garbe und Axel Benkner zwei wichtige Spieler. Glücklicherweise konnten wir mit Simon und Holger starken Ersatz aufbieten. Da mehrere Spieler in der Vergangenheit im jeweils anderen Verein spielten, trafen wir auf viele alte Bekannte. Dass wir die Begegnung nicht gewinnen konnten, lag in erster Linie daran, dass Familie Poetsch den Papst in der Tasche hatte und aus 2 klar verlorenen Stellungen 2 Punkte holte, aber der Reihe nach: Klaus folgte der Empfehlung unseres Trainers und spielte Königsindisch im Anzug. Das hätte er besser nicht getan, denn offenbar fühlte er sich in der Stellung nicht zu Hause. Ein unmotivierter Läuferzug kostete ein Tempo und als Klaus merkte, dass er aus der Eröffnung schlecht rausgekommen ist, bot er Remis. Als Brian weiterspielte, gab Klaus sofort auf. In der Folge wäre die Qualität verloren gegangen, aber man hätte durchaus noch weiterspielen können. Familie Poetsch demonstrierte, wie man in verlorenen Stellungen vorgeht. Gero nahm gegen Robin einen vergifteten Bauern und büsste dabei eine Figur ein und Leonore hätte nach 17 Zügen gegen Till aufgeben können. Das Matt war nur noch unter erheblichen Materialverlust zu verhindern. Doch Till führte den Angriff ungenau, so dass sich Leonore mit einem Damenzug befreien konnte. Statt die Damen zu tauschen und in einer schlechten Stellung auf Verteidigung umzuschwenken, wich Till dem Tausch aus und verlor einen Springer und bald auch die Partie. Robin machte ein paar ungenaue Züge und Gero bekam immer mehr Kompensation für die Figur. Als es materiell immer noch besser für Robin aussah, aber objektiv Gero schon leichten Vorteil hatte, bot Gero Remis. Da wir zwei Punkte hinten waren, spielte Robin weiter. Ich bestärkte ihn noch darin, hatte die Stellung aber auch falsch eingeschätzt. Als dann auch noch Holger in total zugeschobener Stellung einen Bauern verlor, schien der Mannschaftskampf schon entschieden zu sein. Doch Holger konnte die Bauern blockieren, so dass für seinen Gegner kein Durchkommen mehr war. Man einigte sich auf Remis. Da Robin verlor, waren wir trotzdem mit 3 Punkten hinten. Marco gab dann das Signal in Richtung Aufholjagd. Im letzten Jahr hatte er sich vom Gebahren des Schönecker Nachwuchstalents durcheinander bingen lassen und eine klare Gewinnstellung zum Remis vergeigt. Diesmal kam er mit einer konzentrierten Leistung zum Gewinn. Ich (Ralf) kam gut aus der Eröffnung und fühlte mich auch nach der Abwicklung ins Endspiel recht wohl, hatte das Läuferpaar gegen Läufer und Springer bei etwas besserer Bauernstruktur. Ein paar ungenaue Züge brachten mich aber in die Defensive, so dass ich in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abwickeln musste, wo ich etwas schlechter stand. Ein weiterer schlechter Zug kostete dann einen Bauern und ich opferte noch einen zweiten, weil ich mir sicher war, seine verbundenen zwei Bauern am Königsflügel blockieren zu können. Das gelang mir auch, allerdings unter Mithilfe des Gegners. An der Stelle hatte Fortuna mal uns zugelächelt. Günthers Vortrag war mal wieder wie aus einem Guss. Wie gewohnt wurde vor der Zeitkontrolle die Zeit knapp, aber sie reichte noch, um seinen Angriff zum Erfolg zu führen. So stand es gegen 22 Uhr 3:4 und Simon musste auf Gewinn spielen. Da er einen soliden Mehrbauern hatte, waren wir optimistisch. Allerdings verbrauchte Simon für die 6 Züge nach der Zeitkontrolle über eine halbe Stunde und brachte uns Zuschauer zum Schwitzen. Letztlich gelang es ihm aber schon deutlich nach Mitternacht, den Punkt zum 4:4 einzufahren und wir konnten in Altheldenbergen bei einem Bier darauf anstoßen.

 

Kreisliga:  Nidderau 2 - Bergwinkel 3     4,5 - 1,5

Mit 3 Ersatzspielern und einer tollen Mannschaftsleistung, bei der alle Spieler punkteten, wurde der Tabellenletzte Bergwinkel 3 geschlagen. Fast 3 Stunden sah es bei vielen Brettern Remis aus, doch am Ende haben wir uns durchgekämpft und gewonnen. 

Den Anfang machte Markus Limberger, der ein Turmendspiel taktisch gut spielte, bis sein Gegner aufgab. Hendrik Nitschner spielte mit kleinem Positionsvorteil Remis für die Mannschaft. Simon Giehl lockte den gegnerischen König in eine Gabel-Mattfalle, wonach sein Gegner sofort aufgab. Wolfgang Jähnert spielte Remis für den Mannschaftssieg. Holger Zwier gewann nach Opfer und Gabeldrohung ein lange zeit in Remisstellung hart umkämpftes Spiel. Letztendlich spielte Gerhard Limberger in ausgeglichener Stellung Remis.

So hatten wir nach knapp 4 Stunden 3 Siege und 3 jeweils bis zum Endspiel durchgekämpfte Remis. Die 2. Nidderauer Schachmannschaft steht nun mit 7 Punkten aus 4 Spielen auf dem 3. Platz der Kreisliga.

(Bericht Holger Zwier)

Pokal: SV Büdingen-Ortenberg - SC Nidderau 1,5:2,5

Unser Gegner trat in starker Besetzung auf, während wir kurzfristig den Ausfall von Ralf Garbe kompensieren mussten. Trotzdem hatten wir an 3 Brettern noch ein leichtes DWZ-Plus. Die Partien waren hart umkämpft, aber es zeichnete sich sehr schnell ab, dass wir eine gute Chance haben, das Viertelfinale zu erreichen. Ich (Ralf M) hatte einen Königsinder auf dem Brett. Statt den üblichen Königsangriff mit f4 und folgenden Bauernvormarsch zu starten, ließ mein Gegenüber den Bauern auf f5 stehen und öffnete unmotiviert das Zentrum. Mein Entwicklungsvorsprung brachte schnell die Entscheidung. Auch Tills Partie war wieder wie aus einem Guss. In einem Königsinder mit Wolga-Gambit-Motiv gewann Till schnell den geopferten Bauern zurück und hatte mit dem geschwächten d-Bauern eine Angriffsmarke, die den Anziehenden dauerhafte Probleme bereitete. In der Folge eroberte Till den a-Bauern und bekam schließlich auf der c-Linie einen Freibauern, der nicht mehr aufzuhalten war. Nun brauchten wir nur noch einen halben Punkt, den Klaus routiniert einfuhr. Sein Gegner hatte zwar überwiegend die Initiative, aber Klaus konnte alle Drohungen parieren. Spannend war Günthers Partie am Spitzenbrett. Nach 19 Zügen hatte er sich eine klar bessere Stellung erarbeitet und sogar einen Zeitvorteil von 5 Minuten! Doch dann bot sein Gegner Damentausch an und Günther verbrauchte für die Antwort mehr als die Hälfte seiner Restbedenkzeit. Er entschied sich letztlich für einen Zug, der nicht so stark war. Trotzdem hatte er noch Vorteil. Die Stellung blieb aber kompliziert und Günthers Zeit war zu knapp. Ein chancenreiches, aber unkorrektes Qualitätsopfer wurde von seinem Gegner gekonnt widerlegt, so dass Büdingen das Ergebnis noch freundlicher gestalten konnte.

 

SC Nidderau - SC 1934 Gelnhausen 2 2:6

Unser Gegner trat in Stammbesetzung an, während bei uns Marco ausfiel und durch Markus ersetzt wurde. Wir erwischten einen guten Auftakt. Schon im 13. Zug konnte Till mit einem Doppelangriff eine Figur gewinnen und erhöhte seinen materiellen Vorteil mit jedem weiteren Zug, so dass sein Gegenüber früh aufgeben musste. Axels Gegner ließ eine Springergabel zu und verlor eine Qualität. Doch dann war wieder der Wurm drin. Insbesondere die Nachwuchstalente an den beiden letzten Brettern setzten uns gehörig zu. Ein ungenauer Bauernzug brachte Klaus in die Defensive und sein Gegner konnte mit dem Hebel f4 den Vorteil zementieren. Statt zu klammern suchte Klaus etwas Gegenspiel, was misslang und Gelnhausen ausgleichen konnte. Die Partie von Markus war taktisch geprägt und der Vorteil wechselte mehrfach. Am Ende musste Markus seiner fehlenden Spielpraxis Tribut zollen, als er in leicht schlechterer Stellung einen Turm einstellte. Am Spitzenbrett gab es ein Kurzremis. Günther verfiel in seine alte Schwäche und es lief ihm im Mittelspiel die Zeit davon. Am Ende waren noch mehr Züge auszuführen als Sekunden auf der Uhr und die Stellung wurde immer schlechter, so dass er kurz vor der Zeitkontrolle die Zeit überschritt. Es sah nun nach einer klaren Angelegenheit für Gelnhausen aus, aber plötzlich ergab sich noch die Chance auf ein 4:4. Robin konnte durch gute Theoriekenntnisse glänzen, kam durch einen ungenauen Königszug etwas in die Defensive, aber es gelang ihm in der Folge immer weiter, die Stellung zu konsolidieren, so dass ein Remis drin war. Axel hatte immer noch die Mehrqualitität. Ich (Ralf M) hatte in der Eröffnung einen Vorteil erzielt, dann aber dem Grundsatz vertraut, erst die Entwicklung abzuschließen, bevor man aktiv wird. Das war in der Stellung falsch, so dass ich in der Folge den Vorteil einbüßte und sogar in Nachteil geriet. Als mein Gegner kurz vor der Zeitkontrolle mir mit einem taktischen Maneuver den Garaus machen wollte, lief er in eine Springergabel, so dass ich die Dame für zwei Figuren bekam. Plötzlich ließ sich Axel aus heiterem Himmel mattsetzen. Damit war die Mannschaftsniederlage besiegelt. Bei mir kam dann auch eine alte Schwäche durch. Ich ärgerte mich über einen vermeintlich schlechten Turmzug, mit dem ich meine Dame zurückopfern musste und machte erst danach den entscheidenen Fehler, indem ich automatisch seinen Springer statt den Läufer nahm und die klare Gewinnstellung zum Remis vergeigte. Robins Stellung war tot remis. Bei ungleichfarbigen Läufern war jeweils noch ein Turm auf dem Brett. Robin hatte die schlechtere Zeit und sein Gegner wollte ihn über die Zeit heben, was dann auch gelang. Mit nur noch 2 Minuten auf der Uhr machte Robin einen ungenauen Turmzug, der die Partie noch nicht verdarb, ihn aber in eine defensive Position brachte und kurze Zeit später stellte er den Turm ein.

 

SAbt SU Mühlheim - SC Nidderau 2,5:5,5

Nach dem verkorksten Saisonauftakt standen wir erheblich unter Druck und mussten in Mühlheim unbedingt gewinnen. Das schafften wir auch relativ ungefährdet. Vom Stamm fehlte Axel, dafür kam Wolfgang Jähnert zu seinem zweiten Einsatz. Lediglich die beiden Mühlheimer Ersatzspieler bereiteten uns unerwartete Schwierigkeiten und spielten deutlich stärker als ihre Wertzahl vermuten ließ. An den vorderen 6 Brettern waren wir mehr oder weniger durchgängig in Vorteil. Marco lockerte mit Kh2 und g3 unnötig seine Königsstellung und wurde mit einer taktischen Finte überrascht. Es ging zwar zunächst nur ein Bauer verloren, aber die Königsstellung blieb anrüchig und am Ende lief Marco in eine Mattfalle. Günther konnte ausgleichen. Bis zum 15. Zug hatte er deutlichen Zeitvorteil! Auch wenn er diesen mit dem 16. Zug wieder einbüsste, hat sich das lange Nachdenken gelohnt, denn er lockte die gegnerische Dame auf ein Feld, wo sie nur unter Figurenverlust gerettet werden konnte. Robin konnte seine besseren Eröffnungskenntnisse im Königsinder ausspielen, erreichte leichten Stellungsvorteil, gewann die Qualität und holte sich routiniert den vollen Punkt. Wolfgang kam in eine passive Stellung, insbesondere ein Springerzug nach a7 trug dazu bei. Sein Gegner nutzte es konsequent aus, gewann erst einen Bauern, dann die Qualität und schließlich die Partie. Klaus brachte uns wieder in Führung. Die Notation war zwar verheerend, aber sein Spiel gegen die junge Konkurrentin souverän. Till hatte sich ein Endspiel mit gutem Springer gegen schlechten Läufer erarbeitet, aber die zugeschobene Stellung war trotzdem nicht zu gewinnen. Eine dreifache Stellungswiederholung wurde von Tills Gegner nicht bemerkt, stattdessen stellte er zwei Züge später einen Bauern ein, so dass Till noch gewann. Ich (Ralf M) hatte mit einer Falle eine Figur gewonnen und spielte dann etwas sorglos weiter. Im Endpiel hätte ich nach dem Turmtausch sogar verlieren können. Am Ende hatte ich im Damenendspiel immer noch meine Mehrfigur, aber keine wirkliche Gewinnchance mehr. Das Remis reichte dann auch zum Mannschaftssieg. Ralf Garbe konnte schließlich das Ergebnis ausbauen. Er hatte ständig etwas Vorteil und sein Gegner wurde etwas müde und machte noch den spielentscheidenden Fehler.

 

SC Nidderau - SV Königsspringer 1929 Großauheim 2,5:5,5

Bei unserem ersten Heimspiel konnten wir endlich eine komplette Mannschaft aufstellen. Aus der Stammbesetzung fehlte nur Günther, dafür spielte mit Simon aber unser stärkster Ersatzmann. 5 klar gewonnene Stellungen, dazu noch zwei weitere mit Vorteil hätten eigentlich zu einem ungefährdeten Sieg führen müssen, aber es gelang uns nicht, den Sack zuzumachen. Den Auftakt machte Marco. Er hatte seinen Gegner klar überspielt. Dieser hatte aber noch einen giftig aussehenden Damenzug in die Königsdiagonale in petto. Statt einfach die eigene Dame dazwischenzustellen, deckte Marco den angegriffenen Bauern und verlor Figur und Partie. Ähnlich erging es Axel. Sein Gegner setzte in verlorener Stellung auf einen Vormarsch der Bauern am Königsflügel. Axel nahm auf g6 mit dem falschen Bauern und übersah ein Zwischenschach, wodurch er Haus und Hof verlor. Till war dann der Einzige, der seinen Vorteil eindrucksvoll verwertete. Ein unvertreibbarer Springer auf d4 sorgte letztendlich für die Entscheidung. Ich (Ralf M) hatte meinen Gegner in eine vorbereitete Stellung gelotst, in der ich deutlichen Stellungsvorteil hatte, aber immer aufpassen musste, dass ein von mir angebotenes Figurenopfer korrekt bleibt. Letztlich unterlief mir eine Ungenauigkeit, so dass mein Gegner das Opfer doch annehmen konnte. Statt die Qualität für einen Bauern zu opfern, was mir eine gute Stellung beschert hätte, wählte ich ein Abspiel, wo ich 3 Bauern für die Figur bekam. Bei knapp werdender Zeit und schon schlechter Stellung lief ich schließlich in eine Mattfalle. Robins Partie war die Einzige ohne zwischenzeitlichen Vorteil für uns, aber auch da war mehr drin. Nachdem Robin eine Qualität ohne Kompensation hergeben musste, gelang es ihm später, sie zurückzugewinnen. Es kam zu einem Turmendspiel mit Minusbauern, das man bei genauer Verteidigung vielleicht noch hätte halten können, aber nach einer Ungenauigkeit ging ein zweiter Bauer und damit auch die Partie verloren. Jetzt hätten alle restlichen Partien gewonnen werden müssen und es sah kurz vor der Zeitkontrolle gar nicht so schlecht aus. Ralf Garbe hatte lange eine minimal bessere Stellung und hätte im 33. Zug gewinnen können, übersah aber bei knapper Zeit die Möglichkeit und wickelte in eine Remisstellung ab. Nicht besser erging es Klaus und Simon. Klaus hatte riesigen Vorteil, machte aber einen ungenauen Zug, der seinem Gegner noch etwas Gegenspiel gab. Bei knapper Zeit verlor er dann vollends die Nerven und opferte einen Turm. In klarer Verluststellung bot Klaus Remis, was sein Gegner ohne Überlegung annahm. Simon stand immer etwas besser, hatte kurz vor der Zeitkontrolle auch einen Bauern mehr, aber seinem Gegner gelang es, in ein Endpiel mit ungleichfarbigen Läufern abzuwickeln, so dass Simon ins Remis einwilligte.

 

SF Neuberg 3 - SC Nidderau 4:4

Gegen Neuberg traten wir nach der kurzfristigen Absage von Marco wieder nur mit 7 Mann an. Trotzdem hätten wir die Begegnung gewinnen können. Der Knackpunkt war meine (Ralf M.) Partie gegen das Neuberger Nachwuchstalent. Ich ließ mich phasenweise von der schnellen Spielweise meines Gegenübers anstecken. Er hatte die Eröffnung ziemlich misshandelt und mir einen entscheidenden Einschlag auf f7 gestattet. In der Kombination wählte ich von 2 Möglichkeiten eines Läuferschachs die schlechtere, so dass er materiell etwas Kompensation für die verlorene Dame bekam. Als ich mich darüber ärgerte, war dann der nächste Fehler nicht weit. Es kam zu einem Endspiel mit Dame gegen 2 Türme, wo ich den richtigen Weg zum Remis mehrfach verpasste. Günther kam aus der Eröffnung etwas schlechter heraus, aber erst ein unbedachter Bauernzug lud den Gegner zum Opfern ein und Günther verlor Haus und Hof. Simon konnte gegen einen starken Gegner mit Schwarz sicher remis halten, was der Startschuss für eine Aufholjagd war. Erst gewann Axel, weil sein Gegner auf die Dauer den rückständigen b-Bauern nicht halten konnte. Till wartete geduldig auf einen Fehler seines Gegenüber, der dann auch in Form einer Gabeleinladung kam. Das gewann die Qualität und in der Folge auch schnell die Partie. Ralf Garbe machte in ausgeglichener Stellung remis, weil Klaus zu diesem Zeitpunkt mit 2 Mehrbauern klar auf Gewinn stand. Mit einem unnötigen Damenzug machte Klaus es noch etwas spannend, behielt aber taktisch den Überblick und sicherte schließlich den Mannschaftspunkt.

 

SC Heusenstamm - SC Nidderau 6,5:1,5

Da uns mit Axel, Till und Marco 3 Stammspieler fehlten, fuhren wir mit wenig Ambitionen zum Aufstiegsfavoriten. Bei den Heusenstämmern fehlten aber sogar 4 Stammspieler, so dass wir mit Stammbesetzung locker hätten gewinnen können. Wir gerieten schnell auf die Verliererstraße. Georg unterlief im Königsgambit schon im 3. Zug ein grausamen Fehler und er machte dann 7 Damenzüge, bevor er sich anschickte, die erste andere Figur zu entwickeln. Das musste schief gehen, auch wenn sein Gegner eine deutlich geringere DWZ hatte. Wolfgang hätte im 6. Zug in Vorteil kommen können, aber wählte eine passive Fortsetzung. Später hätte er mit c4 gutes Gegenspiel erlangen können, aber verpasste auch diese Chance, so dass er in der Folge eine Qualität geben musste, um die gegnerischen Drohungen abwehren zu können. Das Endspiel war dann nicht mehr zu halten. Da wir nur mit 7 Mann antraten, war damit die Vorentscheidung gefallen. Robin hielt am 2. Brett gut dagegen, aber gegen einen Gegner mit fast 600 DWZ-Punkten mehr reicht schon eine kleine Ungenauigkeit, um in Nachteil zu kommen, so dass sich auch bei ihm die Niederlage abzeichnete. Wir hätten nun an allen restlichen Brettern gewinnen müssen, um noch zum Unentschieden zu kommen. Das war aber ziemlich unrealistisch und so machte Günther in Abstimmung mit unserem Mannschaftsleiter Remis, da seine Zeit etwas knapp wurde. Am Spitzenbrett war nach dem Damentausch die Luft raus und Ralf Garbe einigte sich mit seinem Gegner auch auf eine Punkteteilung. Ich (Ralf Mahnke) konnte im Damengambit einige Drohungen aufstellen, aber mein Gegner verteidigte sich optimal. Ich wickelte in ein Läuferendspiel ab, dass ich als gewonnen einschätzte, weil die Bauern meines Gegenübers auf der falschen Farbe standen. Die Stellung war aber nur remis, weil ich Probleme hatte, meinen König zu aktivieren. Ein Remisgebot lehnte ich ab, überzog und verlor sogar noch. Am interessantesten war die Partie von Klaus, die dauerte auch am längsten. Sein Gegner griff beherzt an, hatte bald einen Turm auf der 7. Reihe, aber übertrieb es etwas. Klaus hätte den verirrten Turm abholen können, fand aber nicht die optimale Fortsetzung. Nach einem taktischen Gemetzel blieb ein Läuferendspiel übrig, wo Klaus etwas besser stand und schließlich einen Bauern erobern konnte. Das Rettungsmotiv mit einem Randbauern und dem falschfarbigen Läufer führte schließlich dazu, dass Klaus seinen deutlichen Vorteil nicht in einen vollen Punkt ummünzen konnte.

 

Saison 2014/15

SG Wächtersbach/Sotzbach - SC Nidderau 4,5:3,5

Die Ausgangslage für das letzte Saisonspiel war nicht sonderlich rosig. Simon musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen und ein anderer Ersatzspieler war auf die Schnelle nicht aufzutreiben. So starteten wir mit 7 Mann. Ich (Ralf M.) konnte relativ schnell ausgleichen, weil mein Gegner mir einen Doppelangriff (Matt und Figur) gestattete und Haus und Hof dabei verlor. Auch unsere anderen Weißpartien und die Stellung von Klaus sahen recht gut aus. Nur Axel und Robin waren in etwas defensiver Position. Ralf Garbe brachte uns mit einem souveränen Vortrag in Führung. Axel musste einen Bauern hergeben, aber verteidigte sich hartnäckig. Diesmal hatte er das Problem, gegen einen hyperaktiven Gegner anzutreten, was bereits in den letzten Runden zu Punktverlusten von Marco und Robin geführt hatte und so kam Wächtersbach bald zum Ausgleich. Robin verteidigte sich anfangs auch geschickt, aber in der Zeitnotphase musste er dann seinem Entwicklungsrückstand Tribut zollen. Marco hatte zwischenzeitlich einen Bauern geopfert, dafür aber sehr gutes Spiel bekommen. Im Endspiel kam dann sein Läuferpaar zur Geltung und wir kamen wieder zum Ausgleich. Leider konnten Till und Klaus ihre zwischenzeitlich guten Stellungen nicht ausnutzen. Klaus hatte nach der Zeitnotphase ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, was nicht zu gewinnen war und Till spielte sein anfangs minimal beser stehendes Turmendspiel nicht konsequent genug und verlor am Ende sogar noch. Wir haben in der Saison aber gezeigt, dass wir keinen Gegner fürchten müssen. Alle Niederlagen fielen denkbar knapp aus und hätten mit etwas mehr Routine verhindert werden können. Auf ein Neues in der nächsten Saison!

 

SC Nidderau - SC 1934 Gelnhausen 2 3,5:4,5

In den letzten Jahren fielen die Gelnhäuser dadurch auf, dass sie mit einer legitimen aber von vielen als unsportlich angesehenen Aufstellungsstrategie die zweite Mannschaft im Laufe der Saison haben ausbluten lassen, was zu einer extremen Wettbewerbsverzerrung führte. In dieser Saison kam die Kehrtwende in der Strategie. Kein einziger Spieler der zweiten Mannschaft hat sich bisher in der ersten festgespielt. So trat unser Gegner mit einer sehr konkurrenzfähigen Mannschaft an. Leider mussten wir auf unsere beiden Spitzenspieler verzichten, aber mit Simon und Tobias als Ersatzspieler waren wir trotzdem gut aufgestellt. Robin hatte eine ähnlich undankbare Aufgabe wie Marco in der letzten Runde und musste gegen ein 9jähriges Talent antreten. Er ließ sich von der schnellen Spielweise seines Gegners anstecken und fand sich plötzlich in einem Endspiel mit zwei Minusbauern wieder, das er trotz ungleichfarbiger Läufer nicht mehr halten konnte. Demgegenüber hatte Axel seinen Gegner in die Falle gelockt. Intuitiv schlug dieser einen Bauern mit Schach und verlor dabei eine Figur. Ein vorheriger Läufertausch hätte dagegen Axel in einer etwas schlechteren Position belassen. Klaus und ich hatten uns relativ solide aufgebaut, aber je ein ungenauer Zug reichte, um auf die Verliererstrasse zu gelangen. Unsere Gegner nutzten die Fehler konsequent aus. Tobias hatte die Eröffnung verkorkst. Obwohl materiell noch alles in Ordnung war, hatte sich sein Gegner ein positionelles Übergewicht erspielt, das letztlich sogar zu einem Mattende führte. Marco und Simon spielten dagegen mit Schwarz ganz souverän und kamen zu ungefährdeten Erfolgen. Simon spielte auch gegen ein Nachwuchstalent, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und führte einen Mehrbauern zum Erfolg. Marco hatte etwas Zeitnot, brachte aber seinen starken Freibauer auf der e-Linie zur Geltung und kam so zum vollen Punkt. So stand es 3:4 und Till versuchte noch, ein Enspiel mit Turm gegen Springer bei zwei Minusbauern zu gewinnen. Es gelang ihm zwar noch, einen Bauern zu erobern, aber letztendlich war die Partie nicht mehr zu gewinnen. Immerhin übertraf Till die 100-Züge-Marke. Trotz der Niederlage ist die Tabellenkonstellation ganz spannend. Die ersten 8 Mannschaften sind nur durch 3 Punkte voneinander getrennt und wir könnten mit einem Sieg oder Unentschieden im letzten Spiel zum Königsmörder werden und den Wächtersbachern den Aufstieg verderben. Mit Großauheim, Heusenstamm, Kinzigtal und Neuberg liegen gleich vier Mannschaften in Lauerposition, die dann allesamt noch aufsteigen könnten.

 

SC Nidderau - SF Schöneck 3 3,5:4,5

Erstmals konnten wir mit der Stammaufstellung antreten und es sah lange nach einem ganz lockeren Sieg gegen die Schönecker aus, obwohl sich diese mit zwei starken Ersatzspielern verstärkt hatten. Mir (Ralf M.) wäre in einer ausgeglichenen Stellung ein zu optimistischer Vorstoß des h-Bauern fast zum Verhängnis geworden. Bei der Wahl, in ein Turmendspiel mit Minusbauern oder ein schlechteres Bauernendspiel abzuwickeln, entschied ich mich für letztere Möglichkeit. Das Bauernendspiel war objektiv verloren, aber nicht ganz trivial und so nahm meine Gegnerin ein Remisangebot an. Danach lief es ganz nach Plan. An den letzten beiden Brettern hatten wir deutlichen Vorteil und Klaus und Günther hatten starkes Druckspiel und lehnten Remisangebote ab. In dieser Situation schien es für uns günstig, an den restlichen Brettern Remis zu machen. Dies gelang in der Folge Till, Ralf Garbe und Axel. Als Robin seinen Vorteil zum vollen Punkt brachte, bot auch Günther Remis, aber Gero musste aus mannschaftstaktischen Gründen weiterspielen. Ab jetzt lief alles gegen uns. Günther hatte sich zu wenig Restzeit gelassen und seinen Turm nicht rechtzeitig von b7 weggezogen. Das gab Gero die Chance, diesen abzugreifen und Günther gab auf. Trotzdem hatten wir mit Marcos Partie noch ein zweites Eisen im Feuer. Bei etwas knapper Zeit konnte er einfach in ein Endspiel mit Mehrturm und zwei Mehrbauern abwickeln, aber Marco entschied sich zu einem Abspiel, wo "nur" eine Mehrfigur übrigblieb. Mit der Absicht zu vereinfachen opferte er dann seine Mehrfigur gegen zwei Bauern und büßte einen davon durch eine Unaufmerksamkeit wieder ein. So wurde Markos Vorteil immer geringer. Trotzdem war das Endspiel immer noch leicht gewonnen. Mehrfach konnte Marco in ein trivial gewonnenes Bauernendspiel abwickeln, verpasste aber die Chance und tauschte alle Restbauern ab, bis es nicht mehr zu gewinnen war. Die Partie von Klaus musste nun die Entscheidung bringen. Es passte zu diesem verkorksten Tag, dass Klaus in seiner stark vorgetragenen Partie den Faden verlor und ein unkorrektes Qualitätsopfer brachte. Die Chance ließ sich sein starker Gegner nicht nehmen, so dass wir am Ende mit ganz leeren Händen dastanden. Ein Mannschaftspunkt hätte gereicht, um weiterhin aus eigener Kraft aufsteigen zu können. Diese Chance dürfte nun dahin sein.

 

SV Königsspringer 1929 Großauheim - SC Nidderau 3,5:4,5

Während bei uns Ralf Garbe am Spitzenbrett fehlte, zauberten die Großauheimer am 8. Brett ihren Nachwuchsstar aus dem Hut und waren damit noch stärker besetzt als in ihrer Stammaufstellung und im Mannschaftskampf leicht favorisiert. Unser Ersatzmann Markus stand also gegen den um 350 DWZ-Punkte stärkeren Gegner ohnehin vor einer schweren Aufgabe, dann unterlief ihm auch noch ein Eröffnungsfehler, als er ein Schachgebot übersah, das ihm eine Figur kostete. Markus kämpfte tapfer noch etwas weiter, aber letztlich ohne Chance. Till und Marco konnten ihre etwas defensiven Positionen mit Schwarz remis halten. Dann gewann Günther am Spitzenbrett gewohnt souverän noch vor der Zeitkontrolle und vermied damit die Zeitnotphase. Axel hatte zunächst ein Remisgebot abgelehnt, aber ein paar Züge später willigte er in ausgeglichener Stellung ins Remis ein. Ich (Ralf M.) hatte den Marschallangriff riskiert, den ich eigentlich nur in Einzelturnieren spiele. Mein Gegner kannte die Theorie bis zum 16 Zug, nahm dann aber bei meinem Figurenopfer die falsche Figur, so dass ich ganz leicht hätte gewinnen können. Ich übersah das Gewinnmotiv gleich mehrfach und nahm schließlich die Qualität. Danach war es materiell zwar ausgeglichen, aber ich hatte die weißen Zentrumsbauern unterschätzt und fand mich bald in einer Verluststellung wieder. Zum Glück zogen Robin und Klaus ihre von Beginn an stark gespielten Partien bis zum Ende durch. Der Gegner von Klaus stellte am Ende sogar seine Dame ein. Die Stellung war ohnehin verloren gewesen. So kamen wir bereits vor 22 Uhr zum Mannschaftssieg. Wir hätten eigentlich auch gleich beim Italiener einziehen können, aber mein Gegner ließ einige Male einen leichten Gewinn aus und gestattete mir noch ein paar Drohungen, so dass ich noch nicht sofort aufgab. Zum Glück gab es trotzdem noch etwas zu essen.

 

SC Nidderau - SF Dettingen 1950 2 5:3

Das Spiel gegen den Tabellenletzten hatte ich als wichtigstes Spiel der Saison eingeordnet. Auch wenn wir gegen höher eingeschätzte Mannschaften wie Kinzigtal und Heusenstamm drei Punkte holen konnten, zeigten die Spiele gegen die Abstiegskandidaten aus Neuberg und Obertshausen, dass es keinen Anlass gibt, DWZ-schwächere Mannschaften zu unterschätzen. So traten wir fast in Bestbesetzung an und das war auch gut so. Nur Axel fehlte aus der Stammbesetzung, für ihn spielte Georg. Der sympathische Gegner aus Dettingen musste schon vor dem Spiel einen Schock verkraften. Das Auto eines Dettingers fing auf dem Parkplatz an zu brennen. Der Einsatz der Feuerwehr und ein Verkehrskollaps in Nidderau waren die Folge. Trotzdem trat der Autobesitzer zum Mannschaftskampf an und erkämpfte gegen Robin ein Remis. Wir waren zwar an allen Brettern etwas besser besetzt, aber die Gegenwehr der Dettinger war erstaunlich. Lediglich Marco kam schnell in Vorteil und sicherte uns das 1:0. Alle andeen Partien waren bis zur Zeitkontrolle hart umkämpft. Neben Robins Partie war auch Georgs Stellung dann völlig ausgeglichen, so dass zwei Remisen an den letzten beiden Brettern zum 2:1 führten. Klaus hatte sich solide aufgestellt, brauchte etwas, um mit Schwarz zum Ausgleich zu kommen, konnte dann aber seine schachliche Überlegenheit ausspielen und den vollen Punkt einfahren. Till hatte eine recht defensive Position, aber eine Figur gegen einen Bauern. Sein Gegner bot Remis, Till war aber kämpferisch eingestellt und versuchte, seinen materiellen Vorteil zu verwerten. Das gelang ihm jedoch nicht. Sein Gegner spielte den Königsangriff sehr konsequent und kam zum Sieg. Ich (Ralf M.) hatte in einer königsindischen Stellung den Königsangriff abgewehrt und wollte am Damenflügel aktiv werden, übertrieb das aber und opferte einen Bauern ohne wirkliche Kompensation. Dann konnte ich doch noch Drohungen aufstellen, überwand mich mal, ein Remisangebot abzulehnen und erhöhte zum 4:2. Das war die Vorentscheidung, denn unseren beiden Spitzenspielern konnte man einen halben Punkt auf jeden Fall zutrauen. Ralf Garbe machte den Sack dann zu. Sein Gegner hatte gut gegengehalten und eine ausgeglichene Stellung erkämpft. So nahm Ralf das Remisangebot zum Mannschaftssieg an. Günther hätte seine stark gespielte Partie jetzt noch veredeln können, aber bei recht knapper Zeit fand er nicht mehr den Weg, einem Dauerschach zu entrinnen und willigte schließlich ins Remis ein. Der einzige Sieger des Gegners gab uns folgendes Zitat mit auf den Weg: Seid nicht traurig, es ist keine Schande, gegen uns zu gewinnen.

 

SC Heusenstamm 2 - SC Nidderau 4:4

Obwohl die Heusenstammer nur mit 4 Stammspielern antraten, hatten sie immer noch eine sehr starke Mannschaft am Start. Die Sensation spielte sich gleich am letzten Brett ab. Simons Gegner hatte gerade das Heusenstammer Schlossopen mit einer starken 50-Prozent-Leistung abgeschlossen. Trotzdem war Simon gegen den wertzahlschwächeren Gegner ein Sieg zuzutrauen. Aber während am Spitzenbrett gefühlte zwei Züge gespielt waren, war Simons Partieformular schon halb voll und sein Gegner gab mit zwei Figuren weniger auf und Simon hatte kaum!!! Bedenkzeit verbraucht. Klaus verteidigte sich bei einem Angriff seines Gegners am Königsflügel nicht genau genug und musste aufgeben.

Alle anderen Partien gingen mindestens bis zur Zeitkontrolle. Günther dominierte am Spitzenbrett gegen den FIDE-Meister die Partie und spielte seinen Kontrahenten trotz knapper Zeit an die Wand. Ich (Ralf) hatte in einer Spanisch-Partie eine vorsichtige Spielanlage gewählt und mit der Zeitkontrolle hatten wir eine zugeschobene Stellung mit jeweils schlechten ungleichfarbigen Läufern, so dass wir uns auf Remis einigten. Dann musste Till kapitulieren. Er hatte in etwas schlechterer Position einen taktischen Kniff übersehen, der ihm seinen wichtigen d-Bauern und bald auch die Partie kostete. Spannend ging es bei Marcos Partie zu. In beiderseitiger Zeitnot musste Marco trotz Stellungsvorteils noch 10 Züge mit hängendem Blättchen absolvieren. Zudem wurde mit mechanischen Uhren gespielt, wo man die genaue Zeit nicht einschätzen kann. 15 Sekunden vor Blättchenfall hatte Marco seinen 40. Zug ausgeführt und gleichzeitig Matt gesetzt. Robin hatte im Mittelspiel deutlichen Vorteil, es wäre also sogar ein Mannschaftssieg drin gewesen. Mit ein paar ungenauen Zügen büsste er die gute Stellung ein und verlor einen Bauern ohne Kompensation. Letztlich war der weiße Freibauer entscheidend, so dass Heusenstamm ausgleichen konnte.

So blieb Axel der Schlusspunkt überlassen. Mit seinem 200 DWZ-Kissen war er seinem wertzahlstärkeren Gegner ebenbürtig. In einer hochklassigen Partie hatte er zwischenzeitlich sogar etwas Vorteil, musste nach dem Damentausch bei Turm und Bauer gegen zwei Leichtfiguren in den Verteidigungsmodus schwenken und hielt sicher das Remis. Eine größere Herausforderung für ihn war es anschließend, das griechische Restaurant zu finden. Mit einem Ouzo, ein paar Bier und einem leckeren Essen ließen wir den erfolgreichen Abend ausklingen.

 

SC Nidderau - SV Kinzigtal Erlensee / Langenselbold 5,5:2,5

Ausgerechnet gegen den Landesklassenabsteiger gelang ein Befreiungsschlag. Dabei war die Ausgangslage gar nicht so rosig, da neben Marco auch unser Trainer Ralf Garbe absagen musste. Der Gegner von Klaus kapitulierte bereits nach 20 Zügen nach Figurenverlust. Auch unser Ersatzmann Markus Limberger konnte recht schnell eine Figur gewinnen und erhöhte auf 2:0. Ich (Ralf) nahm dann ein Remisangebot an. Eigentlich hätte ich bei leichtem Vorteil noch weiterspielen müssen, aber bei Simon und Robin sahen die Stellungen sehr aussichtsreich aus. Dann wurde es aber nochmal eng. Günther und Simon kamen in bedenkliche Zeitnot, Robins Vorteil erwies sich als doch nicht so deutlich und Axel stand klar auf Verlust. Plötzlich bewahrheitete sich der alte Spruch: "Durch Aufgeben hat noch nie jemand ein Partie gewonnen." In folgender Stellung kann Axels Gegner mit 51. h7+ in 10 Zügen mattsetzen, aber auch fast alle anderen Züge gewinnen leicht.

Aber: 51. g6??? Te1+ 0-1.

Till sicherte dann mit einem Remis den ersten Mannschaftspunkt. Turbulent ging es am Spitzenbrett zu. Günther hatte sich eine Gewinnstellung erarbeitet, aber nur noch 2 Minuten für 8 Züge. Sein Gegner verkomplizierte die Stellung und Günther fand in der kurzen Zeit nicht die beste Fortsetzung. Nach dem 34. Zug stand er plötzlich auf Verlust. Doch sein Gegenüber fing an mitzublitzen und stellte mit dem 40. Zug seine Dame ein. Bei nur noch 4 Sekunden auf der Uhr nahm Günther dieses Geschenk aber nicht an. Die Zeitkontrolle war geschaft, aber Günthers Stellung verloren. Robin sichert dann erstmal mit einem Remis den Mannschaftssieg und Günthers Gegner war von seinem Dameneinsteller noch so beeindruckt, dass er mit einem weiteren schwachen Zug wieder Gegenchancen zuließ und bot Remis, das Günther sofort annahm. So blieb nur noch Simons Partie. 2 Züge vor der Zeitkontrolle stand er noch auf Gewinn, wickelte aber in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern mit Mehrbauern ab. Der Vorteil reichte aber nicht mehr zum vollen Punkt.

 

SC 1952 Obertshausen 2 - SC Nidderau 4:4

Obwohl Axel und Marco fehlten, waren wir guten Mutes, den ersten Punktspielsieg einzufahren. Es sah zwischenzeitlich auch sehr gut aus. Ralf Garbe gewann am Spitzenbrett kampflos und Klaus und ich (Ralf M.) erreichten sehr gute Stellungen. Zudem machte Tobias, der gegen einen Gegner mit deutlich stärkerer DWZ antreten musste, früh remis. Wolfgang baute sich auch recht gut auf, schwächte aber mit dem Bauernzug auf f6 seine Königsstellung, was sein Gegner konsequent ausnutzte und zum Sieg kam. Klaus brachte uns mit einem souverän herausgespielten Gewinn wieder in Führung. Dann bot Robins Gegner in einer völlig ausgeglichenen Stellung mit ungleichfarbigen Läufern Remis an. Da ich mich in Gewinnstellung etwas verhaspelte und meinen Vorteil fast gänzlich eingebüsst hatte, Till sehr schlecht stand und Günther in starker Zeitnot war, lehnte Robin erstmal ab. Das war im Nachhinein etwas unglücklich. Tills Gegner war dann etwas zu optimistisch und wollte seinen Königsangriff mit einem Turmopfer krönen. Das war aber inkorrekt, zudem ließ er sich dann mattsetzen. So benötigten wir nur noch einen Punkt zum Mannschaftserfolg und den hätten wir recht leicht haben können. Günther hatte sich eine Gewinnstellung erarbeitet, war aber in Zeitnot gekommen und stellte seine Dame ein. Robin war inzwischen in Nachteil gekommen und büsste zwei Bauern ein. Wegen der ungleichfarbigen Läufer war zwar immer noch eine Remischance da, aber sein Gegner verwertete den Vorteil gekonnt. So blieb meine Partie übrig. Ich hatte in ein Damenendspiel mit einem Mehrbauern abgewickelt, aber mein Gegner hatte den aktiveren König, so dass ich nicht die Damen tauschen konnte. Als ich dann die deutlich schlechtere Zeit bekam und keine Gewinnidee mehr fand, willigte ich in das Remis ein.

SC Nidderau - SF Neuberg 3 3,5:4,5

Während die Neuberger mit ihrer Stammaufstellung anreisten, mussten wir auf Till, Axel und Marco verzichten. Es entwickelte sich ein spannender Kampf, wobei wir durchgehend etwas in Nachteil waren. Georg lief in eine Eröffnungsfalle und musste 3 Bauern hergeben, um Damenverlust zu vermeiden. Stefan hatte sich gut aufgebaut, verlor dann aber eine Figur durch Bauerngabel. Ich (Ralf M.) wagte nach ausgeglichener Eröffnung einen zu riskanten Springerzug, der gut gekontert wurde und mich in die Defensive brachte. Günther hatte deutlichen Vorteil, nachdem sich die gegnerische Dame etwas verlaufen hatte, es blieb aber kompliziert und auch Ralf Garbe hatte etwas Vorteil am Spitzenbrett. Die anderen Partien waren ausgeglichen. Kurz vor der Zeitkontrolle fielen dann die ersten Entscheidungen. Günther verwertete seinen Vorteil trotz Zeitnot sehr gekonnt. Ich hatte in einem Endspiel mit Minusbauern wenig Aussicht auf ein Remis und stellte zu allem Überfluss meinen Springer ein. Auch Stefan musste aufgeben. Ausgerechnet Georgs aussichtlose Partie brachte uns wieder in die Spur. Laut Computerbewertung hätte Georgs Gegner sich noch einige Figureneinsteller leisten können, aber er lief zu einem so ungünstigen Moment in eine Läufergabel, dass Georg zu einem glücklichen Sieg kam. Klaus und Robin hatten jeweils die Chance, in Vorteil zu kommen und das Blatt komplett zu wenden, aber sie fanden in Zeitnot nicht die besten Fortsetzungen. Nach überstandener Zeitkontrolle musste Klaus aufgeben und Robin fand sich in einem Endspiel mit Minusbauern wieder. Besonders ärgerlich dabei war, dass Robin den entscheidenden Fehler erst im 41. Zug machte und nicht registrierte, dass die Zeitkontrolle schon erreicht war. Bei Ralf Garbes Partie gab es zwischenzeitlich mal eine Remischance für den Gegner, aber Ralf setzte kurz vor der Zeitkontrolle matt. So stand es 3:3 und die letzten beiden Partien gingen fast bis Mitternacht. Wolfgang hatte eine zugeschobene Stellung mit Springer gegen Läufer, die tot remis war. Sein Gegner versuchte aber noch zu gewinnen. Mit einem Bauernopfer verbesserte Wolfgang seine Königsstellung und konnte das Remis sichern. Das Bauernopfer war zwar nicht korrekt, aber sein Gegneüber fand die Widerlegung nicht. Robin kämpfte dann lange in einem Turmendspiel gegen 2 verbundene Freibauern, letztlich aber ohne Erfolg.

Saison 2013/14

Sfr. Schöneck 3 - SC Nidderau 4,5:3,5

Nachdem Schöneck am vergangenen Spieltag alle Aufstiegsambitionen aufgeben musste, hätte man annehmen können, dass sie nicht die stärkste Besetzung aufbieten, aber das Nachbarschaftsduell birgt immer Brisanz und so lief ein ganz stark besetzter Gegner auf. Auch wir waren in Bestbesetzung. Günthers Gegner tauchte nicht auf, so dass er schon seinen 4. kampflosen Sieg in diesem Jahr verbuchte. Da müsste endlich eine Regelung her, die solche Frechheiten bestraft. Es folgten einige Remisschlüsse in den Partien von Till, Marco und Klaus. Simon musste sich einem Königsangriff erwehren und eine Figur hergeben, hätte aber durchaus ein Gegenspiel mit Kompensation aufziehen können, verpasste aber die Möglichkeit und verlor gegen unser Vereinsmitglied Gero. Robins Gegner hatte die Königsindische Verteidigung gewählt. Zwischenzeitlich sah es so aus, als könne Robin am Damenflügels schneller sein, als sein Gegenüber am Königsflügel, aber Robin fand nicht die konsequenteste Fortsetzung und gab auch auf. Trotzdem hatten wir noch gute Chancen auf einen Mannschaftspunkt. Axels Gegnerin spielte in einem Endspiel mit Springer gegen Läufer auf Sieg, aber verzettelte sich. Axel ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und erreichte eine Gewinnstellung. Ich hätte also nur ein Remis beisteuern müssen. In der folgenden Stellung hatte ich 47. ... Tc1 geplant und fand nach 48. Taa1 keine geeignete Fortsetzung. Dabei hätte 48. ... La3!! den Gegner gezwungen, seinen Turm für den d-Bauern herzugeben und ich hätte sogar eine bessere Stellung gehabt. Mir kam plötzlich die Idee, mit 47. ... Tc4? den d-Bauern herzugeben und dafür die restlichen weißen Bauern abzuräumen und damit das Remis zu sichern. Dabei übersah ich völlig, dass nach 48. Txd2 Txg4 mit 49. Ta6 mein Läufer verloren geht. So kam Schöneck doch noch zu einem glücklichen Mannschaftssieg.

Hristovski 2106 - Mahnke 1883 1:0

SC Nidderau - SK Springer Rodenbach 4,5:3,5

Den Abstiegskampf gegen den punktgleichen Tabellennachbarn aus Rodenbach würde man im Fußball 6-Punktespiel nennen. Entsprechend motiviert gingen beide Teams in den Wettkampf. Rodenbach reiste mit Stammbesetzung an, allerdings tauchte ihr zweites Brett nicht auf, so dass Günther zu einem kampflosen Sieg kam und seine blütenreine Weste (6 aus 6) behielt. Wir mussten auf Axel und Marco verzichten. Dafür konnten wir zum ersten Mal in dieser Saison auf unseren besten Ersatzmann Stefan zurückgreifen. Zudem spielte Gerhard, der in den letzten Punktspielen einen sehr guten Lauf hatte. Da wir an den vorderen Brettern einen Wertzahlnachteil hatten, mussten wir an den mittleren und hinteren Brettern die Entscheidung suchen. Das gelang hervorragend. Erst entschied Robin einen spannenden Sizilianer für sich und dann konnte Simon mit starkem Druckspiel die Führung ausbauen, diesmal ohne in Zeitnot zu geraten. Stefan sicherte mit einem souverän herausgespielten Sieg den ersten Mannschaftspunkt. Trotz des 4:0-Vorsprungs wurde es aber nochmal eng. Mein Gegner spielte den Möllerangriff, den ich recht gut kenne, aber er wählte eine Nebenvariante, in der ich nicht die beste Verteidigung fand. Bis kurz vor den Zeitkontrolle konnte ich die Partie noch einigermaßen offen halten, musste aber dann die Segel streichen. Auch Gerhard konnte gegen seinen um mehr als 300 Punkte stärkeren Gegner gut mithalten, unterlag in einem taktisch geprägten Finale dann doch. Till hatte in der Eröffnung einen Bauern hergeben müssen, zudem noch einen Doppelbauern und Klaus hatte gegen einen starken Gegner eine sehr komplizierte Stellung mit beiderseitigen Chancen. Zum Matchwinner wurde schließlich Till. Da sein Gegner einen Randbauern mit falschfarbigem Läufer hatte, konnte Till seinen Springer für den vorletzten Bauern hergeben und kam zum Remis. Klaus konnte nun befreit aufspielen, hatte in einer Remisstellung die bessere Zeit, fand mit einem korrekten Opfer den besten Zug, verlor dann aber die Nerven und die Partie, als seine Kombination ein vermeintliches Loch hatte.

SC Nidderau - Sfr. Neuberg 1:3

Gegen den Zweitbundesligisten konnten wir die Partie lange offen halten. Till am Spitzenbrett musste sich zwar gegen einen starken Angriff am Königsflügel wehren, in den anderen Partien kamen wir aber gut aus der Eröffnung heraus. Günther hatte sich eine gute Angriffsposition erarbeitet, Klaus stand etwas besser und ich (Ralf) konnte gegen einen rückständigen c6-Bauern Druckspiel aufziehen. Nachdem Till aufgeben musste, hätte Klaus im 27. Zug seinen Vorteil behaupten können, stellte seine Dame aber auf das falsche Feld und musste auch die Segel streichen. Wir hatten aber immer noch die Chance auf einen Blitzstichkampf. Ich hatte die Schwäche fixiert und wurde dann am Königflügel aktiv und konnte bald zum 1:2 verkürzen. Günther hatte in der Eröffnung sehr viel Zeit verbraucht und ging in der Zeitnotphase etwas zu ungestüm am Königsflügel zu Werke. Als er im 39. Zug die Zeit überschritt, war die Stellung bereits verloren.

SV Königsspringer 1929 Großauheim - SC Nidderau 5:3

Der Sieg gegen Bergwinkel konnte leider nicht veredelt werden. Großauheim trat in Stammbesetzung an, ließ aber das erste Brett frei. Wir mussten Marco ersetzen. Dafür kam erstmals Gerhard Limberger zum Einsatz. Anfangs sah es recht gut aus. Neben Günthers kampflosem Punkt kamen auch Till, Robin und Simon mit deutlichem Vorteil aus der Eröffnung. Bei mir (Ralf) endete eine Partie ohne Höhepunkte in einem Springerendspiel, in dem ich einer Zugwiederholung nicht ausweichen konnte und das Remisangebot annahm. Dann kippten die Partien bei Till und Simon. Till lief in einen Konter und büsste eine Figur ein. Bei Simon kam die alte Schwäche zum Vorschein, die nach seinen tollen Ergebnissen der beiden letzten Spielzeiten schon überwunden zu sein schien. Er verdarb in Zeitnot seine gute Position und überschritt in Verluststellung die Zeit. Die Niederlage von Axel ging auf meine Kappe. Da Klaus und Gerhard jeweils einen Minusbauern hatten, bat ich ihn darum, ein Remisangebot nicht anzunehmen. Axel gewann dann zwar einen Bauern, sah sich aber plötzlich einem starken Königsangriff ausgesetzt, der dann durchschlug. Robin konnte mit einem sauber herausgespielten Angriffsieg mit dem Wolgagambit nochmal verkürzen. Doch als Klaus nach unvermeidlichem Figurenverlust aufgab, war die Mannschaftsniederlage besiegelt. Einen schönen Abschluss gab es dann doch noch. Gerhard spielte gegen seinen um 400 DWZ stärkeren Gegner eine tolle Partie, übernahm nach dem Bauernverlust die Initiative und hatte zwischenzeitlich sogar Gewinnchancen. Sein Gegenüber musste sich am Ende in ein Dauerschach retten.

SV Bergwinkel - SC Nidderau 3,5:4,5

Bergwinkel zählt Jahr für Jahr zu den Staffelfavoriten, aber es hat am Ende jeweils nie mit dem Aufstieg geklappt, nicht zuletzt deshalb, weil sie gegen uns nicht gewinnen können. Seit dem Wiederaufstieg der Nidderauer im Jahr 2010 gab es nun zwei Nidderauer Siege und zwei Unentschieden. Bei Bergwinkel fehlte das Spitzenbrett und bei uns Robin, insofern hatten wir sogar einen minimal besseren DWZ-Durchschnitt.

Nach der Eröffnungsphase sah es bereits recht gut aus. Till hatte sich schnell eine gute Angriffsposition erarbeitet, der Gegner von Klaus hatte bei einer Kombination einen Zwischenzug übersehen und musste für die gewonnenen zwei Bauern einen Läufer hergeben und Marco hatte einen Bauern gewonnen und dem Gegner zunächst die Rochademöglichkeit genommen. Nur ich (Ralf) stand mit einer Schwäche auf c7 etwas schlechter. Axel hatte sich mit Schwarz solide aufgebaut und schickte sich gerade an, die Initiative zu ergreifen, als er plötzlich eine Bauerngabel übersah und eine Figur hergeben musste und zudem dem Damentausch nicht ausweichen konnte. Der Gegner revanchierte sich prompt mit einem Fehler und büßte selbst Material ein, so dass es zu einem Endspiel mit Läufer und zwei Mehrbauern gegen Turm kam, was für beide Seiten nicht gewinnbar war und man sich auf Remis einigte. Meine Position hatte sich in der Zwischenzeit deutlich verschlechtert und mein Gegner machte auch bei knapper Zeit keinen Fehler und so gab ich nach der Zeitkontrolle auf. Da ich in der Phase ganz mit meiner Partie beschäftigt war, hatte ich gar nicht mitbekommen, dass Günther zwischendurch gewonnen hatte. Somit stand es immer noch Unentschieden. Die Vorentscheidung fiel, als Till sein Opferspiel mit einem Matt krönte. Er hatte erst zwei Bauern geopfert, dann eine Figur und am Ende einen ganzen Turm weniger, aber den König über das ganze Brett gejagt.

Simon konnte den Vorsprung mit einem stark gespielten Bauernendspiel sogar noch erhöhen und es verblieben ja noch die guten Stellungen von Klaus und Marco. Auch Tobias hatte sich vor der Zeitkontrolle mit 3 verbundenen Freibauern eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen, büsste in Zeitnot aber einen Bauern ein und musste schließlich in ein Turmendspiel mit Minusbauern abwickeln, das nicht mehr zu halten war. Marcos Stellung war inzwischen nur noch ausgeglichen, zudem hatte er extreme Zeitnot, aber nicht er sondern sein Gegner stellte eine Figur ein. Allerdings musste Marco dabei zwei Bauern hergeben. Klaus holte dann aber ganz gekonnt den Siegpunkt. Erst konsolidierte er seine etwas passive Stellung und gewann mit Hilfe seiner Mehrfigur die beiden Bauern zurück. Da nur noch je zwei Bauern übrig waren, hatte der Gegner aber immer noch Rettungschancen. Statt die Türme abzutauschen, wählte Klaus genau die richtige Strategie und richtete alle Figuren auf den gegnerischen Monarchen und machte den Sack zu. Marco konnte nun befreit aufspielen, aber überzog seine Stellung. Um einen Freibauern auf der b-Linie zu schaffen, entfernte sich der König zu weit vom Königsflügel und so war die schwarze Bauernwalze vom Läufer nicht mehr aufzuhalten. Der Gegner gab Marco zwar noch die Chance, ins Remis abzuwickeln, aber die nahm er nicht wahr.

SC Nidderau - SG Wächtersbach/Sotzbach 2:6

Nachdem wir im letzten Jahr erstmals ein Unentschieden gegen unseren Angstgegner erreichen konnten, gingen wir optimistisch in diese Begegnung. Axel konnte nicht spielen, dafür kam Tobias zum Einsatz. Der Gegner kam in Stammbesetzung. Nach 2 Stunden standen alle 8 Partien materiell immer noch gleich. Dann büßten Simon, Tobias und Till jeweils einen Bauern ein. Demgegenüber hatte Klaus für eine geopferte Qualität zeitweise 3 Bauern mehr und auch Günther stand recht gut. Meine Bauernstruktur war zwar zerstört, aber das entstehende Turmendspiel konnte keiner mehr auf Gewinn spielen - Remis. Dann ging bei Simon der zweite Bauer verloren, er suchte zwar noch Gegenspiel, aber vergeblich. Endgültig auf die Verliererstraße gerieten wir, als der Gegner von Klaus mit der Rückgabe der Qualität die Bauern zurückgewann und zum Remis kam und Tobias seine Stellung auch nicht halten konnte. Günther wickelte in ein etwas besseres Springerendspiel ab, das er souverän gewann und zum 2:3 verkürzte. Etwas Hoffnung kam wieder auf. Die restlichen 3 Partien standen zwar etwas schlechter, aber nicht ohne Gegenspiel. Insbesondere Robin stellte trotz dreier Minusbauern immer wieder Mattdrohungen auf. Marco stand etwas beengt, war zwischenzeitlich einer Zugwiederholung ausgewichen, ließ sich dann aber in Remisstellung mattsetzen. Noch spektakulärer als die Endstellung war die Reaktion seines Gegners, der seiner Schadenfreude freien Lauf ließ. Robins Gegner gelang dann der Damentausch und Robin gab auf. Schließlich überschritt Till in verlorener Stellung die Bedenkzeit.

SC 1952 Obertshausen 2 - SC Nidderau 3:5

Angemessen zur Bedeutung der Begegnung traten beide Mannschaften in Bestbesetzung an. Günther konnte den Gegner bereits in der Eröffnung überspielen und beendete die Partie mit einem Springereinschlag auf f7. Die anderen Spiele wurden erst in der Nähe der Zeitkontrolle entschieden. Klaus hatte in der Eröffnung eine falsche Strategie gewählt, konnte dann im Mittelspiel den Nachteil wieder ausgleichen, büßte in Zeitnot die Qualität ein und hätte mit einem Bauerngewinn erneut ausgleichen können, übersah aber die Möglichkeit und gab auf. Marco hatte sich eine schwierige Stellung und zudem hochgradige Zeitnot eingehandelt, konnte die Stellung aber halten und machte Remis. Ich (Ralf) konnte die Partie lange offen halten, stand aber etwas schlechter. Mein Gegner kam jedoch in Zeitnot und es gelang mir, Gegenspiel zu bekommen und Mattdrohungen aufzustellen. In der Phase hätten wir beide nach jeweils groben Fehlern des Gegenübers gewinnen können. Schließlich war die Stellung tot remis und mein Gegner überschritt im 36. Zug die Bedenkzeit. Auch bei Robins Partie sah es nach einem Sieg durch Zeitüberschreitung aus. Der Gegner hatte nur noch wenige Sekunden auf der Uhr, so dass Robin ein chancenreiches Figurenopfer einstreute. Es war eigentlich egal, ob es korrekt war, weil Schwarz in der verbliebenen Zeit unmöglich die Probleme hätte lösen können. Mit dem Überschreiten der Bedenkzeit war das Erstaunen groß, als plötzlich 9:59 auf der Uhr angezeigt wurden. Es handelte sich um einen Defekt der Uhr, die eine 1 an der ersten Stelle nicht anzeigte. So war die Zeit von 20 von niemandem bemerkt auf 9:59 gesprungen und Schwarz gar nicht in Zeitnot gewesen. Während Robin sich berechtigterweise über diesen Umstand ärgerte, konnte Till seine von Beginn an gute Stellung gewinnen und den Vorsprung ausbauen. Nach Überstehen der Zeitkontrolle war Robins Stellung ausgeglichen und man einigte sich auf Remis. So benötigten wir nur noch einen halben Punkt zum Mannschaftserfolg. Axel hatte studienhaft gezeigt, wie man gegen einen rückständigen Bauern spielen muss, hatte einen Bauern mehr und hätte mit weiterem Materialgewinn den Sack zumachen können. Dann machte er einen ungenauen Zug und geriet aus dem Konzept, so dass er sich plötzlich in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern wiederfand, was nicht mehr gewinnbar war. Immerhin sicherte Axel damit den Mannschaftserfolg. Simon hätte jetzt seine etwas bessere Stellung noch auf Gewinn spielen können, aber da alle anderen fertig waren und sich der Lärmpegel rapide erhöhte, konnte Simon sich nicht mehr ausreichend konzentrieren und machte Remis. So blieb noch genügend Zeit, den Sieg im Dolce Vita gebührend zu feiern und alle Partien nochmal vorzuführen.

SC Nidderau - SC Heusenstamm 2  2,5:5,5

Normalerweise wären wir gegen die Heusenstammer klarer Außenseiter gewesen, zumal mit Günther und Axel zwei unserer Besten fehlten. Die Heusenstammer traten aber sogar mit 5 Ersatzspielern an. So hatten wir an den letzten beiden Brettern ein deutliches DWZ-Plus. Jörg hatte sich dann auch schnell eine aussichtsreiche Angriffsposition herausgespielt. Als der Angriff nicht durchschlug, musste er sich geschlagen geben. Es folgten 2 weitere Niederlagen an den Brettern 3 und 1. Diese kamen allerdings gegen deutlich stärkere Gegner nicht unerwartet. Klaus opferte unnötig einen Bauern und bekam dafür nicht die erhoffte Kompensation. Ich kam gegen den FIDE-Meister gut aus der Eröffnung raus, meinte dann aber, einen vergifteten Bauern decken zu müssen. Dadurch verlor ich ein wichtiges Tempo, in der Folge einen Bauern und schließlich die Partie. Trotz des 0:3 war der Mannschaftskampf noch nicht entschieden, weil alle anderen Stellungen für uns aussichtsreich standen. Simon verkürzte gekonnt zum 1:3, ließ uns aber wegen seiner Zeitnot etwas zittern. Marco hatte seinen Gegner dazu gezwungen, den König in der Mitte zu halten und suchte nach Angriffsmöglichkeinten gegen den schwarzen Monarchen. Ein Läuferzug mit Angriff auf die Dame entpuppte sich als Bumerang. Marco musste die Qualität hergeben und verlor. Georg hatte eine gute Stellung und wollte die Partie mit einem Turmgewinn beenden, hatte aber völlig übersehen, dass der Turm auf a1 durch den b3-Springer gedeckt war. So blieb er mit Minusbauern zurück und verlor sogar noch. Die spannendste Partie gab es am 5. Brett, wo Robin trotz zweier Minusbauern gute Gewinnchancen hatte. Sein Gegner konnte sich gerade noch über die Zeitkontrolle retten und den Damentausch erzwingen. Als der Mannschaftskampf entschieden war, einigte man sich auf Remis. So blieb es Till überlassen, den Schlusspunkt zu setzen. Trotz der mehr als 200 Punkte geringeren DWZ, versuchte Till auch im ausgeglichenen Bauernendspiel, noch seine Chance zu suchen. In der folgenden Stellung konnte Schwarz mit Ke6 oder f5 das Remis halten, zog aber Kd6 und musste nach den weiteren Zügen Kd4 Kc6 c4 dxc4 Kxc4 die Opposition aufgeben. So konnte Till den vollen Punkt noch verbuchen.

SC Turm Büdingen - SC Nidderau 6:2

Trotz des Ausfalls von Marco traten wir deutlich favorisiert in Büdingen an. Es ging auch recht gut los. Günther gewann am Spitzenbrett kampflos und ich (Ralf) konnte mit Schwarz gegen den Topscorer der vergangenen Spielzeiten Remis halten. Da wir an den Brettern 5 bis 7 deutlichen Stellungsvorteil hatten, nahm auch Axel in völlig ausgeglichener Stellung ein Remisangebot an.

Dann kam der Knackpunkt am 6. Brett. Robin hatte einen Königsinder gekonnt vorgetragen, dann aber nicht den Deckel drauf gemacht, sondern sich auf ein Endspiel mit Mehrbauern verlassen. Das war dann aber doch nicht so einfach zu gewinnen und Robin verzettelte sich und verlor sogar noch. Da die Stellungen von Georg und Till inzwischen sehr kritisch waren, mussten Klaus und Simon gewinnen. Klaus hatte zwar deutlichen Vorteil, sah sich aber einem Königsangriff ausgesetzt. Er ließ sich vom Geschehen am Nebenbrett ablenken und erlaubte dem Gegner ein durchschlagendes Figurenopfer und gab auf. Als Georg ebenfalls die Segel streichen musste, gab es nur noch eine theoretische Chance auf ein Mannschaftsremis. Simon hatte seine gute Stellung inzwischen auch eingebüßt und wollte eigentlich Remis machen. Mannschaftsdienlich spielte er weiter, zumal Till in verlorener Stellung noch erfindungsreich Drohungen aufstellte. Tills Gegner ließ sich aber nicht aus dem Konzept bringen und sicherte den Büdingern den Mannschaftssieg. Zu allem Überfluss achtete Simon nicht auf seine Bedenkzeit und machte in ausgeglichener Stellung seinen 40 Zug nicht und überschritt die Zeit.

Saison 2012/13

SC Nidderrau 2 - SV Altenstadt 3,5:2,5

Die zweite Mannschaft hat eine unglaubliche Saison mit diesem Sieg gekrönt. In der letzten Spielzeit abgestiegen und nur durch den Rückzug von Maintal in der Klasse geblieben, musste sie auf Simon Giehl am Spitzenbrett verzichten, der wegen des Weggangs von Gero Poetsch in die Erste aufrückte und dort zum Topscorer avancierte. Trotzdem lagen die Nidderauer vor dem letzten Spieltag in Reichweite der Tabellenspitze, mussten jedoch gegen den Bezirksklassenabsteiger und Staffelfavoriten aus Altenstadt antreten.

Die Altenstädter sahen während der gesamten Saison wie der sichere Aufsteiger aus. Durch Punktverluste in den letzten beiden Runden waren sie auf Platz 2 abgerutscht und mussten gewinnen, um den Aufstieg zu sichern. Altenstadt trat in Stammbesetzung an. Bei Nidderau fehlte Georg Enders, der sich in der ersten Mannschaft festgespielt hatte.

Die Taktik der Altenstädter wurde schnell deutlich. Am 5. Brett hatten sie mit mehr als 200 Punkten den größten DWZ-Vorsprung, zudem Weiß. Dort sollte der volle Punkt gemacht werden. Die anderen Partien wurden auf Remis angelegt.

Brett 5 brachte dann wirklich die Entscheidung, jedoch andersrum. Vorher waren bereits 2 Partien mit Remis beendet worden und danach erfolgte auch relativ schnell der Friedensschluss an den Brettern 6 und 1. Am 2. Brett musste der Gegner von Tobias Giehl dann auf Gewinn spielen, um wenigstens noch ein Mannschaftsremis zu sichern, hatte zwischenzeitlich auch einen Bauern mehr, aber Tobias setzte gekonnt einen Konter und stand am Ende sogar etwas besser, so dass der Mannschaftssieg sichergestellt war.

Nun zur Glanzpartie an Brett 5:

Oedon Paulovics - Gerd Romanowski

1. f4 d5 2. Sf3 c5 3. c3 Lf5 4. e3 a6 5. Le2 e6 6. 0-0 Sc6 7. d4 c4 8. Sbd2 Sf6 9. Se5 Se4 10. De1 Le7 11. g4 (Weiß greift sofort an) Lh4 12. Dd1 Lg6 13. f5 exf5 14. gxf5 Dg5+ 15. Kh1 Lxf5 16. Sdf3

Darauf hatte Weiß spekuliert. Dame und Läufer sind angegriffen und nach dem Schlagen auf h4 hängt der f5-Läufer. Allerdings hatte Weiß dabei den Springerzug nach g3 übersehen. Objektiv gesehen wären Df6 oder De7 stärker gewesen, aber Gerd spielte für die Galerie: 16. ... Sg3+ 17. hxg3 Dxg3 18. Tg1 Dh3+ 19. Sh2 Le4+ 20. Sef3 Lg3 21. Tg2 g5! 22. Df1 g4 23. Sg5 Dxh2# 0-1

SV Bergwinkel - SC Nidderau 4:4

Nach dem feststehenden Klassenerhalt konnten wir befreit aufspielen. Bergwinkel trat in Bestbesetzung an, bei uns wurde Robin durch Georg vertreten. In unseren Weißpartien konnten wir aus dem Anzugsvorteil an den vorderen Brettern kein Kapital schlagen. So endeten die Spiele von Klaus, Günther und mir remis. Da Till einen Bauern und Axel die Qualität weniger hatten, lag die erwartete Niederlage in der Luft. Simon hatte mit einem druckvollen Spiel einen deutlichen Stellungsvorteil herausgespielt, allerdings wurde die Zeit knapp. Als wir schon befürchteten, dass die Partie kippen könnte und sein Gegner eine Mattdrohung aufstellte, konterte Simon und konnte sogar Mattsetzen. Die Stellungen von Marco und Georg waren ausgeglichen. Georgs Gegner kam in Zeitnot und verlor einen Bauern. Nachdem Marcos Partie Remis endete, opferte er unmotiviert einen Springer, so dass Georg noch vor der Zeitkontrolle den 4:2-Zwischenstand herstellte. Till hatte vor der Zeitkontrolle zwar Gegenspiel bekommen, musste aber letztlich noch einen zweiten Bauern hergeben. Die Entscheidung musste also in Axels Partie fallen. Dort sah es mit der Zeitkontrolle so aus, als könne Axel sogar gewinnen.

Das war zwar eine etwas zu optimistische Einschätzung, aber in obiger Stellung war ein Remis möglich: 45. ... e3 46. d7 e2 47. Txe2 Dxe2+ 48. Kd6 Da6+ mit Dauerschach. Auch 45. ... Df3 wäre gegangen. In der Partie geschah 45. ... Lf5 46. d7 Lxd7 47. Dxe4 und letztlich gewann Weiß. Auch bei Till gab es schließlich keine Schummelchancen mehr, so dass am Ende doch kein Mannschaftssieg heraussprang.

SC 1952 Obertshausen 2 - SC Nidderau 2:6

Unsere Mannschaft konnte diese wichtige Begegnung mit der Stammaufstellung angehen und kam mit einer geschlossenen Leistung zu diesem deutlichen Sieg. Keine einzige Partie ging verloren. Die Obertshausener ließen das Spitzenbrett frei, so dass Günther zu einem kampflosen Sieg kam. Ich (Ralf) wiederholte mit meinem Gegenüber die Eröffnung aus einer Remispartie von vor 4 Jahren, hatte aber im 10. Zug eine Verstärkung vorbereitet. Mit ein paar ungenauen Zügen verdarb Schwarz schnell die Stellung und verlor eine Figur. Nach einer Stunde führten wir bereits 2:0. Axel musste sich eines Königsangriffs erwehren, behielt in einem taktischen Gemetzel die Übersicht und konnte sogar ein minimal besseres Endspiel erreichen, das aber nicht zu gewinnen war und man einigte sich auf Remis. Till hatte sich solide aufgebaut, aber mit einem ungenauen Springerzug dem Gegner einen nicht ungefährlichen Freibauern auf d6 erlaubt. Mit genauem Spiel gelang es ihm aber, den Gegner zu einer Zugwiederholung zu zwingen.

Die schönste Kombination gelang Robin trotz geringer Bedenkzeit vor der Zeitkontrolle. Der Verlust des b-Bauern ist nicht zu verhindern, aber

32. ... d4! 33. axb5 axb5 34. Lxb5? Weiß glaubt, die Figur auf c6 zurückzugewinnen und am Ende einen Bauern mehr zu haben, doch 34. ... dxc3 35. Dxc3 Td1+ 36. Kf2 Dh5 37. h4 Sxe5! 38. Le2 Sg4+ 39. Lxg4 Dxg4 40. e4 Dxe4 0-1

Jetzt war nur noch ein halber Punkt nötig. Klaus hatte ein wenig Initiative und erwies sich als Meister des Lavierens, wartete bis es 4:1 stand und bot dann Remis. Marco konnte Obertshausens bisherigen Topscorer in guter Stellung in Zeitnot bringen und sogar mattsetzen. Der Gegner von Klaus willigte dann in das Remis ein. Simon hatte bei knapper Zeit einen Bauern hergegeben. Bei ungleichgfarbigen Läufern war das zwar unerheblich, aber verlängerte damit die Partie. Nach dem Damentausch willigte sein Gegenüber aber dann doch ins Remis ein, so dass wir den gelungenen Abend im Dolce Vita ausklingen lassen konnten, wo alle Partien nochmal vorgeführt wurden.

SC Nidderau - SG Wächtersbach/Sotzbach 4:4

Zum zweiten Mal in dieser Saison konnten wir mit Stammaufstellung an den Start gehen. Die Wächtersbacher mussten einen Stammspieler ersetzen. Nur Klaus und ich hatten einen wertzahlhöheren Gegner.

Vor 4 Jahren hatten wir gegen Wächtersbach mit einem 2:6 den Aufstieg in die Bezirksoberliga verpasst und in den letzten zwei Spielzeiten gab es mit 2:6 und 2,5:5,5 herbe Niederlagen. Obwohl jeweils mit einem etwas geringeren DWZ-Schnitt als wir, waren sie in der Endabrechnung immer vor uns und konnten als sehr homogenes Team auch in dieser Saison bisher überzeugen.

Alle Partien waren hart umkämpft. Robin büßte in der Eröffnung einen Bauern ein. Günther hatte sich sehr solide aufgestellt, übersah aber einen drohenden Qualitätsverlust und musste zur Verhinderung einen Bauern hergeben. Marco hatte sich eine Gewinnstellung erspielt, die durch einen Konter noch in Gefahr geriet, aber er erreichte doch den vollen Punkt. Die Gegner von Axel und mir versuchten es mit einem schnellen Königsangriff, ohne Springer und Turm am Damenflügel zu entwickeln. Wir konnten scheinbar die Angriffe jeweils abwehren und die etwas bessere Stellung behalten, aber Axels Gegner hatte doch noch einen starken Zug im Ärmel und zwang Axel zur Aufgabe. Ich hatte in komplizierter Stellung zwei Bauern mehr, mit dem vorletzten Zug vor der Zeitkontrolle verdarb mein Gegenüber die Stellung völlig und gab nach dem 40. Zug auf. Simon hatte inzwischen Remis gemacht. Till hatte eine tolle Kombination gefunden, um in Vorteil zu kommen, verwechselte aber plötzlich die Zugfolge und stellte eine Figur ein. Mit großem Kampfgeist kam er aber doch noch zu einem Remis. Günthers Gegner konnte alle Klippen umschiffen und in ein gewonnenes Endspiel abwickeln und glich zum 3:3 aus.

Die Bretter 5 und 6 mussten die Entscheidung bringen. Während Robins Turmendspiel mit einem gegen zwei Bauern am Königsflügel Remis sein sollte, war die zugeschobene Stellung von Klaus schwer einzuschätzen. Er konnte nur hin und herziehen, dazu hatte sein Gegner Raumvorteil, den besseren Springer, den besseren Läufer und knapp 200 DWZ-Punkte mehr. Eine klare Gewinnidee schien Weiß aber nicht zu haben. Robins Gegner tat uns dann den Gefallen, erst mit 51 Sekunden Restzeit auf der Uhr einzusehen, dass die Partie nicht zu gewinnen ist und bot Remis. Robin hätte jetzt durchaus versuchen können, ihn über die Zeit zu heben, aber mit einem gleichzeitigen Remisschluss an den beiden verbliebenden Brettern gab es ein faires Ende.

SV Kinzigtal Erlensee / Langenselbold - SC Nidderau 7:1

Gegen den Staffelfavoriten waren wir ohnehin Außenseiter. Während Kinzigtal fast in Bestbesetzung antreten konnte, mussten wir auf 3 unserer stärksten Spieler verzichten. So waren die Hausherren an allen Brettern (außer Brett 7) deutlich stärker besetzt, zum Teil mehr als 200 DWZ-Punkte. Brett 2 verloren wir kampflos. Ich opferte in der Eröffnung unnötig einen Bauern. Obwohl das Opfer nicht unkorrekt war, setzte ich aber nicht energisch genug fort und hatte nie eine Remischance. Klaus und Robin kamen aus der Eröffnung auch mit Stellungsnachteil heraus, Tobias verlor eine Qualität. Simon hielt die Partie lange offen. Nur Tills und Stefans Stellungen sahen aussichtsreich aus.

Klaus musste dann schnell die Segel streichen. Auch Robin und Tobias verloren. Mit meiner Aufgabe zum 0:5 war die Mannschaftsniederlage perfekt. Schließlich kam Simon in Zeitnot und konnte die inzwischen ohnehin schwierige Stellung nicht halten. Till konnte wenigstens den Ehrenpunkt holen. In einer starken Partie am Spitzenbrett gelang es ihm, in ein Endspiel mit 2 Türmen und Mehrbauer gegen Dame abzuwickeln. Sein Freibauer war dann nicht mehr aufzuhalten. Stefan gelang keine Verbesserung des Ergebnisses. In guter Stellung ging plötzlich die Qualität verloren. Trotzdem blieben noch Chancen auf wenigstens ein Remis. Die verpasste er aber in hochgradiger Zeitnot.

SC Nidderau - SF Schöneck 3 4:4

Wir mussten leicht ersatzgeschwächt in die Begegnung gehen. Till fehlte und Günther nahm den Stress auf sich, unmittelbar nach einer Dienstreise die Partie zu spielen. Robin gab relativ früh einen Bauern her, um Gegenspiel zu bekommen, verlor aber schließlich die Partie. Unserem Topscorer Simon gelang erneut ein voller Punkt und in den Weißpartien an den vorderen Brettern steuerten Günther und Klaus jeweils Remis bei. Nach Sieg von Marco und Niederlage von Georg stand es schließlich 3:3, aber die beiden noch offenen Partien ließen nicht mehr auf etwas Zählbares hoffen. Axel hatte eine Figur verloren und nur einen Bauern dafür und bei mir (Ralf) sah es nicht besser aus. Ich hatte einen Bauern weniger und musste auch noch die Qualität hergeben. Da entschloss ich mich, etwas im Trüben zu fischen und opferte noch eine Figur, um die gegnerische Königsstellung zu entblößen. Mehr als eine vage Hoffnung auf ein Dauerschach gab es jedoch nicht. Zumindest konnte ich vor der Zeitkontrolle frei aufspielen und ein paar Drohungen aufstellen. Deutlich nervös geworden, fand mein Kontrahent nicht mehr die richtigen Verteidigungszüge, verlor die Dame durch eine Springergabel und schließlich war mit der Zeitkontrolle noch ein weiterer Figurenverlust nicht zu vermeiden, so dass er aufgab. Axel mühte sich noch, mit der Minusfigur eine Festung aufzubauen, aber sein Gegner spielte es sicher zu Ende und glich zum 4:4 aus.

Schmidt-Mahnke Stellung nach dem 33. Zug.

Wenn Weiß den Läufer nimmt, hat Schwarz mit Sf4 Dauerschach. 34. Td1 Sf4 35. Sd6 (Dg3 gewinnt) Le6 36. Lxe6 fxe6 Weiß kann das Dauerschach kaum verhindern und ist in hochgradiger Zeitnot: 37. Dg3?? Dh5+ 38. Kg1 Se2+ 39. Kf2 Sxg3 40. Kxg3 Dxe5+ 0-1

SC Turm Büdingen - SC Nidderau 4:4

Gegen Büdingen gelang leider nicht der angestrebte Mannschaftserfolg. Es ging recht gut los. Klaus gewann in der Eröffnung eine Figur, so dass sein Gegner sofort aufgab. Simon, der Topscorer der ganzen Liga, konnte gegen seinen jungen Gegenüber die Siegesserie fortsetzen. Der Vorsprung war dann aber schnell wieder dahin. Nach 17 ungeschlagenen Punktspielen in Folge musste ich eine Niederlage einstecken. Die Eröffnung war mir nicht so gelungen und dann musste ich die Qualität opfern. Schwarz konnte den Vorteil gekonnt verwerten. Auch Robin unterlief ein Fehler, als er mit der Dame nicht rechtzeitig aus einer Fesselung ging und so einen Königsangriff von Schwarz ermöglichte. Dabei war seine Stellung bis dahin recht aussichtsreich. Um Stefans Stellung musste man auch bangen. Mit einem gedeckten weißen Bauern auf c6 hatte er keine Möglichkeit, seinen c8-Läufer zu befreien. Zwischenzeitlich hatte man mal den Eindruck, dass er seine Stellung konsolidiert hätte. Er hatte sogar eine Qualität mehr. Aber in Zeitnot konnte er die schwierige Stellung doch nicht halten. Günther versuchte, ebenfalls in Zeitnot, in einer remisigen Stellung einen Königsangriff zu starten. Zu dem Zeitpunkt musste man davon ausgehen, dass ein Remis nicht reicht. Doch dann konnten erst Till und auch Marco ihre leicht vorteilhaften Stellungen zum vollen Punkt bringen. Günther hatte in der Zeitnotphase einen leichten materiellen Nachteil hinnehmen müssen, aber immer noch die Chance auf einen Königsangriff. Leider kostete das Durchrechnen der Angriffsvarianten wiederum sehr viel Bedenkzeit, so dass trotz großen Kampfgeistes in Zeitnot es am Ende nicht mehr zum Remis reichte.

SC Nidderau - SC 1934 Gelnhausen 2 2:6

Wenn man das Ergebnis sieht, kann man sich kaum vorstellen, dass wir gar nicht so weit von einem Punktgewinn oder sogar Mannschaftssieg entfernt waren. Ich (Ralf) steuerte ein Kurzremis bei. Mein Gegner hatte mich mit einer mir unbekannten Eröffnung konfrontiert und gefährliche Drohungen aufgestellt, plötzlich aber sehr viel abgetauscht, so dass ein ausgeglichenes Endspiel entstand. Die anderen Partien waren hart umkämpft. Simon gewann in der Eröffnung einen Bauern. Klaus musste einen hergeben. Günther hatte viel Zeit investiert und ein Remisangebot aus mannschaftstaktischen Gründen zunächst abgelehnt. Dann schien sich aber das Blatt zu unseren Gunsten zu wenden. Klaus machte aus der Not eine Tugend, opferte noch eine Qualität und bekam gefährlichen Angriff. Auch Robin investierte zwei Bauern für die Initiative, was recht chancenreich aussah. Schließlich gewann Marco zwei Figuren gegen Turm und Bauer, Simon den zweiten Bauern. Georg, der ein für ihn typischen schlechten Läufer hatte, erreichte eine zugeschobene Stellung mit guten Remischancen. Simon konnte schließlich seinen Vorteil zum vollen Punkt verwerten. Leider kippte plötzlich die Stellung bei Marco. Er hatte zugelassen, dass Schwarz zu verbundenen Freibauern kam und seine vielen Leichtfiguren kamen nicht mehr rechtzeitig zur Blockade an den Damenflügel. So konnte Gelnhausen ausgleichen. Günther machte nun doch Remis. Die taktisch geprägten Partien von Klaus und Robin ließen uns aber weiter im Spiel. Robins Gegner verteidigte sich aber sehr stark, glänzte seinerseits mit einem Springeropfer und konnte letzlich einen Großabtausch erzwingen, an dessen Ende er 3 Mehrbauern hatte, die trotz ungleichfarbiger Läufer zum Sieg reichten. Die Entscheidung zu unseren ungunsten fiel dann in der Zeitnotphase beim Spiel von Klaus. Er hätte sein tolles Spiel mit einem entscheidenden Angriff krönen können, übersah aber die Möglichkeit einer Springergabel und ließ den Gegner entwischen. Das investierte Material brachte die Entscheidung. Zu allem Überfluss verdarb dann auch Georg seine remisige Stellung. Am Spitzenbrett hatte Till die Partie lange offen gehalten. In der Zeitnotphase hatte er etwas Zeitvorteil, lehnte aus mannschaftstaktischen Gründen ein Remisangebot ab. Als dann die Mannschaftsniederlage feststand, bot er seinerseits Remis. Nun wollte sein Gegner aber noch spielen. So fiel die Entscheidung am 1. Brett erst nach Mitternacht. Till musste einen Bauern hergeben, verteidigte sich aber geschickt, konnte den Bauer zurückerobern und lehnte seinerseits ein Remisangebot ab. Obwohl er etwas mehr Zeit hatte als sein Gegenüber, übersah er eine Springergabel, so dass die Niederlage am Ende sehr deutlich wurde.

Brett 1 und Brett 2, Nidderau - Gelnhausen

Till Krüger (rechts hinten) gegen Stefan Reh und Günter Heuser (ganz rechts) gegen Peter Dächert.

1.Hainstädter SC - SC Nidderau 3,5:4,5

Einen erfolgreichen Auftakt gab es beim Hainstädter SC. In der vorangegangenen Saison gelang ein 6,5:1,5 Kantersieg. Da war der Gegner aber ersatzgeschwächt und in der Tabelle jenseits von Gut und Böse. Diesmal fehlte nur ihr Spitzenmann Oliver Nill, so das Günther kampflos gewann. Alle anderen Partien waren hart umkämpft. Nach gut 3 Stunden waren noch alle Stellungen in der Remisbreite. Vor der Zeitkontrolle konnten Simon und Klaus gewinnen und Marco machte Remis. Der 3-Punkte-Vorsprung war aber nicht die Entscheidung. Axel machte es noch einmal spannend. In einer Partie mit entgegengesetzten Rochaden hatte er eine gute Angriffsposition und einen Bauern auf b3 platziert. Mit Läufer und Schwerfiguren drohte er ständig ein Opfer gegen den gedeckten Freibauern auf a3 mit Mattangriff. Sein Gegner konnte die Drohungen immer gerade so parieren. Axel wickelte schließlich in ein vermeintlich gewonnenes Endspiel mit Läufer gegen Springer ab, hatte dabei den Bauern a3 unterschätzt und verlor sogar noch. Als Till auch verlor, wurde es richtig eng. Robin hatte zwei Bauern für eine gute Angriffsposition geopfert, wählte mannschaftstaktisch aber den sicheren Weg zum Remis mit Dauerschach. So blieb meine Partie übrig. Ich (Ralf) hatte meine Stellung völlig falsch eingeschätzt. Wegen eines rückständigen Bauern in halboffener Linie beim Gegner hatte ich sie lange als besser eingeschätzt. Stattdessen stand ich deutlich schlechter. Vor der Zeitkontrolle machte ich ein taktisch geschicktes Remisangebot (Robin spielte noch). Daraufhin machte mein Gegner den einzigen Fehler in der Partie und stellte einen Bauern ein. Trotz des Mehrbauern war es nur ausgeglichen und Schwarz hätte noch weiter auf Gewinn spielen können, empfand es aber als aussichtslos und willigte ins Remis ein.

Saison 2011/12

SC Nidderau - SV Bergwinkel 4:4

Unser Gegner am letzten Spieltag der Saison konnte sich mit einem hohen Sieg gegen uns noch leichte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Landesklasse machen. Entsprechend motiviert und in Bestbesetzung traten die Gäste bei uns an. Bei uns fehlte Axel, der durch den bereits festgespielten Georg ersetzt werden konnte. Bis zur ersten Entscheidung vergingen fast 4 Stunden. Robin hatte sich eine Ungenauigkeit erlaubt, die sein starker Gegner zum Sieg ausnutzen konnte. Nahezu zeitgleich konnten Marco und ich (Ralf) gewinnen und Till verlor. Kurios war bei Marcos Gewinn, dass zum zweiten Mal in dieser Saison der Gegner seinen Turm auf das Feld c1 stellte, das durch Marcos Läufer auf h6 bedroht war. Marcos Stellung war zu dem Zeitpunkt aber bereits sehr vielversprechend. In beiderseits hochgradiger Zeitnot einigte man sich am Spitzenbrett auf Remis. Gero hatte eine Figur weniger, aber seine Schwerfiguren beschäftigten den gegnerischen König. Ob mehr als ein Dauerschach drin gewesen wäre, konnte Gero in der knappen Zeit nicht durchrechnen. Bezüglich der Zeitnot ging es bei Günters Partie noch enger zu. Er hatte sich eine aussichtsreiche Angriffsposition erarbeitet, aber die Chance zur Unterbrechung einer wichtigen Verteidigungsreihe durch ein Bauernopfer nicht genutzt. So verpuffte sein Angriff und Günter konnte sich noch gerade über die Zeitkontrolle retten, allerdings mit einem Minusbauern. Georg hatte im Turmendspiel den kleinen Nachteil eines Doppelbauern, bot aber zum richtigen Zeitpunkt den Turmtausch an und hielt das Bauernendpiel sicher remis. Die Partie war ein Spiegelbild der ausgekämpften Begegnung. Man einigte sich erst einen Zug, bevor zwei blanke Könige übrig blieben, auf Remis. Klaus hatte in einem Spiel mit ungleichfarbigen Läufern und jeweils einem Turm den etwas besseren Läufer und nutzte diesen Vorteil gekonnt zum vollen Punkt. Jetzt was sogar ein Mannschaftssieg möglich, aber Günter konnte den schwarzen Freibauern nur mit Materialverlust aufhalten und verlor.

SC Nidderau 2 - SC Ulmbach 2:4

Wenn aus der Landesklasse nicht sowohl Bad Nauheim als auch die Schachfreunde Frankfurt absteigen oder irgendeine Mannschaft zurückzieht, muss die zweite Mannschaft den Weg in die Kreisklasse A antreten. Dabei war sogar gegen den Tabellenzweiten ein Sieg drin. Neben Georg, der sich in der ersten Mannschaft festgespielt hatte, fehlte auch Tobias. Für die Ersatzspieler Hendrik und Monte waren ihre wertzahlmäßig stärkeren Gegner doch zu übermächtig, aber Gerd Schlehenbecker konnte den vollen Punkt einfahren. So hätten unsere 3 Spitzenbretter, die von der Papierform deutlich ihren Gegnern überlegen sein sollten, den Sack zumachen können. Doch Holger büßte recht schnell eine Qualität ein. Zwischenzeitlich sah es so aus, als könne er nochmal zurückkommen, aber dann musste er sich doch geschlagen geben. Damit war der Klassenerhalt nicht mehr möglich. An den Spitzenbrettern einigte man sich schließlich jeweils auf Remis.

1.Hainstädter SC - SC Nidderau 1,5:6,5

Es war uns allen bewusst, dass eine erneute Niederlage den Abstieg bedeuten könnte. Entsprechend motiviert gingen wir an diese Aufgabe. Während wir erstmals in Bestbesetzung antreten konnten, trat Hainstadt nur mit 7 Spielern an, zudem noch mit einer Ersatzspielerin. Tills Gegner trat nicht an. Robin war dann der Erste, der sich einen Vorteil erspielen konnte. Erst gewann er einen Bauern, dann die Qualität. Er musste noch aufpassen, kein Dauerschach zuzulassen, aber dies gelang und es stand 2:0. Als mein Gegner einen Springer ohne Kompensation opferte und Günther gegen Oliver Nill (bisher 7 aus 7) remis halten konnte, war der Mannschaftssieg abzusehen. Ich (Ralf) erhöhte auf 3,5:0,5. Als Marcos Gegnerin nach einem Bauernverlust auch noch die Qualität verlor, konnte Axel risikolos ein Remisangebot annehmen. Marco stellte dann den Mannschaftssieg sicher. Gero machte am 2. Brett remis. Klaus hatte trotz einer Minusqualität eine so gute Stellung, dass er noch auf Sieg spielte, was schließlich auch gelang.

SC Nidderau - SC 1952 Obertshausen 3:5

Das Spiel gegen Obertshausen war hart umkämpft. Nach 2 Stunden waren noch alle Partien ausgeglichen. Dann gab es 2 Schwarzremisen von Ralf und Gero. Doch plötzlich war der Wurm drin. An 4 Brettern ging jeweils ein Bauer verloren. Klaus musste bald aufgeben und es sah nach einer klaren Niederlage für uns aus. Dann konnte Marco in beiderseitiger Zeitnot den Bauern zurückgewinnen und schließlich stellte sein Gegner gar die Dame ein. Trotz dieses unerwarteten Ausgleichs gab es kaum Hoffnung auf einen Mannschaftspunkt. Axel, der die ganze Zeit etwas Initiative hatte, büßte auch einen Bauern ein. Georg hatte eine Figur für etwas Gegenspiel geopfert, aber die Stellung war nicht mehr lange zu halten. Nun musste Günther gewinnen und Axel und Till die Partien trotz Minusbauern remis halten. Till konnte zwischenzeitlich den Bauern zurückgewinnen, aber in hochgradiger Zeitnot gingen wieder 2 Bauern verloren. Axels und Tills Gegner konnten den Vorteil dann sicher verwerten. Günther gelang es schließlich, in seiner etwas besseren Stellung ein Mattnetz zu knüpfen und konnte den vollen Punkt holen. Dieser Brettpunkt kann in der Endabrechnung vielleicht noch wichtig sein.

 

Unentschieden:         Nidderau 2 - Kinzigtal/Erlensee 3

Ein wertvolles Unentschieden erreichte die 2. Mannschaft von Nidderau gegen Kinzigtal/Erlensee. Da der Gegner nur mit 5 Mann anreiste, ging der 1. Punkt kampflos an die Nidderauer. Trotzdem wurde es schwer.

Am 1. Brett spielte Stefan Trautwein als Schwarzer die Spanische Eröffnung zu passiv, sodass sein Gegner schnell das Zentrum mit seinen Bauern besetzte. Die schwarzrn Figuren wurden eingeengt und der Damenflügel konnte sich nicht mehr entwickeln. Obwohl sich Stefan im Mittelspiel fast noch befreien konnte, reichte es nicht mehr. Einen finalen Mattangriff auf seinen Königsflügel konnte er nicht mehr verhindern. Tobias Giehl setzte sich am 3. Brett mit zunehmender Spieldauer gegen Dietrich Marquardt durch und konnte nach einem Figureneinsteller seines Gegners den vollen Punkt einheimsen.

Edelreservist Jörg Bastian gewann anschließend am 6. Brett recht souverän gegen Christian Fuchs, sodass 3 Punkte gesichert waren. Monte Adair verlor nicht unerwartet gegen den starken Alexander Renner und Holger Zwier versuchte vergeblich, das Blatt noch zum Mannschaftssieg zu wenden. Zu später Stunde mußte er dann doch aufgeben, obwohl die Partie bis zum 44. Zug offen war.

Endergebnis:  3:3 und trotzdem reicht es damit nur zum 9. und vorletzten Platz in der Kreisliga. Die Mannschaft wird weiter um den Klassenerhalt kämpfen müssen.

SV Königsspringer 1929 Großauheim - SC Nidderau 4:4

Gegen die Großauheimer gibt es traditionell immer viele Remispartien (im Vorjahr 7). Auch diesmal bewegten sich viele Stellungen im Remisbereich. Wir begannen mit einer kampflos verlorenen Partie, weil unser Ersatzspieler kurzfristig absagte. Klaus verlor in der Eröffnung einen Bauern ohne Kompensation und hatte Glück, dass sein Gegner das Remisgebot annahm. Robin setzte in einer sauber geführten Angiffspartie seinen Gegner nach 22 Zügen Matt und konnte den Mannschaftskampf ausgleichen. Es folgten zwei Remisen von Marco und Till. Ich stand kurz vor meiner ersten Saisonniederlage, hatte in guter Stellung zu ungestüm das Zentrum geöffnet und musste mich einem Mattangriff erwehren. Statt mich mattzusetzen, begnügte sich mein Gegner dann aber mit einem Bauerngewinn. Axel hatte sich in der Eröffnung mit einer tollen Kombination einen leichten Vorteil erkämpft (Turm und zwei Bauern gegen zwei Springer). Ich hatte den Bauern zurückgewonnen und schätze Axels Stellung zu optimistisch ein und machte vielleicht etwas vorschnell Remis. Geros Stellung war eigentlich tot remis, er nahm ein Remisangebot aber nicht an, weil er den Ausgang von Axels Partie abwarten wollte. Die Entscheidung sollte sich am Ende als goldrichtig erweisen. Das Springerpaar von Axels Gegner war doch sehr stark und Axel hatte keine offene Linien, um seine Türme zur Geltung zu bringen. So ging die Partie sogar noch verloren. Gero musste jetzt auf Gewinn spielen. Er wartete geduldig auf Ungenauigkeiten seines Gegners, die dann tatsächlich kamen und konnte noch den Mannschaftspunkt sicherstellen.

SC Nidderau 1 - SC Turm Büdingen 6,5:1,5

Der Pflichtsieg im Kampf gegen den Abstieg wurde souverän erzielt. Endlich waren wir mal nicht von Besetzungsproblemen geplagt. Es fehlte zwar Robin, aber mit Georg hatten wir einen guten Ersatzmann zur Verfügung. Unsere Gäste erschienen stark ersatzgeschwächt. Sie traten mit 4 Ersatzspielern an. Die erwiesen sich allerdings als sehr hartnäckig. Alle bauten sich solide auf, nur Georg tappte in eine Eröffnungsfalle. Axel hatte die Ratschläge von Martin Weteschnik beim Mittwochtraining beherzigt und folgte einer klaren Strategie. Sein Gegner musste bald die Dame gegen Turm und Figur hergeben und verlor schnell. Till verlor in der Eröffnung einen Bauern, hatte aber etwas Kompensation und machte remis. Dann gewann Günter souverän an Brett 2 und auch am Spitzenbrett war die Partie relativ schnell zu Ende. Dort allerdings zu unserem Nachteil. Gero kam eigentlich gut aus der Eröffnung heraus, übersah aber, dass sein Springer wegen einer Fesselung nicht ausreichend gedeckt war. Mein Gegner hatte sich zwar sicher aufgebaut, beschränkte sich aber sehr schnell aufs Verteidigen. Vor der Zeitkontrolle machte er dann aber doch ein paar ungenaue Züge und gestattete mir das folgende Matt:

Die hinteren 3 Bretter kämpften noch nach der Zeitkontrolle. Klaus hatte in der Eröffnung zwei Bauern gewonnen, musste allerdings bei einem Konter sein Läuferpaar gegen Turm und Bauer hergeben. Das Endspiel behandelte er sehr gekonnt und stellte den Mannschaftssieg endgültig sicher. Marco konnte sich von dem großen Talent seines jungen Rivalen überzeugen und brauchte sehr viel Geduld, um in ein etwas vorteilhaftes Endspiel mit Läufer gegen Springer zu kommen, das er dann problemlos gewinnen konnte. Schließlich hatte sich auch Georg aus seiner misslichen Lage befreit. Er musste sehr viel Zeit investieren und hatte zwei Bauern weniger, stellte aber sehr starke Drohungen auf. Nach der Zeitkontrolle konnte auch er seinen Stellungsvorteil verwerten und stellte den Endstand von 6,5:1,5 sicher.

SC Nidderau 2 - SG Wächtersbach/Sotzbach 2  2,5:3,5

Gegen den Tabellenführer gab es eine vermeidbare und unglückliche Niederlage. Georg konnte schnell gewinnen und Tobias hatte einen soliden Mehrbauern, als sich bei Gerd Romanowski in zugeschobener Stellung eine unerwartete Gewinnchance auftat:

Th1! hätte einfach gewonnen, nach dem Partiezug Ta6 einigte man sich bald auf ein Remis. Tobias baute dann die Führung aus, aber in den restlichen Partien standen die Nidderauer Spieler etwas schlechter. Gerd Schlehenbecker hatte eine Figur weniger. Die offene Königsstellung des Gegners konnte er mit seiner Dame nicht zu Gegenspiel nutzen und verlor. Die Partien von Stefan und Holger sahen lange remis aus, was für den Mannschaftssieg gereicht hätte. Stefan geriet jedoch in hochgradige Zeitnot und bot im Damenendspiel zu einem falschen Zeitpunkt einen Damentausch an. Der entstehende Doppelbauer im Bauernendspiel brachte die Entscheidung für den Gegner. Schließlich wickelte Holger auch in ein Bauernendspiel ab. Wegen der Möglichkeit, einen entfernten Freibauern  zu schaffen, sah es trotz Minusbauern gut aus, aber es entpuppte sich doch als Fehleinschätzung.

SC 1952 Obertshausen 2 - SC Nidderau 4,5:3,5

Diesmal konnten wir die stärkste Besetzung der laufenden Saison aufbieten. Trotzdem gab es wieder Probleme im Vorfeld. Die Absage von Till wurde nicht weitergeleitet und erst am Abend vor dem Spieltag bekannt. Um nicht wieder eine Partie kampflos abzugeben, erklärte sich Marco bereit, doch noch nachzukommen, obwohl er aus beruflichen Gründen bereits abgesagt hatte. Das Handicap, mit einer guten halben Stunde weniger auskommen zu müssen, erwies sich dann aber doch als gravierend.

Es war von Anfang an der Wurm drin. Stefan hatte in der Eröffnung einen Bauern verloren und der Mehrbauer tauchte als Freibauer auf a6 auf, so dass sich ein Verlust abzeichnete. Noch schlechter stand ich (Ralf). Ein ungenauer Zug hätte einen Bauern gekostet. Der Versuch, den Bauern doch noch zu retten, ging dann voll daneben, so dass noch ein zweiter Bauer verloren ging. Dann ließ Axel in guter Stellung eine taktische Wendung zu, die die Qualität kostete. Sein Gegner bot Remis, das Axel nicht ablehnen konnte. Die Kompensation für die Qualität hätte nicht ausgereicht. Ähnlich erging es Günther. Ihm fehlten bei der Aljechin-Verteidigung die Eröffnungskenntnisse und so kam er in eine ungünstige Position und musste auch ins Remis einwilligen. Die Hoffnungen lagen jetzt bei Gero, Robin und Klaus. Kurz vor der Zeitkontrolle gab es bei meiner Partie die folgende Stellung

Weiß hat immer noch seine 2 Mehrbauern und hat viele Züge zur Auswahl, am besten wäre Kf2, ahnt aber nichts Böses und zieht 33. Td3. Der Konter 33. ... Txd4!! brachte Weiß dann völlig aus dem Konzept. Auf 34. Txd4 folgt Lc5 35. Sf3 Ta4. Man kann den Turm nicht ein zweites Mal decken, weil sonst der a-Bauer durchläuft. Am Besten wäre 36. g3, aber danach ist die Stellung trotz des weißen Mehrbauern remis. Weiß sah das und nahm das Opfer nicht an: 34. Tdxa3 ?? Txa3 35. Txa3 Lxc5. Es droht Matt auf d1. Weiß spielte 36. Ta8+ (sogar der beste Zug) und gab nach Td8+ auf.

Gero konnte dann seine vorteilhafte Stellung zum Sieg führen. Beim Stande von 3:1 für uns musste ich zur Arbeit. Leider konnte der Vorsprung nicht verteidigt werden, obwohl auch Stefan seine Stellung retten konnte. Robin hatte seine gute Stellung etwas überzogen. Er konnte ja nicht damit rechnen, dass sich meine Partie noch dreht. Marco hatte eine Figur weniger, als ich ging und bei Klaus zeichnete sich trotz eines Mehrbauern eine drohende Niederlage ab.

SV Kinzigtal Erlensee/Langenselbold - SC Nidderau 5,5:2,5

Der Berichterstatter hat einen dicken Hals und das nicht nur aus gesundheitlichen Gründen. Wir mussten an den ersten 3 Spieltagen genausoviel Absagen hinnehmen wie in der gesamten vergangenen Saison. Es dürfte nicht zuviel verlangt sein, die Abwesenheit dem Mannschaftsleiter mindestens 2 Wochen vorher mitzuteilen, damit sich die Ersatzspieler rechtzeitig darauf einstellen können.

Gegen den Staffelfavoriten wäre es auch mit der Stammaufstellung schwer geworden, einen Punktgewinn einzufahren, aber wenn von den ersten 4 Brettern 3 fehlen, ist die Aufgabe unlösbar. Zudem konnte kein einziger der vorgesehenen Ersatzspieler kurzfristig einspringen. Wenigstens Holger Zwier trug mit seinem Auftauchen dazu bei, die Stimmung deutlich aufzuhellen. So blieb es bei zwei kampflos verlorenen Partien. Mit Spielbeginn erwachte der Kampfgeist. Alle Nidderauer spielten gegen die übermächtig erscheinenden Gegner auf Gewinn. Klaus hatte anfangs eine gute Stellung und Fallen aufgestellt. Sein Gegenüber hielt aber stark dagegen und nutzte eine Ungenauigkeit zum Sieg aus. Günther hielt am Spitzenbrett remis. Marco hatte in der Eröffnung einen deutlichen Vorteil, ihm fehlten bei der Umsetzung aber die Ideen. Als die Zeit knapp wurde, musste er sich mit einem Remis begnügen. Mit dem Zwischenstand von 1:4 war der Mannschaftskampf aber noch nicht entschieden. Robin hatte in der Eröffnung einen Bauern gewonnen und brachte den Vorteil sicher nach Hause. Holger verdarb in der Eröffnung seine Bauernstruktur und hatte einen Tripelbauern auf der c-Linie. Trotzdem war immer Gegenspiel da. Es entwickelte sich eine spannende Zeitnotschlacht, an deren Ende der Kinzigtaler die Nase vorn hatte. Ralf hatte seine Partie durchgängig dominiert und im Läuferendspiel den Vorteil eines gedeckten Freibauern. Die Stellung war aber trotzdem nicht gewinnbar. Nach Holgers Niederlage stellte er die Gewinnversuche ein.

SC Nidderau - SG Wächtersbach/Sotzbach 2,5:5,5

Gegen Wächtersbach ist immer der Wurm drin. In den letzten beiden Spielen fuhren wir leicht favorisiert dorthin und kehrten jeweils mit einer 2:6-Packung heim. Diesmal empfingen wir unseren Angstgegner. Wieder ist unser DWZ-Schnitt der Stammspieler etwas stärker, aber leider mussten mit Günther und Axel zwei unserer Stärksten absagen, während der Gegner in Bestbesetzung anreiste. So wiesen an 7 Brettern unsere Gegenüber eine höhere Wertzahl auf. Nur Till an Brett 2 bildete die Ausnahme. Trotzdem war am Ende diese Niederlage unnötig. Mindestens ein 4:4 wäre drin gewesen.

Robin behandelte die Eröffnung zu forsch und ließ zunächst seinen König in der Mitte. Eine Schwäche auf f2 wurde ihm schnell zum Verhängnis. Unsere Ersatzspieler konnten diesmal nicht punkten. Die Wächtersbacher sind auch hinten gut besetzt. Zudem klagte Tobias über Unwohlsein. Er musste sich einem Königsangriff beugen. Ralf konnte mit Schwarz gegen den stäksten Wächtersbacher sicher Remis halten. Dann verlor auch Georg. Trotz des Zwischenstandes von 0,5:3,5 war noch nicht alles verloren. An den beiden Spitzenbrettern hatten wir deutlichen Vorteil und Klaus hatte einen soliden Mehrbauern. Gero hatte für sehr starken Angriff einen Läufer geopfert, setzte dann aber nicht konsequent genug fort. Der Gegner konnte die Figur zurückgeben und damit den Angriff stoppen. Schließlich musste Gero in das Remis einwilligen. Till gewann dann eindrucksvoll seine Angriffspartie, auch mit einem zwischenzeitlichen Figurenopfer. Für ein Unentschieden hätten beide offenen Partien gewonnen werden müssen, aber Marcos Stellung ließ keine Gewinnversuche mehr zu. Mit dem Remis war der Mannschaftskampf verloren. Klaus gewann den zweiten Bauern und hatte zudem noch die Initiative. Plötzlich war aber die Konzentration dahin und er stellte einen Turm ein. So wurde es am Ende doch noch deutlich.

Sfr Heusenstamm - SC Nidderau 3:5

Für den Saisonauftakt fielen leider 4 Stammspieler und mit Georg zudem ein starker Ersatzmann aus. Erstmals seit mehreren Spielzeiten mussten wir eine Partie kampflos verloren geben. Da dies die Schwarzpartie gegen den stärksten Heusenstammer Spieler betraf, war der Nachteil zu verkraften. Es entwickelte sich an allen Brettern ein harter Kampf. Am 8. Brett hatte Holger etwas Angriff. Als die Partie verflachte und neben den Schwerfiguren ungleichfarbige Läufer übrig blieben, bot der Gegner Remis. Da Günther und Klaus inzwischen Vorteil hatten, willigte Holger ein. Günther verwertete dann gekonnt seinen großen Stellungsvorteil und glich aus. An Brett 4 war Marco einem starken Königsangriff ausgesetzt. Kurz vor der Zeitkontrolle ging die Partie verloren, so dass Heusenstamm erneut in Führung ging. Klaus wickelte seine vorteilhafte Stellung in ein studienhaftes Endspiel ab, wandelte einen Bauern in einen Springer um, den nächsten in eine Dame. Es ergab sich ein Damenendspiel mit zwei Springern gegen einen Bauern. Mit Hilfe der Springer gelang es dann, den gegnerischen König in die Enge zu treiben und die gegnerische Dame zu erobern. Simon gelang dann die erstmalige Führung. Er hatte nur noch wenige Minuten für den Rest der Partie und ein Läuferendspiel mit festgelegten Bauern. Den Vorteil des besseren Läufers konnte er zur Geltung bringen, indem er einen Bauern opferte und so mit dem König in die gegnerische Stellung eindrang. Stefan hatte ein Springerendspiel mit einem Mehrbauern, Ralf ein leicht besseres Turmendspiel. Da abzusehen war, dass Stefan nicht mehr verliert, nahm Ralf ein Remisangebot an. Stefan verwertete dann seinen Vorteil zum Endstand von 5:3.

Hainstädter SC II - SC Nidderau II 5:1

Da 3 Stammspieler an die Erste abgegeben werden mussten und zwei der übrigen Stammspieler auch noch fehlten, war die zweite Nidderauer Mannschaft chancenlos. Zwei Partien gingen kampflos verloren. Hendrik und Gerd Romanowski sicherten mit Remisen wenigstens den Ehrenpunkt.

Pokal 1. Runde

Der SC Nidderau kann auf keine große Pokaltradition verweisen. In den letzten beiden Spielzeiten gelang allerdings der Vorstoß ins Viertel- bzw. Achtelfinale und auch in diesem Jahr war die Chance groß, wenigstens die zweite Runde zu erreichen, wartete doch zum Auftakt "nur" eine Mannschaft der Kreisklasse A. Mit Till, Axel, Robin und Klaus waren wir in starker Besetzung nach Seligenstadt aufgebrochen. Der Gegner hatte nur am 2. Brett einen Spieler, der laut DWZ unseren Spielern ebenbürtig war.

Robin gelang dann auch schnell ein sicherer Punkt. Doch am Spitzenbrett wurde Till von seinem um 800 DWZ-Punkte schwächeren Gegner überrascht und musste aufgeben. Als Axel auch verlor, war die Niederlage perfekt. Der Sieg von Klaus am 4. Brett konnte daran nichts mehr ändern.

Saison 2010/11

1. Mannschaft

Als Aufsteiger war natürlich der Klassenerhalt in der Bezirksoberliga das erklärte Ziel. Als in der ersten Runde der spätere Staffelsieger und Aufsteiger Neuberg II geschlagen werden konnte (die einzige Saisonniederlage der Neuberger) schien sogar mehr möglich. Mit den 3 folgenden Niederlagen gegen Wächtersbach, Hainstädt und Großauheim wurden wir schnell eines Besseren belehrt. Insbesondere die 2:6-Klatsche gegen Wächtersbach war sehr schmerzhaft.

Mit einem glücklichen 4:4 gegen den zweiten Staffelfavoriten Kinzigtal kamen wir wieder in die Spur. Zwei souveräne 6,5:1,5 Siege gegen die späteren Absteiger aus Dettingen und Bischofsheim sowie ein 5:3 gegen Bergwinkel folgten. Mit einem abschließenden Sieg gegen Obertshausen wäre sogar Platz 3 herausgesprungen, aber die Luft war irgendwie raus. So landete die 1. Mannschaft am Ende auf einem guten 5. Platz.

2. Mannschaft

Ein guter Mittelfeldplatz in der Kreisliga war die Saisonzielstellung. Am Ende wäre mit etwas Glück sogar der Aufstieg möglich gewesen. Nach 4 Siegen in Folge wurde gegen die Übermannschaft aus Heusenstamm mit 2:4 ein achtbares Ergebnis erzielt. Das Schlüsselspiel fand dann in Runde 6 gegen Gründau statt. Trotz Bestbesetzung ging es ebenfalls 2:4 verloren, wodurch die vagen Aufstiegshoffnungen begraben werden mussten.

Gegen Großauheim gab es ersatzgeschwächt eine weitere Niederlage, aber mit zwei abschließenden Mannschaftssiegen sprang als Endplatzierung der beachtliche 3. Rang heraus.

3. Mannschaft

Wegen Spielermangels konnte keine Seniorenmannschaft mehr gemeldet werden. Als Alternative wurde die 3. Mannschaft ins Leben gerufen, die in der untersten Klasse antrat. Eine Zielstellung wurde nicht ausgegeben. Die Auftaktpleite gegen die vermeintlich schwächste Mannschaft aus Seligenstadt war enttäuschend. Danach konnte sich die Mannschaft fangen und in der letzten Runde dem Staffelsieger aus Bergwinkel sogar die einzige Saisonniederlage beibringen. Am Ende sprang mit ausgeglichenem Punktverhältnis ein ordentlicher 4. Platz heraus.